zurück zur Übersicht | Datum 17.03.2015 | Kategorie: Allgemeines

„Bürger für Bürger“ begrüßt Asylbewerber - Lastrup soll zur neuen Heimat werden: Sozialer Verein überreicht Willkommensgruß

Herzlich willkommen: Große Freude herrschte bei den Asylbewerbern über das Begrüßungspaket, das Conrad Meyer (hinten rechts) und Reinhard Möller (stehend, links) vom Verein „Bürger für Bürger“ und die stellvertretende Bürgermeisterin Stephanie Landwehr (Zweite von rechts) überreichten. Foto: uu

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 17.03.2015

Lastrup (uu). Ein Begrüßungspaket als Willkommensgruß mit Informationsmaterial über die Gemeinde, Schreibutensilien für den Deutschkurs und Süßigkeiten hat jetzt der Verein „Bürger für Bürger Lastrup“ an Flüchtlinge aus Afghanistan, Pakistan, Iran und Syrien überreicht. „Wir wollen, dass unsere Asylbewerber von Anfang an spüren: Sie sind in Lastrup willkommen“, sagten der Vorsitzende Conrad Meyer und sein Stellvertreter Reinhard Möller im Pfarrheim, wohin sie die Asylbewerber eingeladen hatten. 

Ziel dieser Aktion sei es, Menschen, die auf der Flucht waren und eine neue Heimat suchen, ein Stück Identität zu geben, „indem sie über sich auch sagen können und dürfen ,Ich bin ein Lastruper’“, betonte Meyer. Lastrup solle zur neuen Heimat für sie werden. Dies setze selbstverständlich einen Prozess der Integration voraus. „Das wichtigste, was man hier zuerst lernen muss, ist die deutsche Sprache. Dafür hat der Heimatverein pensionierte Lehrer gewinnen können, die mit ihnen einen Sprachkurs absolvieren“, sagte Reinhard Möller. Die Lehrer hätten den Verein angesprochen und gesagt, den Asylbewerbern fehle eine Tasche, wenn sie zum Deutschkurs kommen. „Eine solche Tasche schenken wir ihnen nun als Willkommensgruß“, meinten Meyer und Möller. Damit die Tasche nicht so leer ist, habe der Verein die mit einigen Sachen gefüllt, „die jeder Asylbewerber hoffentlich gebrauchen kann“.. 

„Ich finde es total klasse, was der Verein „Bürger für Bürger“ hier macht“, freute sich die stellvertretende Bürgermeisterin Stephanie Landwehr. „Wir erwarten von Gesellschaft und Politik einen menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen. Es ist nicht nur ein Gebot des Asylrechts, sondern vor allem auch der Menschlichkeit, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die Menschen zu unterstützen, die in Lastrup Schutz suchen“, betonte Landwehr. 

Auch die Asylbewerber selbst freuten sich über die Einladung des Vereins „Bürger für Bürger“. „Die Leute hier sind freundlich. Sie geben uns das Gefühl, dass wir keine Fremden sind, dass wir dazugehören“, sagte der aus Afghanistan stammende Mamoon Hotak. „Dafür bin ich sehr dankbar.“ Auch der 37-jährige Iraner Ali Ghobadi Pour fühlt sich in Lastrup willkommen. „Die Menschen hier sind sehr nett, alles ist in Ordnung – auch wenn ich meine Heimat Iran vermisse und davon träume, sie eines Tages wiederzusehen.“ 

In Lastrup, Suhle, Nieholte, Hemmelte und Hamstrup leben zurzeit 58 Asylbewerber, die dezentral in verschiedenen Wohnungen untergebracht sind.

Reinhard Möller verwies darauf, das es in der Gemeinde viele Sportangebote gebe, an denen die Asylberwerber teilnehmen könnten. Falls es an notwendigen Ausrüstungsgegenständen oder Bekleidung wie zum Beispiel Fußballschuhen fehle, werde der Verein versuchen, Abhilfe zu schaffen. Für weitere Informationen stehen natürlich auch die Mitarbeiter des Sozialamtes zur Verfügung. 

Veranstaltungen

Veranstaltungskalender