zurück zur Übersicht | Datum 17.04.2015 | Kategorie: Rund um den Ort

Anwohner sorgen sich um ihre Kinder - Hemmelter fordern Rad- oder Fußweg an der Darreler Straße am Neubaugebiet „In den Hollen“

Schmal und schnell: Die Anwohner aus dem Hemmelter Neubaugebiet "In den Hollen" (rechts) fürchten vor allem um die Sicherheit ihrer Kinder und fordern einen Radweg sowie verkehrsberuhigende Maßnahmen auf der Darreler Straße. Foto: Matthias Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 17.04.2015

von Matthias Ellmann

Hemmelte. Die Gemeinde Lastrup wird überprüfen, ob sie an der Darreler Straße im Ortsteil Hemmelte einen Rad- oder Fußweg anlegen kann. Das sagte Bürgermeister Michael Kramer auf der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschuss. 

Anlass ist ein entsprechender Antrag der Anwohner aus dem neuen Baugebiet. Diese hatten bereits im Oktober vergangenen Jahres und jetzt noch einmal auf die ihrer Ansicht nach gefährliche Verkehrssituation auf der schmalen Straße am Rande ihrer Siedlung hingewiesen. Sie sei von einem Auto auf den Grünstreifen abgedrängt worden, als sie mit ihrem Fahrrad und einem Fahrradanhänger, in dem ihre zweijährige Tochter saß, die Darreler Straße befuhr, schildert eine Anwohnerin. 

Im Gespräch mit den anderen Bewohnern der Siedlung habe sie festgestellt, dass diese ähnliche Situationen auch schon mehrfach erlebt hätten. Das Baugebiet sei sehr kinderreich, und die Kinder müssten, wenn sie die Hemmelter Grundschule auf kürzestem und damit bestem Wege erreichen wollen, mit ihrem Fahrrad die Darreler Straße befahren. Erschwerend komme hinzu, dass auf der Straße eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h gelte. Die Darreler Straße sei zwischen dem Neubaugebiet und der Bahnhofstraße kurvenreich und schlecht einzusehen, zudem unbeleuchtet.

Die Anwohner fordern daher einen Bürgersteig und/oder Fahrradweg zwischen dem Neubaugebiet „In den Hollen“ und der Bahnhofstraße in Hemmelte sowie eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf diesem Teilstück von höchstens 50 km/h. Weiter sollten bauliche Maßnahmen wie der Einbau von Schwellern oder Inseln dafür sorgen, dass diese Geschwindigkeitsbegrenzung auch eingehalten wird. Überdies müsste das genannte Teilstück eine Straßenbeleuchtung bekommen. „Um einen schweren Verkehrsunfall zu vermeiden, muss an der Darreler Straße etwas geschehen. Wir sind äußerst besorgt und möchten, dass unsere Bedenken ernst genommen werden“, schreiben die Anlieger. Dem Antrag angehängt ist eine Unterschriftenliste, die nahezu 150 Hemmelter gezeichnet haben. „Das zeigt, dass ein Großteil der Hemmelter Bevölkerung unser Anliegen unterstützt“, so die Bewohner des Neubaugebiets.

Die Gemeinde habe daraufhin, so Bürgermeister Kramer, ihr Verkehrszählgerät zu verschiedenen Zeitpunkten an der Darreler Straße postiert. Einzig während der Sperrung der B 68 hätten sich auf der Straße erhöhte Fahrzeugwerte ergeben. Zu allen anderen Messzeiten habe die Verkehrsbelastung bei 17 bis 18 Fahrzeugen pro Stunde gelegen, was sehr gering sei. Über 85 Prozent der Autofahrer hätten sich zudem an die geltende Höchstgeschwindigkeit gehalten. Die Verkehrskommission des Landkreises habe daher keine Notwendigkeit erkannt, hier tätig zu werden.

Dennoch wolle die Gemeinde jetzt prüfen, ob ein Fuß- oder Radweg, so Kramer, „dort überhaupt machbar ist“. Zudem wolle die Gemeinde ermitteln, wie teuer der Bau werden würde. In diesem Haushaltsjahr ist die Maßnahme allerdings nicht vorgesehen.

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