zurück zur Übersicht | Datum 15.01.2015 | Kategorie: Rund um den Ort

Politik will den Lastruper Ortskern sichern; Gemeinderat stimmt für Bebauungsplan und Veränderungssperre

Altes erhalten, Neues einfügen: Ein harmonisches Gesamtbild strebt der Lastruper Gemeinderat im Ortskern an und stimmte daher für die Aufstellung eines Bebauungsplans für diesen Bereich. Foto: Matthias Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 15.01.2015

von Matthias Ellmann

Lastrup Der Lastruper Gemeinderat hat in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr dem Bebauungsplan Nr. 79 zugestimmt. Dieser B-Plan bezieht sich auf den Ortskern. Gleichzeitig erließ der Rat eine Veränderungssperre für dieses Gebiet. Damit solle sichergestellt werden, so Josef Pahls, der allgemeine Stellvertreter des Bürgermeisters, dass die Ziele des Dorfentwicklungskonzepts nicht „auf die Schnelle konterkariert werden, bis der neue Bebauungsplan verbindliche Regeln schafft, damit jeder weiß, was er bauen darf“. Fortan und für die Dauer von zwei Jahren können daher Bauvorhaben im Ortskern nur noch im Einvernehmen mit der Gemeinde durchgeführt werden.  Auch der Abriss eines Gebäudes fällt unter diese Regelung. Damit betreibe man aber keine Verhinderungspolitik oder eine Blockade, denn in Einzelfällen könnten Vorhaben in Abstimmung mit der Gemeinde durchgeführt werden. Und alles, was bis zu diesem Zeitpunkt bereits genehmigt worden sei, könne natürlich ebenfalls realisiert werden.

Ein wesentlicher Bestandteil des Dorferneuerungsplanes sei ein Entwicklungs- und Handlungskonzept mit einer Vielzahl von Maßnahmen für die Entwicklung einer bedarfsgerechten Infrastruktur, Verkehr, Siedlungsentwicklung, Imagekonzept, Tourismusförderung, Demografie, Kultur, Freizeit und vieler anderer Bereiche des gemeindlichen Zusammenlebens, erläuterte Josef Pahls.

Eine zentrale Bedeutung für die weitere Entwicklung falle dabei dem Ortskern zu. Mit diesem Bereich habe sich auch der Arbeitskreis Dorferneuerung eingehend beschäftigt und auseinandergesetzt. Hinsichtlich seiner Baukultur weise der Ortskern heute allerdings relativ wenig Zeugen der regionalen Bautradition und historische Gebäude auf, die den Ort ansonsten prägen würden, wie man das ja häufig in historischen Ortskernen vorfinde, so Pahls. Gleichwohl gebe es auch im Lastruper Ortskern einen Bestand an gewachsener und historischer Baukultur. 

Es sei eine zentrale Aufgabe im Rahmen der Dorfentwicklung, den Bestand an historischer Baukultur im Wert zu erhalten, zu sanieren und durch entsprechende Nutzungen oder Umnutzungen dauerhaft zu sichern. Einzelne Beispiele, wo das hervorragend gelungen ist, gebe es im Ortskern ja auch. Es gehe aber dort nicht nur um den Erhalt vorhandener Baukultur. Für die Außenwirkung und ihre gewünschte Wahrnehmung sei darüber hinaus eine neue Baukultur notwendig. „Ein neues zeitgemäßes Verständnis von Bauen eben“, sagte Pahls. 

Neue Bausubstanz solle sich aber in seiner eigenen zeitgemäßen Gestaltung in das Ortsbild einfügen. Daher wolle man jetzt die bauliche Entwicklung des Ortskerns über einen noch aufzustellenden Bebauungsplan verbindlich regeln. Maßnahmen und Zielsetzungen dabei seien die Verbesserung des Ortsbildes, eine nachhaltige Siedlungs- und Ortskernentwicklung, Imagekonzept und Identitätsförderung sowie Tourismusförderung. Da es für den Ortskern bisher keinen verbindlichen Bebauungsplan gab, wolle man jetzt eine verträgliche bauliche und strukturelle Weiterentwicklung  im Sinne des Dorfentwicklungskonzepts für den Lastruper Ortskern steuern.

Das sahen die Lastruper Ratsmitglieder ähnlich und stimmten, ebenso wie schon zuvor der Bau- und Planungsausschuss, der Aufstellung des Bebauungsplans sowie der für dieses Gebiet ab sofort geltenden Veränderungssperre einstimmig zu.

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