zurück zur Übersicht | Datum 11.02.2015 | Kategorie: Allgemeines

Kunstrasen macht Bolzplatz zum Ballsaal

So soll es nicht bleiben: Den Bolzplatz an der Oberschule will die Gemeinde mit einem Kustrasen zur feinen Stube machen. Foto: Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 11.02.2015

von Matthias Ellmann

Lastrup. Lastrup zeigt Herz für junge Sportler: Für das Fußballcamp der „Youngstars“ in der Sportschule Lastrup möchte die Gemeinde ihren Zuschuss von bisher 3.000 Euro auf bis zu 4.500 Euro erhöhen. Zudem sollen auf dem Gelände der früheren Sporthalle an der Oberschule zwei kleine Fußballfelder mit Kunstrasen entstehen. In beiden Fällen fiel die Entscheidung im Ausschuss für Jugend, Kultur und Sport jetzt einstimmig aus.

Die „Youngstars“ der Gemeinde Lastrup bieten in der Zeit vom 29. März bis zum 2. April auf dem Gelände der Sportschule Lastrup wieder ein Champions-Trophy Fußball- und Sportcamp an. Eingeladen sind hier alle Mädchen und Jungen der E- und D-Jugend der Jugendspielgemeinschaft Lastrup-Kneheim-Hemmelte oder der Vereine FC Lastrup, BV Kneheim und SV Hemmelte.

Um die Kosten für die Eltern im verträglichen Rahmen zu halten, hatte die Gemeinde das Camp in den vergangenen Jahren jeweils mit 3.000 Euro unterstützt. Nachdem aber die Sportschule im Jahr 2013 die Übernachtungskosten, so Bürgermeister Michael Kramer, „nicht unerheblich erhöht“ habe, reiche dieser Zuschuss nicht mehr aus. Die Übernachtungskosten seien pro Kind von 17,50 Euro auf 22 Euro und für Erwachsene von 25 Euro auf 33 Euro gestiegen. Bei 65 Teilnehmern und 16 Betreuern ergebe das einen Mehraufwand in Höhe von 2.150 Euro. Schon im vergangenen Jahr seien die Veranstalter nur deshalb über die Runden gekommen, weil ein Überschuss aus dem Jahr 2013 finanzielle Lücken gestopft habe.

In diesem Fußballcamp werde der Fokus nicht nur auf die Sportart Fußball gelegt, sondern auch der Solidargedanke fließe mit ein. Kinder aus allen Vereinen der Gemeinde seien beteiligt, für die die Betreuer ein umfangreiches Programm bereit hielten. „Das Camp ist wichtig für den Zusammenhalt in der Gemeinde“, betonte Kramer.

Aber nicht nur die Gemeinde, auch die Eltern werden etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Statt bisher 130 Euro beträgt ihr Beitrag jetzt 145 Euro. „Es soll aber kein Kind außen vor bleiben“ entgegnete Kramer auf Anfrage des SPD-Ratsherren Horst Schleider. Sollten Eltern aus finanziellen Gründen nicht in der Lage sein, ihr Kind für das Camp anzumelden, werde die Gemeinde schauen, welche Möglichkeiten der Unterstützung es gebe. Infrage käme zum Beispiel das Bildungs- und Teilhabepaket. Auch der soziale Verein „Bürger für Bürger Lastrup“ könne helfend eingreifen.

Größer wird die finanzielle Belastung der Gemeinde beim Bau von zwei Kunstrasen-Fußballfeldern auf dem Pausengelände der Oberschule. 90.000 Euro wird das Projekt kosten, mit dem Bürgermeister Kramer viele Vorteile verbindet. Das bisherige Gelände sei trotz einer Drainage stets sehr feucht, die Schüler würden „klitschnass“ von der Pause in der Unterricht kommen, erläuterte Kramer. Rasen sei auf der Bolzfläche schon lange nicht mehr zu sehen. Den Boden aufzulockern oder auszutauschen werde etwa 6.000 Euro kosten, biete aber keine Gewähr, „dass es besser wird“.

Daher sei die Idee gereift, dort zwei Kunstrasen-Minispielfelder anzulegen. Die Planungen sehen vor, eine Fläche von insgesamt 1.160 Quadratmetern mit Kunstrasen zu versehen. Auf dieser Fläche werden dann die beiden jeweils 15 x 25 Meter großen Spielfelder anzuordnen. Die Fertigstellung ist spätestens zum Sommer anvisiert.

„Das wäre ein super Platz, zentral im Ort, und wenn die Plätze genauso pfleglich behandelt werden wie die Skateranlage, hätten wir auf Jahre Ruhe“, betonte Kramer. Zudem unterstütze die Kreisschulbaukasse das Vorhaben zu 50 Prozent. „Und selbst wenn wir dann irgendwann eine neuen Belag benötigen, zeigt das doch nur, dass der Platz genutzt wird“. Denn der Minifußballplatz soll allen Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde zur Verfügung stehen.

Schlechter ist es um die Bewirtung im Kiosk des Freibades bestellt. Der bisherige Pächter hat erklärt, die Bewirtung aufgrund der wetterabhängigen schwierigen Planungen nicht wieder zu übernehmen. Denkbar sei jetzt zum Beispiel eine Automatenversorgung, erklärte Kramer. Technisch sei dies möglich. Es gebe aber noch einiges zu bedenken. Die Gemeinde sei offen für Vorschläge. „Vielleicht finden wir eine Lösung“, sagte der Bürgermeister.

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