zurück zur Übersicht | Datum 14.01.2015 | Kategorie: Rund um den Ort

Lastrup setzt auf Wachstum mit Augenmaß

Es wird kräftig gebaut: An der Hamstruper Straße entstehen 20 Eigentumswohnungen unterschiedlicher Größe. Auch an anderen Stellen im Gemeindegebiet wachsen Häuser in die Höhe. Foto: Matthias Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 14.01.2015

von Matthias Ellmann

Lastrup Die 7.207 Einwohner der Gemeinde Lastrup dürfen sich über ein aus gemeindlicher Sicht rundum zufriedenstellendes Jahr 2014 freuen. „Wenn das neue Jahr so wird wie das vergangene, würde ich sofort einen Haken dahinter machen“, meint Bürgermeister Michael Kramer im MT-Gespräch. 

Denn erneut konnte die Gemeinde ohne Kreditaufnahme alle Investitionen finanzieren. Und das waren nicht wenige. 2,1 Millionen Euro kostete beispielsweise das neue Feuerwehrhaus an der Schnelter Straße, 250.000 Euro die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED, ebenfalls 250.000 Euro kostete die Erschließung des Baugebiets an der Linderner Straße. 760.000 Euro gab die Gemeinde für Grunderwerb aus.

Die Gewerbesteuereinnahmen steigen, die Einwohnerzahl ebenfalls. Das soll natürlich so bleiben. 68 Geburten im vergangenen Jahr, dazu viele Zuzüge: Das macht unter dem Strich ein Einwohnerplus von 150 gegenüber dem Jahr 2013. Für Michael Kramer ein Zeichen, „dass wir auf dem richtigen Weg sind“.  

Lastrup sei für junge Familien interessant, biete günstige Preise, eine attraktive örtliche Infrastruktur und eine gute Verkehrsanbindung. 19 Baugrundstücke hat die Gemeinde im vergangenen Jahr verkauft, hinzu kommen sieben Erbpachtgrundstücke. 

Die Neubaugebiete „In den Hollen“ im Ortsteil Hemmelte und „Auf der Oh“ in Lastrup „sind voll“, so der Bürgermeister. Für das Baugebiet Linderner Straße in Lastrup hingegen sind noch Bewerbungen möglich.

Gut angenommen werde das Lastruper Wohnbauförderungsprogramm, das Bauherren bis zu 10.000 Euro Unterstützung beim Bau eines selbst genutzten Eigenheims gewährt. Im vergangenen Jahr seien 13 Häuser mit insgesamt 53.500 Euro bezuschusst worden.

Zudem habe die Gemeinde den gewerblichen Wohnungsbau gefördert, so dass auch wieder Wohnungen im Angebot seien. Das sei lange Zeit nicht der Fall gewesen. So entstehe auf dem Gelände des früheren Coma-Marktes an der Hamstruper Straße gerade ein größeres Haus mit 20 unterschiedlich großen Eigentumswohnungen.

18 neue Betriebe hätten ein Gewerbe angemeldet, drei Gewerbegrundstücke seien verkauft worden. Das Gewerbegebiet Hohes Feld an der B 213 sei komplett erschlossen. Hier lägen bereits mehrere Anfragen von ansiedlungswilligen Unternehmen vor, so Kramer.

Voran geht es auch im Bereich der Dorferneuerung. Hier sind die Planungen abgeschlossen, jetzt soll es an die konkreten Maßnahmen gehen. Aus dem früheren Meiners-Haus soll ein Bürgerhaus werden, „ein Haus für die gesamte Bevölkerung“. Hier soll unter anderem der Heimatverein unterkommen, das Jugendparlament, und auch ein Trauzimmer könnte in dem denkmalgeschützten Gebäude eingerichtet werden. Zudem sollen im Ortskern die Vlämische Straße, Schulstraße und Kirchstraße umgestaltet werden.

In diesem Jahr wolle die Gemeinde, erklärt der Bürgermeister, „massiv in den Grunderwerb investieren“. Zum einen benötige man Tauschflächen. Darüber hinaus soll in Hemmelte ein neues Baugebiet ausgewiesen werden. In  Kneheim steht bereits die Erschließung von zehn weiteren Bauplätzen an. „Wir setzen auf Wachstum. Aber bedarfsgerecht“, betont Michael Kramer.

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