zurück zur Übersicht | Datum 02.03.2012 | Kategorie: Allgemeines

Ein Zwangspunkt und ein Ausrufezeichen - Gemeinde Lastrup hält an Planungen für das Gewerbegebiet „Hohes Feld“ an der B 213 weiter fest

So könnte es sich einmal darstellen, das Gewerbegebiet Hohes Feld an der B 213 zwischen den Straßen Mittelwand (rechts) und Möhrengarten. Das Regenrückhaltebecken bildet den Puffer zur B 213 hin. Noch handelt es sich allerdings um einen Entwurf. Die Erschließung und die Grundstückszuschnitte werden noch bedarfsgerecht festgelegt und aufgeteilt. Grafik: Gemeinde Lastrup

Autor: Matthias Ellmann, Münsterländische Tageszeitung (MT)

Die Gemeinde Lastrup hält unverändert an ihrem Vorhaben „Gewerbegebiet Hohes Feld“ fest. Der Bau- und Planungsausschuss gab in seiner jüngsten Sitzung den Startschuss, in die Planungen für das Gebiet an der B 213 einzusteigen. „Lastrup setzt damit einen Zwangspunkt und ein Ausrufezeichen“, sagte Bürgermeister Michael Kramer nach dem einstimmigen Votum im Ausschuss. Zuletzt hatte es einige Irritationen um dieses Gewerbegebiet gegeben, weil der Landkreis in einen Teil dieser Fläche eine mögliche Alternativroute zum vierspurigen Ausbau der B 213 gelegt hatte. Diese Fläche, über zwei Hektar der gesamten neun Hektar des neuen Gewerbegebiets, solle die Gemeinde freihalten und nicht überplanen, so die Ausbau-Planer.

„Wir können nicht so lange warten, bis sich in zwei oder drei Jahren eine endgültige Trasse herauskristallisiert hat. Dann sind die Firmen, die sich jetzt dort ansiedeln wollen, woanders tätig“, betonte Kramer. Drei Unternehmen hatten bereits signalisiert, sich in dem neuen Gewerbegebiet ansiedeln zu wollen. Man müsse vor Ort schauen, was notwendig sei und die gemeindliche Entwicklung vorantreiben. „Reibereien mit dem Landkreis lasen sich da nicht immer vermeiden“, so Kramer. Es habe mehrere Gespräche mit dem Landkreis gegeben, auch noch in dieser Woche. Dort habe man, so Kramer, die Lastruper Gründe für das Gewerbegebiet sehr deutlich gemacht. Die Ausbauvariante der B 213, die in zwei öffentlichen Informationsveranstaltungen dargestellt worden sei, könne auch mit dem Gewerbegebiet „Hohes Feld“ an der Auffahrt Lastrup-Ost verwirklicht werden. Man habe dazu ein Regenrückhaltebecken an der B 213 geplant, das den notwendigen Abstand der Bebauung zur Bundesstraße gewährleiste.

Aloys Landwehr (CDU) empfand es als unverständlich, dass der Landkreis nun nach zwei Bürgerinformationen plötzlich eine andere Variante aus dem Hut zaubere. „Das stärkt in keiner Weise die Glaubwürdigkeit der Politik. Gegen diese Variante würde ich auch auf die Straße gehen“, sagte Landwehr.

Fabian Wesselmann (Grüne) vertrat die Auffassung, man solle weder die eine noch die andere Ausbauvariante in den gemeindlichen Planungen berücksichtigen. Der vierstreifige Ausbau sei teuer und überflüssig, so Wesselmann. Auch Bürgermeister Kramer räumte ein, er sehe den Ausbau kritisch, er erkenne aber auch die Chancen für Lastrup. Daher wolle die Gemeinde die Planungen positiv begleiten und eine Variante, nämlich den Ausbau der vorhandenen Ortsumgehung, mit einfließen lassen. Die so genannte Variante 2.3, die das neue Lastruper Gewerbegebiet durchschneiden würde, habe zwar nach wie vor planerischen Bestand, werde aber nicht als Vorzugsvariante für den vierstreifigen Ausbau gesehen. „Das wäre in meinen Augen auch Irrsinn“, meinte Kramer. Aufgrund der engeren Kurvenradien der Lastruper Ortsumgehung bedeute ein Ausbau im Bestand aber auch ein Tempolimit. „80 km/h sind ausgeschlossen, mindestens 100 km/h sind angepeilt“, erläuterte der Bürgermeister.

Der Ausschuss empfahl dem Gemeinderat einstimmig die Aufstellung des Bebauungsplanes für das Gebiet „Lastrup - Hohes Feld“ sowie die frühzeitige Bürgerbeteiligung und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Läuft alles glatt, kann im Frühjahr 2013 die Erschließung starten. Gebaut werden dürfen dort Gebäude bis zu einer Firsthöhe von 15 Metern.

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