zurück zur Übersicht | Datum 28.08.2013 | Kategorie: Allgemeines

Die „Akte Brinkwand“ endgültig schließen

Lückenschluss: Über diesen Rasen hätte seit 30 Jahren eine Straße führen sollen. Jetzt wird das Versäumte nachgeholt.  Foto: Ellmann

Das Ende naht: Das Sackgassenschild ist bald überflüssig.  Foto: Ellmann

 

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 28.08.2013

Lastrup (mel) Josef Pahls tat sich schwer, die richtigen Worte zu finden. „Wir produzieren da etwas, das eigentlich keiner will. Die Sache ist schwierig zu erklären“, sagte der allgemeine Stellvertreter des Lastruper Bürgermeisters auf der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde. Die Sache: das ist die Straße Brinkwand im gleichnamigen Baugebiet im Lastruper Ortsteil Hemmelte. Die Straße hätte vor 30 Jahren, als das Baugebiet entstand, als Ringstraße ausgeführt werden sollen. Das ist aber nie geschehen. Gut 50 Meter fehlen zum Lückenschluss.

„Warum das nie passiert ist, weiß ich auch nicht so recht. Wir haben die Sache irgendwie vor uns her geschoben“, meinte Pahls. Nun aber soll die Straße einmal rund um das Wohngebiet führen. Allerdings nicht, wir ursprünglich geplant, in einer Breite von sechs Metern und flankiert von Parkstreifen. „Wie diese Dimensionen damals in den Bebauungsplan gerutscht sind, ist heute nicht mehr zu klären. Auf jeden Fall ist diese Breite völlig überdimensioniert“, zuckte Pahls mit den Schultern. Nun soll der Lückenschluss auf einer Breite von drei Metern realisiert werden.

Dafür sprach sich der Fachausschuss bei zwei Gegenstimmen aus. Kosten wird die Maßnahme 18.500 Euro. Die Anlieger müssen sich finanziell nicht beteiligen. Zu einem Anliegerbeitrag verpflichten könne man die Bewohner nicht, „und die Anlieger zu fragen, ob sie freiwillig zahlen wollen, ist albern“, sagte Josef Pahls. Immer wieder, so Pahls, hätten Anwohner im Laufe der Jahre und Jahrzehnte gefragt, wann die ursprünglichen Planungen denn umgesetzt würden. Dringlich seien diese Anfragen aber nie gewesen.

Dennoch habe man den Auftrag, den Bebauungsplan zu erfüllen, sagte Bürgermeister Michael Kramer. Ein Grundzug der Planung sei  nun einmal der Lückenschluss der Straße Brinkwand. „Dann können wir diese Akte endgültig schließen. Sonst haben wir hier eine ,never ending story“.

CDU-Ratsherr Aloys Landwehr hingegen sah keinen Bedarf, „die Sache in den nächsten 30 Jahren anzupacken“. Jürgen Ostendorf (SPD) jedoch plädierte für die Ausbauplanungen, „auch wenn es nur ein oder zwei Leute sind, die den Lückenschluss wollen. Die Anwohner haben ein Anrecht darauf“.

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