zurück zur Übersicht | Datum 01.12.2014 | Kategorie: Rund um den Ort

Lastrup knackt zehn-Millionen-Grenze - Erträge belaufen sich auf 10,3 Millionen Euro

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 01.12.2014

von Matthias Ellmann

Lastrup In Lastrup ist es fast schon zur Tradition geworden: „Die Finanzierung aller im Haushalt 2014 enthaltenen Investitionen ohne Kreditaufnahme“, verkündete Kämmer Josef Pahls wie nahezu in allen Vorjahren auf der letzten Ratssitzung des Jahres. Der Nachtragshaushalt, den der Rat bei einer Enthaltung verabschiedete, weist sogar ein Plus von 800.000 Euro aus, obwohl in diesem Jahr größere Ausgaben erforderlich waren.

„Damit kann man leben. Der Nachtragshaushalt ist sehr positiv“, verwies Pahls unter anderem auf die um 500.000 Euro höher als erwartet ausgefallenen Gewerbesteuerbeträge. Die jetzt erzielten 4,5 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer seien eine enorme Größenordnung, lobte Pahls die Unternehmen im Gemeindegebiet. Aber auch der Ertrag von 840.000 Euro aus der Grundsteuer B (für bebaute Grundstücke) sei ein riesiger Batzen. Insgesamt würden die Erträge um 743.400 Euro auf nunmehr 10,3 Millionen Euro steigen. „Das ist gleichzeitig der erste Ergebnishaushalt der Gemeinde Lastrup, der die Zehn-Millionen-Grenze übersteigt“, betonte Pahls. 7,7 Millionen Euro davon stammten aus Steuererträgen. Aber auch in diesem Jahr hob der Kämmerer der Gemeinde Lastrup mahnend den Zeigefinger: "Im nächsten Jahr steigen unsere Abgaben“, warnte Pahls.

Diese Befürchtung hegte auch SPD-Fraktionssprecher Horst Schleider. „In Zukunft wird es schwerer, einen ausgeglichenen Haushalt hinzubekommen“. In diesem Jahr habe die Kreisumlage die Gemeinde mit 2,7 Millionen Euro belastet, im kommenden Jahr würden es 3,1 Millionen Euro. „Wo führt das hin“, fragte Schleider, der aber dennoch betonte, dass zumindest in diesem Jahr alle im Haushalt 2014 enthaltenen Investitionen ohne Fremdmittel durchgeführt werden.

Auch Thomas Westendorf hob für die CDU hervor, dass es gelungen sei, die geplanten Investitionen wie die Neugestaltung des Schulhofes, die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED, Erschließung von Baugebieten, Erwerb von Immobilien oder den Anbau an den Bunte-Welt-Kindergarten ohne eine Kreditaufnahme zu bewältigen. „Dafür möchte ich mich im Namen des Gemeinderats bei den Gewerbetreibenden in Lastrup bedanken. Es ist schön, dass es in der Gemeinde Lastrup so viele fleißige und aktive Unternehmer gibt“, sagte der CDU-Fraktionssprecher.

Auch mit der Dorferneuerung sei man ein großes Stück weitergekommen. Der Dorferneuerungsplan enthalte eine große Anzahl von Maßnahmen. „Hier wird es in den nächsten Jahren unsere Aufgabe sein, abzuwägen, welche Maßnahmen, wann in welchem Umfang umgesetzt werden. Dieses wird ein sicherlich spannender Prozess werden“.

Fabian Wesselmann (Grüne) meinte, die sehr hohen Gewerbesteuereinnahmen seien äußerst erfreulich. "Das haben wir sowohl den Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen als auch den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen in der Gemeinde zu verdanken“. Wesselmann drängte aber erneut darauf, den Städtering Zwolle-Emsland zu verlassen. „Wir sollten die Mitgliedschaft sofort kündigen und den vollkommen unsinnigen und für die Gemeinde sehr nachteiligen vierstreifigen Ausbau der B 213 nicht weiter unterstützen“, sagte der Grünen-Politiker. Leider sei auch kein Klimamanager eingestellt worden, das Baulückenkataster sei auf das nächste Jahr verschoben worden und Gewerbegrundstücke würden seiner Meinung nach zu günstig verkauft. „Uns entgehen Einnahmen und wir subventionieren unkontrolliert“.

In der abschließenden Abstimmung enthielt sich Wesselmann dann, während alle anderen Ratsmitglieder dem Nachtragshaushalt zustimmten.

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