zurück zur Übersicht | Datum 09.01.2013 | Kategorie: Allgemeines

Gemeinde Lastrup zieht überaus positives Fazit - 2013 fallen aber 700.000 Euro Schlüsselzuweisungen weg

Am Bau boomt es: Die Gemeinde Lastrup hat im vergangenen Jahr 37 Grundstücke verkauft. Daher wird, wie hier im Neubaugebiet "Auf der Oh", kräftig gebaut.

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 07.01.2013

Lastrup (mel) Die ganz großen Sorgenfalten trägt Lastrups Bürgermeister Michael Kramer derzeit nicht auf der Stirn. Trotz großer Investitionen blieb die Gemeinde im vergangenen Jahr erneut schuldenfrei, fuhr bei der Gewerbesteuer mit 3,8 Millionen Euro ein sehr gutes Ergebnis ein, verkaufte 37 Privatgrundstücke, hat bereits Anmeldungen für die neu erschlossenen Gewerbegebiete: die Gemeinde steht in der Tat gut da.

„Es gibt viele positive Aspekte“, meint der Lastruper Bürgermeister. Die Gewerbesteuer habe sich dank des Engagements und des Einfallsreichtums der Gewerbetreibenden auf einem hohen Niveau stabilisiert. „Das ist überaus imposant“, meint Kramer - und dürfte sich in Lastrup auch so fortsetzen. Insgesamt 14 Hektar Gewerbeflächen hat die Gemeinde angekauft. Im Gebiet Blaubusch am Unnerweg (vier Hektar) sind schon fünf Gewerbegründstücke verkauft. Auch im Bereich Hohes Feld (zehn Hektar) an der B 213 ist bereits ein Grundstück verkauft, ein weiterer Interessent aus dem süddeutschen Raum plant eine Neuansiedlung.

Aber nicht nur bei Gewerbetreibenden ist Lastrup begehrt. 37 Privatgrundstücke verkaufte die Gemeinde im vergangenen Jahr. „Die Resonanz auf das Baugebiet ,Auf der Oh’ ist sehr gut“, sagt der Bürgermeister. Attraktiv seien auch die günstigen Grundstückspreise von 40 Euro in Lastrup bis hinunter zu 25 Euro in Kneheim. Zudem zeige die Familienförderung Wirkung, mit der die Gemeinde den Kauf eines Grundstücks mit bis zu 10.000 Euro fördert. „Viele Familien fragen nach diesen Zuschüssen, und zusammen mit unseren weiteren familienfreundlichen Angeboten ist das bestimmt auch ein Argument, nach Lastrup zu ziehen“, freut sich Kramer.

Im investiven Bereich wurde die 7.000-Einwohner-Gemeinde unter Anderem beim Kirchenumfeld tätig, ebenso wie beim Busbahnhof an der Grundschule und beim Bau einer Skateranlage auf dem Schulhof. Hinzu kommen umfangreiche Straßensanierungen. 

Derzeit gebaut wird eine Mensa für die Oberschule mit 88 Plätzen sowie der Kindergarten St. Agnes samt Krippe. Von den Gesamtkosten von 2,2 Millionen Euro übernimmt die Gemeinde 1,6 Millionen Euro. Bezugsfertig soll das neue Gebäude Ende Juli 2013 sein. Im Herbst sollen dann die Bauarbeiten für das neue Feuerwehrgerätehaus starten. Dann, mit Beginn des neuen Schuljahres, möchte die Grundschule zur Ganztagsschule werden. Ein entsprechender Antrag sei gestellt, sagt Kramer.

Bereits zur Oberschule geworden ist die bisherige Haupt- und Realschule Lastrup. „Das Lehrerkollegium hat hier einen wirklich guten Start ermöglicht mit einem sehr guten pädagogischen Konzept“, lobt Michael Kramer die Lehrkräfte, die hier Neuland betraten.

Neues Terrain betrat die Gemeinde auch mit der Aufnahme in das Dorferneuerungsprojekt. Lastrup ist eine von zwei Modelldörfern in Niedersachsen, die hier neue Wege gehen und von der herkömmlichen Dorferneuerung abweichen dürfen. Bis Ende 2013 soll die Planungsphase abgeschlossen sein und der konkrete Maßnahmenkatalog stehen. „Es gibt ganz viele tolle Ideen“, freut sich der Bürgermeister.

Ein weiterer wichtiger Punkt in diesem Jahr ist die Erstellung eines Energiekonzepts für Lastrup. Hier will die Gemeinde gemeinsam mit der Uni Oldenburg und einem Planungsbüro sinnvolle Strukturen erarbeiten, um beispielsweise den Bau von Windkraft- oder Biogasanlagen zu koordinieren und zu steuern, die Vernetzung und die Nutzung von Synergieeffekten zu fördern und schlussendlich die CO2-Bilanz in Lastrup zu verbessern. Dazu zählt aber auch zukünftig der Verzicht auf die Ausweisung größerer Baugebiete. Vielmehr sollen ältere Wohngebiete revitalisiert und die Innenstadt wieder belebt werden. Eine „Abwrackprämie“ für ältere Häuser könnte zudem Anreiz zum Bau von neuen, sparsamen Gebäuden sein. „Dass soll ein politisches Ziel werden“, sagt der Bürgermeister.

Allerdings, betont Kramer, müsse man in diesem Jahr jede Ausgabe auf den Prüftand stellen. Aufgrund der guten finanziellen Situation der Gemeinde fallen in diesem Jahr 700.000 Euro an Schlüsselzuweisungen weg. Das sorgt dann doch für die eine oder andere kleine Sorgenfalte, ebenso wie die Situation der Krankenhäuser. „Da hängen auch in Lastrup eine Menge Arbeitsplätze dran. Ich hoffe, dass eine Lösung gefunden wird, die Standorte und die Arbeitsplätze zu erhalten“, lautet Kramers großer Wunsch für 2013.

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