zurück zur Übersicht | Datum 25.11.2014 | Kategorie: Allgemeines

Bauhof kommt nicht auf den Brink - Bürgermeister Kramer informiert auf Bürgerabend über Nachnutzung des Feuerwehrgeländes

"Ich bin begeistert von dem großen Zuspruch auf den Bürgerabend". Frank Tönnies, Ortsvorsitzender. Foto: Landwehr
Volles Haus: Auch in Lastrup fand der Bürgerabend ein großes Interesse. Foto: Landwehr

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 24.11.2014

Kneheim/Hemmelte (la) Auch in Lastrup kam der Bürger-(Meister)–abend an: Wie schon in Kneheim und Hemmelte war das Interesse an dieser Veranstaltungsreihe des CDU-Gemeindeverbandes überraschend groß. Weit über 70 Interessierte wollten sich durch Bürgermeister Michael Kramer über die Entwicklung des Ortes in den nächsten Jahren informieren lassen. „Ich bin begeistert“, kommentierte Ortsvorsitzender Frank Tönnies bei seiner Begrüßung diesen Zuspruch.

Wie auch in den anderen Kirchspielen gab Bürgermeister Michael Kramer zunächst einen Überblick über allgemeine Themen der Gemeinde (MT berichtete). So nahm erneut die Diskussion über die geplanten Änderungen des Landesraumordnungsprogramms einen breiten Raum ein. Gewerbliche und bauliche Entwicklung seien dann in den Bauernschaften unmöglich. Junge Leute hätten keine Chance, am Ort zu bleiben. Auch in den Grundzentren wie Lastrup gebe es für Einzelhändler zum Beispiel keine Entwicklungsmöglichkeiten, sagte Bürgermeister Michael Kramer. Wichtig  sei aber auch der Breitbandausbau. Gerade im ländlichen Bereich sei eine zügige Netzerweiterung wichtig. Ohne eine Versorgung mit hoher Internetqualität und schnelleren Bandbreiten hätten beispielsweise Betriebe Standortnachteile.

„Internet ist kein Luxus. Daran hängen Existenzen und betriebliche Entwicklungen. Ich fordere, dass Netzbetreiber gesetzlich verpflichtet werden, den ländlichen Raum mit hochwertiger Netzqualität und hohen Bandbreiten zu versorgen“, so Kramer.

Im Dorferneuerungsvorhaben ist nun nach 13 Arbeitskreissitzungen, 25 Projektgruppen-Tagungen und zwei Bürgerversammlungen der Maßnahmenkatalog erstellt worden, der am 28. November vom Rat verabschiedet werden soll. In ihm sind  81 Maßnahmen aufgeführt, „die so sicher nicht alle verwirklicht werden können“, meinte Kramer. 

Es habe sich gezeigt, dass der Ort viele Stärken habe, aber auch Schwächen zu erkennen seien. Gerade im Bereich Bildung, Soziales und Gesundheit überwiegen die Stärken deutlich. Auch die gute Verkehrsanbindung sei Lastrups Potenzial und die Basis für die Weiterentwicklung des Ortes. Auf einer Bürgerversammlung am 3. Dezember werden die einzelnen Maßnahmen detailliert vorgestellt.

Als „Meilenstein“ im Rahmen der Dorferneuerung sei der Kauf des denkmalgeschützten Hauses Meiners zu sehen, das zu einen „Bürgerhaus“ oder „Haus der lebendigen Mitte“ umgebaut werden soll. „Im Wohnhaus sollen kleinere Vereine, die kein eigenes Clubhaus haben, die Möglichkeit bekommen sich zu treffen. Hier soll das Standesamt einen etwas repräsentativeren Raum haben und auch der Heimatverein erhält Räumlichkeiten für seine Arbeit. Im Nebengebäude könnte ein größerer Versammlungsraum entstehen. Dort wäre im oberen Bereich auch eine Galerie für Ausstellungen denkbar. Der Vorgarten könnte als Bauerngarten gestaltet werden. Im kommenden Jahr werden wir mit einem Gremium die genaue Konzepterstellung angehen“, so Kramer.

Kein zeitlicher Druck herrsche bei der Nachnutzung des Feuerwehrhauses am Brink. Die Feuerwehr wird Ende des Jahres in ihr neues Domizil an der Schnelter Straße umziehen. Was dann mit dem alten Gebäude geschieht, ist noch nicht geklärt. Der Bauhof, der sein Gelände im neuen Baugebiet Linderner Straße II demnächst räumen muss, werde jedenfalls nicht an den Brink ziehen, betonte der Bürgermeister. „Schließlich braucht ein Bauhof auch ein Außengelände für Lagermöglichkeiten. Dieser Platz ist dafür zu schade. Wir suchen nach einer Lösung“, versicherte der Bürgermeister.  Man nehme gerne Ideen für die Nutzung des Geländes des jetzigen Feuerwehrgebäudes entgegen.

Rege Diskussionen löste die Verkehrssituation an der Wallstraße, der Kolpingstraße, der Brinkstraße oder der Straße Groten Oh aus. Im Rahmen der Dorferneuerung und des Verkehrskonzeptes werde über Verbesserungen entschieden, versprach Kramer, der aber anmerkte, dass die Gemeinde keine Verkehrsbehörde sei und die Maßnahmen mit dem Landkreis und der Verkehrssicherheitskommission abzustimmen habe.

Der Vorsitzende des Ortsvereins Lastrup, Frank Tönnies, lud die Interessierten zum Kaminabend der CDU am 28. Januar ein. Dann könnte erneut die weitere Entwicklung Lastrups diskutiert werden.

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