zurück zur Übersicht | Datum 07.07.2015 | Kategorie: Rund um den Ort

Auch Nipper spürt den Russland-Boykott

Spezialisiert: Firmeninhaber Johannes Nipper (Mitte) informierte die Lastruper Ratsherren (rechts Alfons Brinker, links Georg Rüter) über die Werkzeugschleiferei. Foto: Landwehr

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 07.07.2015

Lastrup (la). „Die Erweiterung unseres Betriebes um eine neue Halle ist fast abgeschlossen“, informierte Geschäftsführer Johannes Nipper die Mitglieder des Rates der Gemeinde Lastrup, die sich regelmäßig vor Ratssitzungen über die Leistungsfähigkeit der Lastruper Firmen ein Bild machen.

Johannes Nipper, der zusammen mit seinem Bruder Ludger die Nipper GmbH Werkzeugschleiferei in Lastrup führt, erinnerte zunächst an die Geschichte der Firma, die vor genau 25 Jahren in Molbergen mit zwei Mitarbeitern gegründet wurde. Begann man 1990 zunächst auf etwa knapp 50 Quadratmetern Werkstattfläche Werkzeuge zu schleifen, so beschäftigt die Firma nun bereits 36 Mitarbeiter auf etwa 2.000 Quadratmetern Arbeitsfläche. Gerade eben sei eine neue Halle errichtet und bezogen worden, für die etwa eine Million Euro investiert wurden.

„Dabei war der Hallenbau noch am billigsten“, verdeutlichte Johannes Nipper die Kosten der neuen Spezialmaschinen. Denn heute werden nur noch in einem sehr kleinen Arbeitsbereich Werkzeuge von Hand geschliffen. Die Werkzeugschleiferei ist zum großen Teil automatisiert. Dazu hat sich die Firma Nipper mit ihren Spezialmaschinen auf die Herstellung von individuellem Werkzeug zum Beispiel für die Autoindustrie, aber auch für kleinere Metall verarbeitende Betriebe spezialisiert.

Ein weiterer Arbeitsbereich ist die PDV-Beschichtung. So werden Spiralbohrer in unterschiedlichen Variationen, Gewindeschneideisen oder Stufenbohrer nach den Anforderungen des Kunden hergestellt, Spezialgeräte wie SE-Drillbohrer werden geschliffen und beschichtet, Meißel, Fleischwolf, Stempel Kreismesser, Motorsägeketten, Maschinendübelbohrer oder Hartmetall- Hobelmesser werden hergestellt.

„Wir erarbeiten mit dem Kunden Lösungen für dessen Wünsche. Ausgehend von den Anforderungen des Kunden werden die Werkzeuge dann bei uns konstruiert, hergestellt, beschichtet und kontrolliert. Wenn der Kunde bereits fertige Konstruktionszeichnungen vorlegen kann, fertigen wir diese Sonderwerkzeuge nach dessen Wünschen an. Wir arbeiten also nicht mit Massenware. Unsere Produkte werden in kleinen Margen speziell gefertigt“, erläuterte Johannes Nipper, der bei dem Rundgang den Ratsmitgliedern die Leistungsfähigkeit seines Unternehmens demonstrierte.

Auch für die Zukunft sieht sich die Werkzeugschleiferei gut aufgestellt, da sie ein vielfältiges Sortiment für ganz unterschiedliche Bereiche biete. Allerdings glaubt Geschäftsführer Johannes Nipper, den Boykott Russlands zu spüren. „Unsere Kunden in den Metall verarbeitenden Betrieben haben Auftragsausfälle. Das merken wir dann auch an den Aufträgen für uns“, so der Geschäftsführer.

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