zurück zur Übersicht | Datum 04.07.2013 | Kategorie: Allgemeines

Ein großer weißer Internet-Flecken weniger

Es geht voran: Rolf Kuper (EWE), Berthold Sauerland (Gemeinde Lastrup), Bürgermeister Michael Kramer, Wilhelm Tholen (Montagemeister EWE), Gerhard Niemann (EWE) und Jan Völkerding (Firma Osterhus) neben dem Horizontalbohrgerät, das den Schacht für die Glasfaserleitungen unter der B 213 hindurch bohrt. Foto: Matthias Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 04.07.2013

von Matthias Ellmann

Lastrup Voraussichtlich ab November werden die Einwohner im Bereich Nieholter Mühle, Matrum, Timmerlage und Schnelten wesentlich schneller im Internet unterwegs sein. Möglich sind dann Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde. „Wenn man hier jetzt größere Dateien herunterladen will, kann man zwischendurch zum Frühstücken gehen. Diese Zeiten sind ab Ende des Jahres vorbei“, freute sich Lastrups Bürgermeister Michael Kramer. Ohne schnelles Internet gehe nichts mehr, ob beruflich oder privat. Gerade der ländliche Bereich sei unterversorgt. Er sei sehr froh, gemeinsam mit der EWE die Internetversorgung in der Gemeinde deutlich zu verbessern. Profitieren von der schnelleren Datenübertragung können 325 Haushalte.

„Wir wollen möglichst vielen Menschen Zugang zu einem Breitbandinternetanschluss ermöglichen“, sagte Gerhard Niemann, Kommunalbetreuer der EWE Geschäftsregion Cloppenburg/Emsland. Ermöglicht werde das schnellere Internet durch die Verwendung von Glasfaserkabeln, die die alten Kupferkabel ersetzen. Deren Problem: die Geschwindigkeit nimmt mit jedem Meter Entfernung vom so genannten Hauptverteiler ab. Ab einer Entfernung von fünf Kilometern ist kein Breitband mehr möglich. Mit dem Glasfaserkabel, so Niemann, rücke die EWE nun aber näher an den Kunden heran, nämlich bis zum Verteilerschrank. Ab da greift das Unternehmen dann wieder auf die alten Kupferkabel der Telekom zurück, um zum Kunden zu gelangen.

Dennoch erwartet Niemann in einem Umkreis von etwa drei Kilometern um diesen Verteilerkasten eine „nennenswerte Verbesserung“ der Datengeschwindigkeit. In Zukunft seien sogar noch höhere Geschwindigkeiten denkbar, bis zu 100 Mbit/s. Verlegt wird das Glasfaserkabel auf einer Länge von 700 Metern mit einem Horizontalbohrgerät, sogar unter der B 213 hindurch. Die restliche Entfernung zum Hauptverteiler, gut 3,5 Kilometer bis nach Lastrup, verläuft dann in bereits verlegten Leerrohren.

Finanziert wurde der Breitbandausbau durch eine Förderung aus der Gemeinschaftsaufgabe für Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK). „Sonst wäre eine solche Maßnahme wirtschaftlich nicht umsetzbar“, sagte Niemann. Zudem beteiligt sich die Gemeinde mit zehn Prozent an den Kosten. EWE Tel hatte in einem Ausschreibungsverfahren den Zuschlag für den Internetausbau bekommen.

Wenn der Breitbandausbau im Bereich Nieholte beendet sei, gebe es mit Suhle, Klein- und Groß-Roscharden sowie Oldendorf/Hammel noch drei weiße Flecken auf der Internetlandkarte der Gemeinde Lastrup, sagte Kramer. Hier werde man sich mit der EWE zusammensetzen und überlegen, wie diese Flecken zu tilgen seien. Lastrups Bauamtsleiter Berthold Sauerland verwies aber auch auf mögliche Einzelfalllösungen. So sei auch eine Anbindung über das Funknetz denkbar. Und Gerhard Niemann erklärte, die EWE wolle weitere Teile im Landkreis Cloppenburg erschließen. „Da dafür aber oft keine Fördergelder zur Verfügung stehen, muss es ein Mindestinteresse der Bürger geben“. Jeder Interessierte könne sich unter www.ewe.de/breitband registrieren. Kämen genügend Interessierte zusammen, baue die EWE weiter aus. „Aber zu 100 Prozent alle erreichen wird man nie“, meinte Kramer. Jetzt sei man auf jeden Fall dabei, einen großen Teil der Gemeinde zu erschließen. „Davon werden eine enorme große Anzahl an Haushalten und auch die Gewerbetreibenden profitieren“.

Unter www.ewe.de können sich Interessierte im Internet informieren, welche Möglichkeiten der Internetversorgung in ihrem Gebiet bestehen. Für eine Beratung stehen auch die Mitarbeiter im Kundencenter Cloppenburg, Emsteker Straße 60, zur Verfügung. Im Bauamt der Gemeinde Lastrup liegt eine Liste aus, aus der ersichtlich ist, wer vom derzeitigen Breitbandausbau im Bereich Matrum, Nieholte und Timmerlage profitieren kann.

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