zurück zur Übersicht | Datum 27.08.2012 | Kategorie: Allgemeines

Kindergarten: Neubau, und zwar schnell

Entwurfszeichnung des Planungsbüros Ortmann und Möller

Autor: Matthias Ellmann, Münsterländische Tageszeitung (MT)

Der Lastruper St. Agnes-Kindergarten wird durch einen Neubau ersetzt. Entstehen soll an dem alten Standort zwischen der St.-Elisabeth- und der St.-Agnes-Straße ein Gebäude für vier Kindergartengruppen sowie eine Krippe für Kinder unter drei Jahren. Das empfahl der Ausschuss für Kultur, Jugend und Sport jetzt bei einer Enthaltung. Die Gesamtkosten für den Neubau samt Krippe belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro. Darin enthalten sind bereits die Kosten für einen Parkplatz sowie die Unterbringung der Kinder während der Bauzeit. Diese Kosten dürfen, so beschloss es der Ausschuss, nicht überschritten werden. Hierüber soll es eine schriftliche Vereinbarung mit der katholischen Kirchengemeinde als Träger der Baumaßnahme geben. 

Die Gemeinde Lastrup übernimmt 80 Prozent der Kosten, das sind etwa 1,6 Millionen Euro. In den bau begleitenden Ausschuss der Kirchengemeinde St. Petrus Lastrup entsendet die politische Gemeinde die Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder. Das sei bereits mit der Kirchengemeinde abgestimmt, betonte Bürgermeister Michael Kramer. Wo die Kinder während der Bauphase untergebracht werden, ist allerdings noch nicht abschließend geklärt.

Der Bau des Kindergartens drängt. Baubeginn muss noch in diesem Jahr sein, sonst sinkt der Zuschussanteil der Kirche an den Kosten von derzeit 20 auf 10 Prozent. Und die Krippe muss bis zum 1. August 2013 bezugsfertig sein, sonst  sinken auch hier die Fördergelder. Daher wird ein anderes in Lastrup geplantes Großprojekt  zunächst auf Eis gelegt. Der mit knapp 1,8 Millionen Euro veranschlagte Neubau des Feuerwehrgerätehauses beginnt nicht bereits in diesem, sondern erst im kommenden Jahr. So hofft die Gemeinde, beide Projekte ohne Kreditaufnahme stemmen zu können.

Bürgermeister Michael Kramer bedankte sich ausdrücklich für das Verständnis der Feuerwehrleute, die ihr neues Domizil nun erst im Jahr 2014 werden beziehen können. „Die Feuerwehr war nicht begeistert, aber sie akzeptiert es“, berichtete Kramer von den Gesprächen Der Neubau des St. Agnes-Kindergartes war notwendig geworden, weil sich eine Sanierung des aus den 50er-Jahren stammenden Gebäudes nicht gerechnet hätte. Daher habe die Kirchengemeinde schon Anfang 2011 einen Neubau beantragt. Die zuständigen Gremien der politischen Gemeinde hätten sich auch zeitnah mit dem Antrag befasst, doch dann sei es zu zeitlichen Verzögerungen gekommen. „Anfang Juli aber hat die Geschichte Fahrt bekommen“, sagte der Bürgermeister und verwies auf die bereits fertig gestellten  Pläne, Raumkonzepte und Kostenschätzungen. Es sei auch gelungen, die ursprünglich anvisierten 2,4 Millionen Euro Baukosten auf 2,2 Millionen zu senken. Somit bleiben die Lastruper weitgehend unter den Bausummen vergleichbarer Projekte in der Region.

Aloys Landwehr mochte den Planungen dennoch nicht zustimmen. „Ein Jahr lang ist nichts passiert, und jetzt möchte die Kirche alles, und das sofort“, entrüstete sich der CDU-Ratsherr. Innerhalb von sieben Wochen solle er nun über Ausgaben von 1,6 Millionen Euro entscheiden. Darüber würde in anderen Kommunen zwei Jahre lang diskutiert, so Landwehr, der befürchtet, die Gemeinde könne sich erstmals seit 15 Jahren wieder verschulden. Er enthielt sich  daher in der Abstimmung der Stimme, lehnt den Neubau aber nicht grundsätzlich ab.

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