zurück zur Übersicht | Datum 02.09.2013 | Kategorie: Allgemeines

Andrea Bocelli und die Feuer-Wasser-Licht–Show verzaubern Dorfpark: 2. Lastruper Kunst- und Kulturfest mit Rekordbesuch

 

Die Kunstinstallation der Lastruper Künstler überragte alle Pagoden.
Foto: Aloys Landwehr

Jürgen L. Born, ehemaliger Vorsitzender des SV Werder Bremen, zog die Zuhörer mit seinem Witz und seiner Ironie in seinen Bann.
Foto: Aloys Landwehr

Die Sonnenstrahlen lassen die Bilder von Pjotr Baro ein wenig freundlicher erscheinen.
Foto: Aloys Landwehr

 

Eine interessante Idee von Heinz Finke: der „Hochsitz“ an den Stelen des Dorfparks.
Foto: Aloys Landwehr

 

Autor: Aloys Landwehr

Die Feuer-Wasser–Licht–Show und die Oldie-Night lockten am Samstagabend weit über 2.000 Besucher in den Lastruper Dorfpark, dem Fackeln und bunt angestrahlte Bäume, Pagodenzelte und kleine Boote auf dem Wasser ein unvergleichliches Ambiente gaben. Als dann zu der Wasser-Licht-Show Andrea Bocellis „Time to say good bye“ ertönte, ließen sich auch die letzten Besucher von der Atmosphäre bezaubern.

„Hier spiegelt sich die Vielfalt des kulturellen Lebens in Lastrup wider“, hatte Bürgermeister Michael Kramer in seiner Begrüßung festgestellt. „Wir wollen nicht hin und wieder mit kleinen Events aufwarten, sondern wir bieten Kultur kompakt mit vielfältigen Angeboten, die neugierig machen sollen“, erläuterte Kramer das Konzept des 2. Lastruper Kunst- und Kulturfestes im Dorfpark. Und pünktlich zur Begrüßung brach die Sonne durch den bis dahin eher tristen Wolkenhimmel. „Ich habe sie für die Lastruper mitgebracht“, scherzte Gabriele Groneberg (MdB), die neben Clemens gr. Macke (MdL) und vielen weiteren Gästen zur Eröffnung gekommen war.

„Dies ist meine erste Rede, die ich als Selbstgespräch führe“, stellte Festredner Jürgen L. Born, ehemaliger Vorsitzender des SV Werder Bremen, ob der anfangs relativ geringen Zahl der Zuhörer fest. Aber die Reihen füllten sich schnell, da Born mit seinem trockenen Humor, seinen Witzen und seiner Ironie die Zuhörer begeisterte. „Könnt ihr uns nicht einen hiesigen Politiker ausleihen? Die bekommen hier 82% und die Wirtschaft funktioniert. In Bremen haben sie alles heruntergewirtschaftet. Wo früher ein florierender Hafen war, steht heute ein Briefkasten.“ Aber auch seine Zunft bekam ihr Fett ab. „Bankräuber sind Dilettanten. Die wahren Profis sitzen in der Bank“. In vielen Institutionen herrsche das Management per Jeans. An jeder wichtigen Stelle sitze eine Niete. Bremen übernehme sicher auch von Niedersachsen bald den „Hundeführerschein“. „Ich übe täglich mit meinem Hund. Beim rückwärts Einparken hat er noch Schwierigkeiten“. Aber auch die Bremer Fußballer bekamen ihr Fett ab. „Sie müssen aufpassen, dass es ihnen nicht so geht wie den Düsseldorfern. Die mussten mit dem Mannschaftsbus über viele rote Ampeln fahren, damit sie wenigstens in Flensburg Punkte bekamen“, scherzte Born, bei dem sich Bürgermeister Michael Kramer mit einem Wurstkorb bedankte. „Und was esse ich morgen?“ fragte Born ironisch ob der Menge des Inhalts.

