zurück zur Übersicht | Datum 09.06.2015 | Kategorie: Rund um den Ort

Lastrup freut sich mit Michaela Meyer

Empfang im Lastruper Rathaus: Bürgermeister Michael Kramer (rechts) mit Michaela Meyer, Achim Wach (links), Almut Opolka und Andreas Krems (Verkehrssicherheitskommission). Foto: Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 09.06.2015

Von Matthias Ellmann

Lastrup. Mit einem Empfang im Rathaus hat die Gemeinde Lastrup Michaela Meyer geehrt. Die 32-jährige Rollstuhlfahrerin aus Lastrup war am vergangenen Freitag in Berlin von Bundespräsident Joachim Gauck für ihren langjährigen Einsatz in dem Präventionsprojekt „Mit Unfallopfer und Notärztin an die Front“ mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden (MT berichtete). Nicht nur das Staatsoberhaupt selber, sondern auch dessen Lebensgefährtin Daniela Schadt hatten sich viel Zeit genommen für die kleine Delegation aus Lastrup. „Eine halbe Stunde lang hat sie mit uns gesprochen“, sagt Michaela Meyer. Nach ihrer Rückkehr aus der Bundeshauptstadt hatten dann die Nachbarn aus der Olympiasiedlung die 32-Jährige festlich empfangen.

Seit 2005 engagiert sich Michaela Meyer im Team mit dem Kriminalbeamten Achim Wach und der Notärztin Almut Opolka in der Unfallprävention, nachdem sie nach einem Autounfall im Jahr 2001 auf den Rollstuhl angewiesen ist. Mit ihrem damaligen Freund hatte Michaela Meyer eine Discotour unternommen. Auf dem Rückweg nach Lastrup krachte es. 

„Ich habe mich sehr gefreut, dass Sie diese Auszeichnung entgegen nehmen durften“, sagte Bürgermeister Michael Kramer. Die Aufklärungsarbeit, die sie gemeinsam mit ihren beiden Mitstreitern seit Jahren bei Kindern und Jugendlichen betreibe, sei ungemein wichtig. Jährlich erreicht das Team etwa 3000 junge Menschen vor allem in Schulen, Jugendorganisationen und auf Veranstaltungen zur Verkehrssicherheit.

„Wir versuchen allen Anfragen gerecht zu werden, aber immer gelingt uns das nicht“, sagte Achim Wach. Denn mittlerweile, so der Polizeioberkommissar, träfen Anfragen aus ganz Deutschland für dieses einmalige Projekt ein. „Das ist einfach nicht zu leisten“. Wach stellte auch die Besonderheit dieses Präventionsprojekts heraus. „Durch Michaela hat das Opfer ein Gesicht. Diese Wirkung, diesen Eindruck kann man mit Bildern oder Worten nicht erreichen“. Michaela Meyer ist das warnende Beispiel, wenn sie gemeinsam mit Almut Opolka und Achim Wach vor Schulklassen und Gruppen spricht.

Der Leiter der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, Günter Schell, betonte: „Wir Polizisten würden nicht so dicht an die Kinder herankommen. Ihr Einsatz ist nicht hoch genug zu bewerten. Die Verdienstmedaille ist ein Ausdruck der Wertschätzung für dieses Engagement“.

Michael Kramer äußerte die Hoffnung, „dass Sie diese Aktion noch lange weiterführen werden“. Was Michaela Meyer, stellvertretend für das Team, auch prompt zusagte. „Solange wir gefordert werden, machen wir weiter“.

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