zurück zur Übersicht | Datum 06.12.2014 | Kategorie: Rund um den Ort

Vlämische Straße soll zur Flaniermeile werden: Maßnahmenkatalog mit 81 Vorschlägen vorgestellt

„Haus der lebendigen Mitte“: Mittelpunkt des Dorflebens wird nach dem Maßnahmenkatalog das ehemalige Haus Meiners, in das unter anderem auch der Heimatverein einziehen wird. Foto: Landwehr

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 06.12.2014

Lastrup (la) „Nie gab es so viel Geld in der Dorferneuerung. Lastrup hat hier die Gunst der Stunde genutzt“, motivierte Klaus–Dieter Karweik, Fachgebietsleiter für Strukturförderung beim Landesamt für Geoinformation und Landesentwicklung Niedersachsen, die Planer und Ideengeber zur Dorferneuerung und Dorfentwicklung in Lastrup. Über 70 Interessierte waren ins Landhaus Lastrup gekommen, um sich über den Maßnahmenkatalog und über die weitere Planung zu informieren.

„Nach einem knapp dreijährigen Planungszeitraum ist nun die erste Phase abgeschlossen. Ein Maßnahmenkatalog mit 81 Vorschlägen zur Ortskernentwicklung, zu sozialen Belangen, zu Marketing Kommunikation und zum Handel und Wandel ist entstanden“, stellte Bürgermeister Michael Kramer fest.

„Lebendige Mitte Lastrup“ sei als Leitbild der Planungen erarbeitet worden, so Geschäftsführerin Astrid Vieth vom Planungsbüro ipw. Die Umgestaltung der Vlämischen Straße sei eine Hauptmaßnahme. „Diese Straße soll eine Flaniermeile werden“, so Vieth. Auch die Gestaltung der Kirch- und Schulstraße sei Bestandteil der Planung, Kolpingstraße oder Brinkstraße seien zu gestalten und die Ortsmitte mit den Naherholungsgebieten zu vernetzen. Ziel sei immer auch ein barrierefreies Lastrup. An der Schnelter Straße, der Ziegelstraße und an der Straße Dillen und Lüttken Oh seien Radwege geplant.

„Ziel der Siedlungs- und Ortskernentwicklung ist die nachhaltige Siedlungsentwicklung“, so Vieth. In der Ortsmitte soll eine durchmischte Nutzung von Handel, Dienstleistung, öffentlichen Einrichtungen und Wohnen erfolgen. Baulücken sollen geschlossen werden. Primäres Ziel ist eine Ortsmitte ohne Leerstand über längere Zeiträume.

Lastrups großzügige öffentliche und private Grünräume sollen mit der umgebenden Landschaft vernetzt und attraktiv ausgestattet werden, öffentliche Grünflächen werden zum Garten für die Bürger. Großbäume und Baumreihen sollen ortsbildbestimmend und zu einem Markenzeichen für Lastrup werden. So soll Lastrup ein attraktives touristisches Ziel mit grünem Ortskern werden, der Aufenthaltsqualität bietet. Ruhr und Mühlenbach sollen vernetzt und der Pfarrer-Götting-Platz umgestaltet, verschiedene Wege und Straßen wie Postweg und Allee begrünt und der Pastorenbusch neu gestaltet werden. Auch soll das Gastronomieangebot optimiert und ein Entdeckerpfad und ein Besinnungsweg angelegt werden.

Als eine wesentliche Anlaufstelle für eine Generalunternehmerschaft Lastrup und für ihr bürgerschaftliches Engagement könnte sich das Haus Meiners etablieren, das Bürgerhaus oder „Haus der lebendigen Mitte“ genannt werden könnte. Das Nutzungskonzept soll 2015 erarbeitet werden.

Als Ziel der kulturellen Entwicklung werde sich Lastrup zu einer lebendigen Dorfgemeinschaft und zu einem offenen Miteinander mit vielfältigen Kultur- und Sportangeboten entwickeln, bei denen das Miteinander von Jung und Alt gefördert werde, meinte Vieth. Dazu soll das Ehrenamt gefördert, sollen sich Veranstaltungen im Bereich Kunst, Kultur und Sport etablieren oder für die Jugend könnte ein Landkino eingerichtet werden.

Bürgermeister Kramer betonte, jeder Interessierte habe weiterhin die Möglichkeit mitzuarbeiten und neue Ideen einzubringen. Auch private Maßnahmen würden gefördert. Die Gemeinde Lastrup will die jeweilige Förderung um 50 Prozent aufstocken.

Mit den Eigentümern einiger maroder Gebäude in der Ortsmitte sei man im Gespräch über die weitere Nutzung. „Vor uns liegt eine spannende Zeit“, freute sich Kramer auf die nächsten sieben bis acht Jahre.

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