zurück zur Übersicht | Datum 19.08.2013 | Kategorie: Allgemeines

Linderner Straße: Anwohner fühlen sich durch Lärm, Müll und zugeparkte Einfahrten belästigt

Autor: Aloys Landwehr, Lastrup

„Wir haben täglich Beschwerden der Anwohner der Linderner Straße über Lärmbelästigung, Müll auf dem Gehweg, im Vorgarten entsorgte Fäkalien oder zugeparkte Einfahrten durch die vielen Lastwagen, die auf den breiten Parkstreifen vom Ortseingang bis zur B 213 vor allem in der Nacht parken. Hier müssen wir die Anwohner schützen“, stellte Bürgermeister Michael Kramer auf der Sitzung des Arbeitskreises zur Dorferneuerung und –entwicklung fest. Auch über  die Situation in der Kirchstraße und ein mögliches Verkehrskonzept für den Ort wurde intensiv diskutiert.

Tag und Nacht parken große internationale Lastwagen auf den breiten Parkstreifen an der Linderner Straße vom Ortseingang bis zur Kreuzung mit der B 213. Hier finden die Brummi-Fahrer neben den Parkmöglichkeiten für ihre entsprechenden Pausen auch Supermärkte zum Einkauf. Auf dem Bürgersteig lässt sich sogar grillen oder auf dem Kocher das Essen zubereiten. Doch die Anlieger fühlen sich gestört. Müll landet im Vorgarten, Kühlanlagen oder Motorgeräusche stören die Nachtruhe, Fäkalien werden nicht ordnungsgemäß entsorgt und auch die Zufahrten zu den Wohnhäusern sind oft zugeparkt. Dieser Zustand ist der Gemeinde bekannt. Jetzt befasste sich auch der Arbeitskreis Dorferneuerung mit dem Problem, denn es sei nichts dagegen einzuwenden, wenn die Fahrer in Lastrup einkaufen. „Aber es ist unsere Verpflichtung, die Anwohner zu schützen“, fühlt Bürgermeister Michael Kramer mit den Anliegern. Nun sollen die Parkstreifen mit Pflanzbeeten aufgelockert werden. Im Abstand von jeweils ca. 15 Metern soll ein solches Pflanzbeet mit Sträuchern und Bäumen angelegt werden. „Das gibt der Linderner Straße ein `grünes` Gesicht, passt in die Ziele der Dorferneuerung und verhindert das Parken großer Lkw“, so Astrid Vieth vom Planungsbüro ipw. Da die entsprechenden Zuschüsse zugesagt sind, könne die Maßnahme noch im Herbst durchgeführt werden, versprach Michael Kramer.

Astrid Vieth konnte den Arbeitskreismitgliedern erste Pläne zur Gestaltung der Kirchstraße präsentieren. So reiche eine Fahrbahnbreite von sechs Metern. Dann sei weiterhin Platz für einen Parkstreifen, der durch Bäume aufgelockert sei. Der Bürgersteig  könne auf ein Hochbord verzichten, so dass er dadurch optisch deutlich breiter wirke. An der Südseite müsse geprüft werden, ob auch privat Bäume gepflanzt werden könnten. Insgesamt fand der Arbeitskreis keine überzeugende Lösung für die Kirchstraße, zumal sich die Mitglieder in der Diskussion über eine angemessene Zahl von Parkplätzen verzettelten und die Gestaltung des Ortes bzw. der Straße aus dem Blick verloren.

In  der nächsten Sitzung will sich der Arbeitskreis mit einem Verkehrskonzept beschäftigen. Hier hat ein Verkehrsgutachten ergeben, dass seit Bestehen der Umgehungsstraße sich das Verkehrsaufkommen in der Vlämischen Straße (ehem. B 213) um über 10.000 Fahrzeuge verringert habe. In der Linderner Straße fahren nun  2.000 Fahrzeuge, in der Kirchstraße 1.000 und in der Molberger Straße rund 800 Fahrzeuge weniger als vor dem Bau der Umgehungsstraßen, so dass das Gutachten von beinahe paradiesischen Zuständen spreche, so das Planungsbüro. Als Folgerung dieser Zahlen sei in den Hauptverkehrsstraßen des Ortes wegen des Verkehrsaufkommens kein konkreter Handlungsbedarf akut. Deshalb empfiehlt die Verkehrssicherheitskommission auch, die Ampel an der Kreuzung Molberger Straße/Schulstraße mit der Vlämischen Straße abzubauen oder auf Kosten der Gemeinde durch eine Dunkel- oder Bedarfsampel zu ersetzen. Bis 2014 kann der jetzige Zustand auf Wunsch der Gemeinde noch so bestehen bleiben.      

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