zurück zur Übersicht | Datum 25.06.2012 | Kategorie: Allgemeines

2. Bürgertreffen zur Schaffung des Modelldorfes Lastrup – fast 50 Interessierte machen mit

Sprecher Rolf Hahn möchte mit der Projektgruppe "Sozialer Wandel" die sozialen Zukunftsfragen analysieren. Foto: Aloys Landwehr
Eifrig diskutierten die Teilnehmer an den Stellwänden die Ziele der Projektgruppen. Foto: Aloys Landwehr

Autor: Aloys Landwehr, Lastrup

„Heute erfolgt der Startschuss zur eigentlichen Dorferneuerung, zur Schaffung des Modelldorfes Lastrup. Die Vorphase ist nun abgeschlossen. Die bisherigen Treffen und die Schaffung des Arbeitskreises und der Projektgruppen dienten der Vorbereitung und der Zielfindung. Aber es ist noch nichts abgesprochen. Jeder kann mitmachen, damit wir schlagkräftige, arbeitsfähige Gruppen haben“, motivierte Bürgermeister Michael Kramer die rund 50 erschienenen Interessierten beim 2. Bürgertreffen im Saal Westerhaus am vergangenen Mittwoch zum aktiven Mitmachen.

Landschaftsarchitektin Astrid Vieth vom Planungsbüro IPW aus Wallenhorst erläuterte dann die bisherige Arbeitsweise seit dem 1. Bürgertreffen im März. So sei ein Arbeitskreis mit dem Sprecher Josef Lübke gebildet worden. Dazu gebe es vier Projektgruppen, die zu den Handlungsfeldern Ortskerngestaltung, Sozialer Wandel, Handel und Gewerbe sowie Kommunikation ein Leitbild und Ziele formuliert hätten. Es gebe unter anderem die Möglichkeit, unter der Emailadresse lebendigemitte@lastrup.de Wünsche und Anregungen direkt an die Gemeinde bzw. die Projektgruppe zu übermitteln.

Danach stellten die Leiter der Projektgruppen das bisher Erarbeitete vor. So hatte die Arbeitsgruppe „Ortsentwicklung“ in so genannten „Vorüberlegungen“ skizziert, was für Lastrup entscheidend sei. So müsse Lastrup auch in Zukunft eine selbstständige Gemeinde bleiben. „Um allen eventuellen Fusionsdiskussionen in Hannover vorzubeugen, sollte die Wirtschaftskraft der Gemeinde möglichst gesteigert werden, um sich finanzielle Freiräume zu schaffen. Dazu sind Gewerbeansiedlung und –förderung wichtige Instrumente. Die Finanzkraft steigt, Arbeitsplätze werden geschaffen, junge Familien bleiben in Lastrup. Es gilt auch, preisgünstiges Wohnbauland und Wohnungen in einem kinder- und familienfreundlichen Umfeld anzubieten, so dass Lastrup auch in Jahrzehnten ein attraktiver Ort ist, in dem sich Jung und Alt wohl fühlen. Aber die Dorfentwicklung bietet auch allen Bürgern die Möglichkeit, sich aktiv an der zukünftigen Gestaltung Lastrups zu beteiligen“, erläuterte Andreas Ortmann, der dann vier Schwerpunkte der Dorferneuerung skizzierte. So seien die Ortseingänge, das Wegenetz im Ort, die Ökologie und der Ortskern mit Brink, Dorfpark und Pfarrer-Götting–Platz Kernaufgaben der Dorferneuerung Lastrup.

„Leitbild unserer Projektgruppe soll es sein, einen bedarfsgerechten Ausbau der sozialen Infrastruktur und der kulturellen Entwicklung in Lastrup mittel- und langfristig unter dem Gesichtspunkt der Ansprüche und der jeweiligen Bedürfnisse von Senioren, Familien, Kindern und Jugendlichen zu schaffen“, so lautete das Leitbild der Projektgruppe II "Soziale Belange", das Sprecher Rolf Hahn vorstellte. Die dritte Projektgruppe „Handel und Gewerbe“ soll die gewerbliche Entwicklung Lastrups bedenken. Ziel sei es, dass die Bevölkerung der Gemeinde Lastrup nicht abnehme, auch wenn sie älter werde. Dazu seien Arbeitsplätze und Angebote zu schaffen. So sei es sinnvoll, ein hochwertiges Warenangebot zu schaffen, das in der Gegend ein Alleinstellungsmerkmal habe, um auch Kunden von auswärts in den Ort zu locken. Auch die Gastronomie sei hier mit ins Boot zu nehmen, weil interessante Angebote den Ort attraktiv machen, wie Sprecher Matthias Flerlage mitteilte.

Die Arbeitsgruppe „Kommunikation“ plant die Einbeziehung der Bürger durch Ideenwettbewerbe, einen Fotowettbewerb, durch die Beteiligung der Schulen und des Jugendtreffs, durch Kunstausstellungen oder durch Aufstellen von Litfasssäulen oder Ideenbäumen, wie Sprecherin Dorothee Triphaus mitteilte. Auch sie hoffte auf eine große Resonanz in der Bevölkerung nach dem Bürgertreffen.

Astrid Vieth fasste dann die Zielsetzungen zum derzeitigen Stand zusammen. So solle Lastrup eigenständig bleiben. Es müsse das Ziel sein, die Einwohnerzahlen stabil zu halten. Im Ost müssten die Grundbedürfnisse des täglichen Lebens gedeckt werden können. Lastrup solle ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort sein, in dem ein hoher Gemeinschaftssinn herrsche, in dem die Generationen füreinander da seien. Es sollten ausreichend Arbeitsplätze geschaffen werden mit konkurrenzfähigen Arbeitsplatzangeboten.

Viele Anwesende ordneten sich dann den entsprechenden Projektgruppen zu, so dass deren Mitarbeiterzahlen zwischen 5 und 21 liegen und somit durchaus arbeitsfähig sind.

Bereits am 2. Juli 2012 um 19.00 Uhr trifft sich die Projektgruppe „Soziale Belange“ in der Schankwirtschaft Knipper, während das nächste Treffen des Arbeitskreises auf den 10. September 2012 terminiert wurde. Hier stehen Ort und Uhrzeit noch nicht fest.

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