zurück zur Übersicht | Datum 12.03.2015 | Kategorie: Allgemeines

Dorferneuerung startet im Ortskern; Kreuzung in Lastrup wird durch Kreisverkehr ersetzt

Datensammler: Franz-Joseph Thomm (links) und Martin Wehmann vom Ingenieurbüro IPW vermessen die Kreuzung an der Ecke Vlämische Straße/Linderner Straße. Hier soll ein Kreisverkehr entstehen, erklärt Bürgermeister Michael Kramer (rechts). Foto: Matthias Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 12.03.2015

von Matthias Ellmann

Lastrup. Drei Jahre lang haben Arbeitskreis und Projektgruppen überlegt, Ideen gesammelt und einen Dorfentwicklungsplan erstellt, der 81 Einzelmaßnahmen umfasst. Jetzt geht die Dorferneuerung Lastrup nach und nach in die Umsetzungphase. 

Ein erster Schritt ist dabei die Vermessung des Dorfkerns. „Das ist die Grundlage für alle weiteren Planungen in dem Bereich zwischen Vlämischer Straße und Kirchstraße“, sagt Bürgermeister Michael Kramer. Spätestens 2016 sollen dann Rückbau und Umgestaltung der früheren Bundesstraße beginnen. Dabei sind gegensätzliche Wünsche und Anforderungen umzusetzen. Zum einen soll die Straße eine barrierefreie, grüne Flaniermeile werden, zum anderen muss die Fahrbahnbreite weiterhin ausreichen, um bei einer Sperrung der Ortsumgehung den Ausweichverkehr, also auch große Lastwagen, im Begegnungsverkehr aufnehmen zu können. „Wir können die Straße etwas schmaler gestalten, viel wird es aber wohl nicht sein“, meint Kramer und beschreibt das zukünftige Aussehen mit „zweckmäßig schön“. 

Zudem führen Straßen unterschiedlicher Qualifikation, von der Landes- bis zur Ortsstraße, auf die Vlämische Straße und müssen mit eingebunden werden. „Alle Straßenquerungen müssen mit einfließen. Das erfordert einen hohen Abstimmungsaufwand. Wir werden ein Konzept erstellen und sehen, was wir wollen und was machbar ist“, betont der Bürgermeister.

Sicher ist bereits, dass die große Ampelkreuzung am Einkaufzentrum einem Kreisverkehr weichen wird. Die jetzt vom Ingenieurbüro IPW aus Wallenhorst gewonnenen Messdaten sollen auch Auskunft darüber geben, welche Fläche zur Verfügung steht und ob es eventuell möglich ist, einen fünfarmigen Kreisverkehr zu bauen, der eine eigene Auffahrt zum Einkaufszentrum aufweist. Der Umbau der Kreuzung wird die erste gemeindliche Baumaßnahme der Dorferneuerung im Ortskern sein.

Parallel dazu fördert die Gemeinde auch private Baumaßnahmen im Entwicklungsbereich der Ortsmitte. 30 Prozent der Kosten, maximal aber 30.000 Euro, von Maßnahmen, die den Zielen der Dorfentwicklung entsprechen, übernimmt dann die Gemeinde. In Lastrup sei es besonders wichtig, den Bestand an historischer Baukultur in Stand zu halten, zu sanieren und durch (Um-) Nutzung-)Nutzung dauerhaft zu sichern. Das Ortsbild von Lastrup weise heute nur noch relativ wenige Zeugen der regionalen Bautradition und Objekte historischen Bau-Erbes auf. Die Förderung stelle Unterstützung und Motivierung von Bauwilligen dar, begründete Bürgermeister Kramer das Förderprogramm, das am 1. April in Kraft tritt.

„Die Bürger können sich jetzt Gedanken machen, was sie machen wollen und was sie machen können“, sagt Bürgermeister Kramer. Denn die Förderfähigkeit wird immer im Einzelfall durch einen von der Gemeinde eingesetzten Ausschuss entschieden. Dieser besteht unter anderem aus Vertretern des Amtes für regionale Landesentwicklung, dem Bürgermeister, dem beauftragten Büro für die Umsetzungsbegleitung der Dorferneuerung sowie je einem Vertreter des Arbeitskreises der Dorferneuerung Lastrup und einem weiteren Vertreter des Rates der Gemeinde Lastrup. „Wir bieten hier ein Rundum-Sorglos-Paket. Bauwillige bekommen die ganze Unterstützung der Gemeinde. Das sollte man nicht unterschätzen“, wirbt CDU-Ratsherr Aloys Landwehr für das Förderprogramm.

Veranstaltungen

Veranstaltungskalender

Oktober 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
25262728293001
02030405060708
09101112131415
16171819202122
23242526272829
30310102030405