zurück zur Übersicht | Datum 13.06.2015 | Kategorie: Rund um den Ort

In 14 Jahren 674 Hektar neu geordnet - Ziele des Flurbereinigungsverfahren erreicht

Alles in Butter: Über das erfolgreiche Ende des Flurbereinigungsverfahrens freuen sich (vorne von links) Rainer Ahlers (ArL), Josef Kröger, Werner gr. Austing, Franz Böhmann (alle TG), Liborius Klaas (LWK), Gerd Fabian (ArL) sowie (hinten von links) Manfred Rüter (TG), Hubert Hoppe (TG-Vorsitzender), Franz-Josef Grote (TG-Stellv. Vorsitzender), Michael Kramer (Bürgermeister Gemeinde Lastrup), Josef Ostermann (TG). Es fehlen: Friedrich Krümpelmann, Hans Huster-Klatte und Günter Hinrichs (alle TG).

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 13.06.2015

Lastrup (mt). Die vor dem Bau der Umgehungsstraße befürchteten agrarstrukturellen Schäden sind durch das Flurbereinigungsverfahren Lastrup-Umgehung weitgehend verhindert worden. Auch die für das Unternehmen erforderlichen Flächen konnten im Rahmen dieses Verfahrens freihändig erworben und in die Trasse der neuen Straße verlegt werden, erklärte Projektleiter Gerd Fabian vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser Ems (ArL WE) auf der letzten Sitzung des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft. 

„Es war daher nicht erforderlich, die Flächenaufbringung auf alle Grundstückseigentümer zu verteilen“, stellte Fabian erfreut fest. Damit seien die Ziele des Flurbereinigungsverfahrens erreicht worden.

Hubert Hoppe begrüßte als Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft auf der letzten Vorstandssitzung im laufenden Flurbereinigungsverfahren neben den Vorstandsmitgliedern und ihren Stellvertretern auch Bürgermeister Michael Kramer und Verfahrensbearbeiter Rainer Ahlers (ArL WE), Liborius Klaas (Landwirtschaftskammer Niedersachsen-LWK) sowie Martin Mühlsteff vom Verband der Teilnehmergemeinschaften. Er bedankte sich bei allen Anwesenden für ihren Einsatz und hob insbesondere Gerd Theissing (ehemals LWK) hervor, der bis zu seinem Ruhestand die Teilnehmer intensiv bodenkundlich beraten habe und die Gemeinde Lastrup, die immer ihren Ratssaal zur Verfügung gestellt hatte.

Gerd Fabian erinnerte an die Verfahrensschritte. 2001 erfolgte die Verfahrenseinleitung mit 674 Hektar Größe und 159 Teilnehmern. 2004 kam dann die Feststellung der Wertermittlung als Tauschgrundlage und 2008 die Änderung des Planfeststellungsbeschlusses zur Umgehungsstraße durch den Wege- und Gewässerplan, damit auf Wunsch der Teilnehmer im Oldendorfer Esch ein Weg verlegt und die Schlaglängen fast verdoppelt werden konnten. 

Nach Abschluss der restlichen Straßenbauarbeiten wurde der Flurbereinigungsplan vorgelegt. Alle 24 Widersprüche gegen den Flurbereinigungsplan seien einvernehmlich erledigt werden, so dass 2011 der Flurbereinigungsplan unanfechtbar und damit bestandskräftig wurde. Das Liegenschaftskataster konnte dann 2014 und das Grundbuch im Winter 2015 vollständig berichtigt werden. 

Da nun der Flurbereinigungsplan ausgeführt ist, kann das Flurbereinigungsverfahren in diesem Sommer auch mit der Schlussfeststellung abgeschlossen werden. Auch sind keine Aufgaben mehr für die Teilnehmergemeinschaft verblieben, so dass diese ebenfalls noch in diesem Jahr aufgelöst wird. 

„Ein besonderer Dank geht an den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft, der in den 13 vorangegangen Sitzungen eine Anwesenheitsquote von 97 Prozent erreichte, obwohl damit oft Einschränkungen für den eigenen Betrieb verbunden waren“, sagte Gerd Fabian abschließend. 

Fakten:

  • Die Ortsumgehung Lastrup ist 5,6 Kilometer lang und im 2+1-System gestaltet. Sie wurde im Dezember 2009 eingeweiht. Die Baukosten lagen bei etwa 18 Millionen Euro.
  • Bis zur Fertigstellung fuhren täglich rund 13.000 Fahrzeuge, darunter über 3.000 Lastwagen, durch den Lastruper Ortskern.
  • Vom Bau der Ortsumgehung betroffen waren 159 Grundstückseigentümer.

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