zurück zur Übersicht | Datum 18.09.2013 | Kategorie: Allgemeines

Starke Bedenken gegen den Bau von Biogasanlagen in den Bauerschaften - Windenergie ist akzeptiert

Bürgermeister Michael Kramer (links) und Vasco Brummer vom Planungsbüro analysierten die Ergebnisse der Bürgerbefragung.

Autor: Aloys Landwehr, Lastrup

„Das Landschaftsbild auch der Gemeinde Lastrup hat sich in den letzten Jahren verändert. Maisfelder, Windkraftanlagen und mit Solaranlagen versehene Dächer prägen inzwischen nicht nur die Gemeinde Lastrup. Durch den beschlossenen  Atomausstieg ergeben sich bei erneuerbaren Energien Handlungsmöglichkeiten. Bei einem weiteren Ausbau und bei der Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes muss aber die Akzeptanz der Bevölkerung gegeben sein“, machte Dr. Peter Schaal vom Planungsbüro RaUm aus Bad Zwischenahn deutlich. Beim 2. Bürgerstammtisch zur Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes stellte das Planungsbüro die Ergebnisse einer Befragung Lastruper Bürger vor. Im Mai und Juni waren 105 Einwohner interviewt worden. Sie waren zufällig, aber nach Altersstruktur und Wohnbereich geschichtet, ausgewählt worden.

Knapp über 50% der Lastruper Bürger haben Bedenken gegen den weiteren Bau von Biogasanlagen. Im Außenbereich sprechen sich sogar 74 % der Einwohner  gegen einen weiteren Bau aus, während es im Ortskern lediglich 38 % sind. Sogar zwei Drittel der über 65-Jährigen sind gegen einen weiteren Ausbau, während die Bedenken in der Gruppe der 25-35-Jährigen (38 %) am geringsten sind. Als wesentliche Gründe werden die hohen Pachtpreise durch den Flächenverbrauch (21 %), die Vermaisung (23 %), das Verheizen von Nahrungsmitteln (24 %) und die Geruchsbelästigung (5 %) genannt.

Geringer sind die Bedenken gegen einen weiteren Ausbau der Windenergie. In der Gruppe der 16–25-Jährigen gab es überhaupt keine  Bedenken. Bei den 25-35-Jährigen lehnen 18 % weitere Anlagen ab, während die über 65-Jährigen mit 30 % den größten Anteil der Bedenkenträger stellen. Hier unterscheiden sich Ortskern und Außenbereich nur unwesentlich. 63 % der Ortskernbewohner äußerten keine Bedenken gegen einen weiteren Ausbau der Windenergie. Weitere 13 % können sich ein Repowering bestehender Anlagen vorstellen. Im Außenbereich haben 76 % keine Bedenken und 2 % möchten eher ein Repowering. Als Gründe werden von den Gegnern die Lärmbelästigung, der Schattenwurf und das veränderte Landschaftsbild genannt.

Neben dem Ausbau Erneuerbarer Energien gehören zum Klimaschutzkonzept die Energieeinsparung und die Energieeffizienz. Hier betrachten 85 % der 15-25-Jährigen den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs als wichtig oder sehr wichtig. Etwas überraschend ist ein Ausbau der ÖPNV nur für knapp 50 % der über 50-Jährigen wichtig oder sehr wichtig.

Auch am und im Haus lässt sich Energie einsparen oder die Energieeffizienz verbessern. 45 % der Befragten haben ihr Haus bereits aufgerüstet oder wohnen in einem Neubau. 18 % der Hausbesitzer planen in absehbarer Zeit eine energetische Verbesserung. 13 % der Befragten waren Mieter und 18 % haben kein Interesse an einer energetischen Verbesserung.

In der intensiven Diskussion der vorgestellten Ergebnisse sprach sich Bürgermeister Michael Kramer gegen den Bau von Windkraftanlagen durch große Betreiber von auswärts aus. „Jeder, der in der Nähe einer Anlage wohnt, muss die Möglichkeit haben, sich daran zu beteiligen“, forderte Kramer. Das genossenschaftliche Modell habe sich bewährt. Damit gebe es gute Erfahrungen und die Wertschöpfung bleibe in der Region, ergänzte Dr. Schaal. Kramer möchte aber untersuchen lassen, wo es noch nach inzwischen veränderten gesetzlichen Bestimmungen Potenzialflächen in der Gemeinde gebe.

Für die private Optimierung der Energienutzung schlug Kramer eine unabhängige Instanz vor. „Ich könnte mir vorstellen, dass mehrere Gemeinden gemeinsam einen unabhängigen Energieberater einstellen, der dann zu bestimmten Zeiten Bürgerberatungen durchführt, so dass die Interessenten nicht das Gefühl haben: Hier will nur einer was verkaufen.“

In den nächsten Wochen wird das Planungsbüro eine Analyse möglicher Maßnahmen vornehmen und das Klimaschutzkonzept ausarbeiten. Am 6. Dezember soll es auf der letzten Ratssitzung in diesem Jahr beraten werden.     



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