zurück zur Übersicht | Datum 26.03.2012 | Kategorie: Allgemeines

Lastrup soll zukunftsfähig gemacht werden – Dorferneuerung beginnt mit Vorplanungen

Das Steuerungsteam der Lastruper Dorferneuerung (von lks): Astrid Vieth (IPW), Bürgermeister Michael Kramer, Bauamtsleiter Berthold Sauerland, der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Josef Pahls, Klaus-Dieter Karweik (LGLN), Stephanie Janning (IPW), Katrin Kühn (IPW) und Karin Busdiecker (LGLN) Foto: Aloys Landwehr
Der Saal des Lastruper Landhauses war dicht besetzt. Foto: Aloys Landwehr
An den fünf Themenwänden wurden die Ideen konkretisiert. Foto: Aloys Landwehr

Autor: Aloys Landwehr, Lastrup

„So viele Ideen, so viele gute Vorschläge, so viel Engagement haben wir selten gesehen in der ersten Informationsveranstaltung zur Dorferneuerung", wunderten sich die Mitarbeiterinnen des Planungsbüros IPW aus Wallenhorst, als die rund 80 erschienenen Lastruper ihnen ihre Ideen zur Neugestaltung Lastrups präsentierten. So reichten die fünf Thementafeln kaum aus, alle Vorschläge aufzunehmen.

Dabei habe Lastrup durchaus auch große Potenziale, wie Landschaftsarchitektin Astrid Vieth in einer Präsentation aufwies. Nicht nur Dorfpark, Rathaus oder der Brink, auch schöne Gebäude und Villen seien positiv an Lastrup. Aber es gebe auch Verbesserungsmöglichkeiten.

Die Vertreterin des Planungsbüros stellte zunächst Zeitplan und Aufgabe der für Lastrup anstehenden Dorferneuerung vor. Noch befinde man sich in der Vorplanung dieses Pilotprojektes, für das neben Lastrup noch Gnarrenburg ausgewählt worden sei. Ziel der Dorferneuerung sei die Dorfentwicklung. Entscheidend seien die Nachvollziehbarkeit und die Transparenz der getroffenen Entscheidungen. So sei der Dialog mit den Bürgern und die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements vorrangig. Als Oberziel formulierten die Planer die Steigerung der Lebensqualität. Das Dorf müsse ein attraktiver Lebens- und Arbeitsort für alle Generationen sein. Dabei müsse der Ort den eigenen Weg entwerfen und gestalten. Es gehe in diesem Prozess um aktives und kreatives Handeln und um Kommunikation mit Bürgern und Experten. Immer müsse die Dorfgemeinschaft im Mittelpunkt stehen.

Zunächst werde ein Arbeitskreis von 10–15 Personen gebildet. Dazu gebe es ca. 5 verschiedene Projektgruppen. Diese senden je ein Mitglied als Sprecher in den Arbeitskreis. Die Planungsphase werde etwa 18 Monate dauern. In dieser Zeit solle ein Dorfentwicklungsplan entstehen. Die Umsetzungsphase sei mit rund sieben Jahren veranschlagt. Ziel sei dabei ein zukunftsfähiges Lastrup. Die Umsetzung solle ein gläserner Prozess sein, der von der dauernden Mitgestaltung der Bürger lebe.

Um das Ziel, Lastrup zukunftsfähig zu machen, zu erreichen, reiche es nicht, Straßen neu zu pflastern. „Es geht auch um soziale Vernetzung, um die Nahversorgung, um Freizeit- oder Mehrgenerationenangebote, um die Kulturlandschaft, um Wirtschaftsformen bei veränderter Landwirtschaft, um Arbeitsplätze oder Leerstandsmanagement,“ umriss Vieth die Aufgaben.

Im Brainstorming wurden dann von den Lastruper Bürgern Möglichkeiten der Verbesserung genannt und diese Themenfeldern zugeordnet. Da ging es um die Verbesserung des Verkehrsflusses, der Radwege, der Verbesserung der Ortseingänge, der Beseitigung oder Renovierung von Bauruinen und Altimmobilien, der Überarbeitung des Schilderwaldes, der Gestaltung des Brink und der Umsiedlung des Feuerwehrhauses, um Ökologie, um den Rückbau der ehemaligen B 213, um das Zusammenführen der durch die Ex-B213 zerschnittenen Ortsteile oder um Jugendförderung. Gewarnt wurde davor, Lastrup zu einem Museumsdorf zu machen. An Thementischen wurden diese Vorschläge diskutiert und Interessierte konnten sich zur Mitarbeit in Projektgruppen bereit erklären.

Und eine Hausaufgabe bekamen alle Besucher mit auf den Heimweg: „Schreiben Sie auf, was an Lastrup schön, liebenswert, gut ist! Lastrup hat schöne Seiten, sonst wären Sie alle bestimmt schon weggezogen", forderte Klaus-Dieter Karweik vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung als Organisator der Dorferneuerung die Besucher auf.

Bürgermeister Michael Kramer machte deutlich, dass Lastrup noch nicht offiziell in den Dorfentwicklungsplan aufgenommen sei, sondern nur die verbindliche Zusage habe, aufgenommen zu werden. Er stellte den weiteren Zeitplan vor mit den Treffen des Arbeitskreises am 18.04.2012, 14.05.2012 sowie am 04.06.2012.

 

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