zurück zur Übersicht | Datum 05.06.2012 | Kategorie: Allgemeines

Leitbild und Ziele entwickelt – 3. Treffen des Arbeitskreises zur Dorfentwicklung

Sprecher Rolf Hahn stellte das Leitbild der Arbeitsgruppe „Soziale Belange“ dar. Foto: Aloys Landwehr

Autor: Aloys Landwehr, Lastrup

„Leitbild unserer Projektgruppe soll es sein, einen bedarfsgerechten Ausbau der sozialen Infrastruktur und der kulturellen Entwicklung in Lastrup mittel- und langfristig unter dem Gesichtspunkt der Ansprüche und der jeweiligen Bedürfnisse von Senioren, Familien, Kindern und Jugendlichen zu schaffen“, so lautete das Leitbild der Projektgruppe II "Soziale Belange", das Sprecher Rolf Hahn auf dem 3. Treffen des Arbeitskreises zur Dorfentwicklung in der Schankwirtschaft Knipper in Lastrup vorstellte.   

Vorher hatte Astrid Vieth vom Planungsbüro IPW aus Wallenhorst erneut deutlich gemacht, dass die Dorfentwicklung sich noch immer in der Vorplanung befinde. Ziel des Modellvorhabens sei es, neue Instrumente zur Dorfentwicklungsplanung zu erfinden und zu erproben, wie den Herausforderungen der Zukunft Lastrups individuell begegnet werden könne. Die Arbeitsgruppen müssten immer die Zukunft des Ortes bei veränderter demographischer oder wirtschaftlicher Entwicklung im Blick haben, betonte Vieth.

Auch die anderen der beim ersten Treffen des Arbeitskreises gebildeten Arbeitsgruppen stellten dann die  Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeit kurz dar. So hatte die Arbeitsgruppe „Ortsentwicklung“ in so genannten „Vorüberlegungen“ skizziert, was für Lastrup entscheidend sei. So müsse Lastrup auch in Zukunft eine selbständige Gemeinde bleiben. „Um allen eventuellen Fusionsdiskussionen in Hannover vorzubeugen, sollte die Wirtschaftskraft der Gemeinde möglichst gesteigert werden, um sich finanzielle Freiräume zu schaffen. „Dazu sind Gewerbeansiedlung und –förderung wichtige Instrumente. Die Finanzkraft steigt, Arbeitsplätze werden geschaffen, junge Familien bleiben in Lastrup. Es gilt auch, preisgünstiges Wohnbauland und Wohnungen in einem kinder- und familienfreundlichen Umfeld anzubieten, so dass Lastrup auch in Jahrzehnten ein attraktiver Ort ist, in dem sich Jung und Alt wohl fühlen“, so Josef Lübke als Sprecher der Dorfentwicklungsplanung. „Aber die Dorfentwicklung bietet auch allen Bürgern die Möglichkeit, sich aktiv an der zukünftigen Gestaltung Lastrups zu beteiligen“, ergänzte Andreas Ortmann, der dann vier Schwerpunkte der Dorferneuerung skizzierte. So seien die Ortseingänge, das Wegenetz im Ort, die Ökologie und der Ortskern mit Brink, Dorfpark und Pfarrer-Götting–Platz Kernaufgaben der Dorferneuerung Lastrup.

Die Arbeitsgruppe „Soziale Belange“ sah zu ihrem Leitbild konkrete Handlungsmöglichkeiten. Wie kann man Wohnsiedlungen verdichten oder verändern? Braucht man alle Spielplätze oder schafft man Generationen übergreifende Treffpunkte? Wo soll man Wohnbauflächen ausweisen? Müssen Siedlungen näher an den Ort? Kann die Gemeinde Interessierte, die Altbauten kaufen und sanieren möchten, unterstützen, um Leerstände auch im privaten Wohnungsbau zu verhindern? Kann man Wohnkonzepte für gemeinsames Wohnen von Alt und Jung entwerfen oder schaffen? „Hier werden wir intensiv mitarbeiten müssen“, erklärte Sprecher Rolf Hahn.

Die dritte Projektgruppe „Wirtschaft“ soll die gewerbliche Entwicklung Lastrups bedenken. Ziel sei es laut Projektgruppe, dass die Bevölkerung der Gemeinde Lastrup nicht abnehme, auch wenn sie älter werde. Dazu seien Arbeitsplätze und Angebote zu schaffen. So sei es vielleicht sinnvoll, ein hochwertiges Warenangebot zu schaffen, das in der Gegend ein Alleinstellungsmerkmal habe, um auch Kunden von auswärts in den Ort zu locken. Auch die Gastronomie sei hier mit ins Boot zu nehmen, weil interessante Angebote den Ort attraktiv machen, wie Sprecher Matthias Flerlage glaubt.

Die Arbeitsgruppe „Kommunikation“ plant die Einbeziehung der Bürger durch Ideenwettbewerbe, Fotowettbewerb, durch die Beteiligung der Schulen und des Jugendtreffs, durch Kunstausstellungen oder durch Aufstellen von Litfasssäulen oder Ideenbäumen, wie Sprecherin Dorothea Triphaus mitteilte. Auch sie hoffe auf große Resonanz in der Bevölkerung nach dem Bürgertreffen.

Am Mittwoch, dem 20. Juni, findet um 19.00 Uhr im Saal Westerhaus das 2. Bürgertreffen statt. Hierzu sind alle Interessierten eingeladen. Nach einer kurzen Darstellung der von den Arbeitsgruppen entwickelten Ziele können sich dann alle Bürger einer Arbeitsgruppe anschließen oder ihre Mitarbeit für einzelne Maßnahmen erklären. Ziele, Leitbilder und Maßnahmen können im laufenden Diskussionsprozess immer wieder ergänzt oder verändert werden, wie der Sprecher der Dorfentwicklung, Josef Lübke, betonte.

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