Es war dann auch erstaunlich, was die vielen Besucher auf ihrem Rundgang bestaunen konnten. Kleine Kunstinstallationen von Heinz Finke brachten an vielen unerwarteten Stellen die Betrachter zum Nachdenken, manchmal zum Schmunzeln. Bunte Glückstücher überspannten den Dorfteich. Kleine, weiße Platten trieben wie Boote auf dem Wasser. Am Abend war das Ufer gesäumt mit Fackeln. Eine riesige Kunstinstallation der Lastruper Künstler überragte alle Pagodenzelte und war von allen Seiten sichtbar.

Aber auch in den Zelten fand sich eine Vielzahl unterschiedlicher Werke der Lastruper Künstler, von eher laienhaft bis professionell und für jeden Geschmack. Dieter Behages aus Holz geschaffenen Kreationen stachen dabei ebenso ins Auge wie die der heimischen Maler Elfriede Kläs, Margret Diekmann, Andreas Ortmann, Piotr Baro, Silvia Jakoby, Paula Markus oder Rosel Puchner. Auch die Kindergärten und Schulen beteiligten sich mit eigenen Aktionen. So malten z. B. Kinder bunte Fahnen zum Weltkindertag. „In jedem Kindergarten wird am Weltkindertag eine dieser Fahnen aufgehängt. Eine bringen wir dem Bürgermeister, damit er weiterhin das Wohl der Kinder im Auge hat“, erläuterte Kneheims Kindergartenleiterin Sandra Hoppe. Auch die Schulen stellten Werke der Schüler aus und der Jugendtreff bot Buttons zum Selbermachen an.

Viele Organisationen vom Heimatverein oder Karnevalsverein über das DRK oder den  Theaterverein Suhle bis zur Projektgruppe Dorferneuerung waren mit Informationsständen vertreten. Dabei wurde die mit Zuschüssen der Dorferneuerung geschaffene Brücke über die Ruhr durch Michael Kramer und Mitgliedern des Arbeitskreises Soziale Belange feierlich enthüllt.

Auf der Gastronomiemeile fand sich ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken bei den Lastruper Gastronomen, den Landfrauen, der Landjugend und dem FC Lastrup.

Auch die Kleinen kamen nicht zu kurz. Der FC Lastrup und die Youngstars hatten einen riesigen Spielplatz geschaffen, auf dem die Kinder auf der Hüpfburg toben, ihre Schussgewalt messen oder einfach bolzen konnten. Die Reitgemeinschaft Klein-Roscharden bot Ponyreiten an und die ganz Kleinen konnten im Sand buddeln oder sich schminken lassen.

Auf der großen Showbühne reihte sich Auftritt an Auftritt, geschickt moderiert von Rudi Brinkmann. Nach der Eröffnung durch die Hemmelter MuSiTas–Teens folgten in lockerer Reihenfolge Tanzauftritte, Musikvorführungen oder Sketchdarbietungen der verschiedenen Schulen, der Musikvereine, der Chöre, der Jagdhornbläser, der Musikschule Hukelmann und der Kreismusikschule.

Am Samstagabend heizte dann die Band der Musikschule Hukelmann, "Lesson", das Publikum gekonnt ein. Anschließend präsentierte die Coverband „Four Kings“ aus Düren einen Querschnitt der Musik der 60er-, 70er- und 80er Jahre. Im Repertoire der vier Profimusiker fanden sich Hits der Beatles, von Creedence Clearwater Revival, von Village People oder von Tony Sheridan. Als dann um Mitternacht der Welthit „I can get no satisfaction“ von den Rolling Stones ertönte, waren die Zuhörer endgültig gepackt.

Mit dem Konzert des Musikvereins Schnelten endete am Sonntagabend dieses 2. Kunst- und Kulturfest, das deutlich mehr Zuschauer anzog als bei der ersten Ausgabe.

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