zurück zur Übersicht | Datum 14.11.2014 | Kategorie: Allgemeines

Großes Echo auf Bürgerabende

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 14.11.2014

Kneheim/Hemmelte (la) Vollbesetzte Clubräume in den beiden Lokalen, jeweils fast drei Stunden Gemeindepolitik kompakt, intensive Diskussionen und niemand ging vorzeitig – dieses Ergebnis stellte die Verantwortlichen der ersten beiden Bürger-(Meister)abende um Bürgermeister Michael Kramer und CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Johanna Hollah überaus zufrieden. Denn jeweils rund 50 Bürger aus Kneheim und Hemmelte wollten sich über die Entwicklung ihrer Orte durch den Bürgermeister informieren lassen und mit ihm Probleme ihrer Kirchspiele diskutieren. Künftige Wohnbebauung und die Entwicklung im Straßen- und Radwegebau standen dabei im Mittelpunkt der örtlichen Sorgen und Wünsche.

In Kneheim stand der Ausbau der B 213 im Mittelpunkt der Diskussion. Erneut wurden überwiegend bekannte Argumente gegen den Ausbau vorgebracht und Sorgen um die Entwicklung des Ortes geäußert. Angezweifelt wurde vor allem die Wirtschaftlichkeitsberechnung. Die Gemeinde müsse ein Gutachten zur Richtigkeit der Berechnung erstellen, wurde gefordert. Kramer: „Der Landkreis ist Baulastträger. Wir können hier nicht weitere Gutachten in Auftrag geben. Das ist nicht kommunale Aufgabe.“ Er forderte die Betroffenen auf, im Planfeststellungsverfahren alle Rechte geltend zu machen.

In der Ortsmitte werde in nächster Zeit ein Ortstermin mit der Verkehrssicherheitskommission stattfinden, um die Möglichkeit einer Druckampel zu prüfen. Im Baugebiet Blauer Kamp II, hier sind zehn Bauplätze geplant, werde im Frühjahr mit der Erschließung begonnen, so dass im Herbst 2015 die ersten Bauwilligen starten könnten. 

Auch die Sanierung des Umkleidegebäudes des BV Kneheim oder dessen Neubau werde zurzeit intensiv geprüft. „Das Gebäude entspricht nicht mehr den Erfordernissen“, stellte Kramer fest. Der Bau des restlichen Teilstücks des Radwegs von Kneheim nach Hemmelte sei in den Planungen immer präsent. „Ihn zu bauen ist Aufgabe des Landkreises, da er an einer Kreisstraße liegt. Aber der Landkreis beteiligt sich nur mit 25 Prozent. Durch unser Klimaschutzkonzept ist der Bund bereit, den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu forcieren und diesen Radweg zu fördern. Vielleicht klappt das in nächster Zeit.“

Auch die Bürger Hemmeltes wünschten sich diesen Radweg. Genau so viel Sorge macht die Situation an der Darreler Straße. Hier sei von der Bahnhofstraße bis zur Einmündung in die Siedlung „In den Hollen“ ein Rad- oder Fußweg dringend nötig, da die Straße viel befahren, kurvig und sehr eng sei. Die Kinder aus dem Siedlungsgebiet müssen an dieser Straße gehen oder fahren, um zur Schule oder zum Sportgelände zu kommen. Kramer versprach eine schnelle Lösung.

Auch die Bahnhofstraße müsse dringend verbreitert und der Radweg erneuert werden. Solange der Radweg nicht saniert ist, dürfen Radfahrer die Straße nutzen. Das Tempo sei auf 70 km/h für Autofahrer reduziert worden. Nach der Sanierung werde das Tempolimit aufgehoben. Absolut kein Verständnis brachten die Teilnehmer dafür auf, dass die neu installierten LED-Lampen 7,50 Meter von der Fahrbahn entfernt aufzustellen oder mit einer teuren Schutzplanke zu versehen seien. Bis zur Sanierung des Radweges gebe es eine Kompromisslösung. Aber danach bestehe das Landesbauamt Lingen auf die Regelung, so Kramer.

Leider gebe es durch die Immissionskreise keine weiteren Gebiete für neue Wohnbebauung in Hemmelte. Es gebe nun die Chance, den Ortskern als Dorfgebiet auszuweisen. Rund um die Kirche gebe es dann Möglichkeiten, wenn die Grundstücksbesitzer bereit sind, Flächen abzugeben. Dann könnten bis zu 100 neue Häuser entstehen. „Wir haben das Programm in vier Abschnitte aufgeteilt und auf zehn Jahre berechnet. Das ist eine Zukunftsperspektive für Hemmelte. Denn Hemmelte ist als Wohnort beliebt. Wir beraten das jetzt zügig in den politischen Gremien, damit uns diese Entwicklungschance nicht durch das neue Landesraumordnungsprogramm verboten wird. Dafür brauchen wir nun einen Aufstellungsbeschluss“, so Kramer.

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