zurück zur Übersicht | Datum 09.07.2015 | Kategorie: Allgemeines

Lastrup drängt auf breitere Fahrbahn

Ziemlich schmal: Die Bahnhofstraße in Hemmelte ist im Ort nur 5,50 Meter breit. Da kann es im Begegnungsverkehr schon mal eng werden. Die Gemeinde hat das Straßenbauamt nun aufgefordert, die Straße auf mindestens sechs Meter zu verbreitern. Foto: Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 09.07.2015

von Matthias Ellmann

Lastrup. Der Lastruper Gemeinderat drängt auf eine Verbreiterung der Bahnhofstraße in Hemmelte. Bei einer Gegenstimme forderten die Ratsmitglieder in ihrer jüngsten Sitzung die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lingen auf, die Landesstraße 837 von der Aufmündung der Gemeindestraße „Darreler Straße“ bis zur Mittelinsel auf Höhe der Gemeindestraße „Landwehr“ auszubauen und den Radweg zu sanieren.

„In diesem Bereich ist die Straße nur 5,40 Meter bis 5,50 Meter breit. Die Seitenräume sind extrem ausgefahren. Zwei Lastwagen kommen im Begegnungsverkehr kaum aneinander vorbei“, sagte Bürgermeister Michael Kramer und sprach von „unzumutbaren Zuständen“, da aufgrund des desolaten Zustands des Radwegs dort die Benutzungspflicht für Radfahrer aufgehoben wurde. Auch diese könnten jetzt auf der ohnehin zu schmalen Straße fahren. Die Straße müsse auf sechs Meter bis 6,50 Meter ausgebaut werden, wie dies auch vor und hinter dem genannten, 1.750 Meter langen Teilstück der Fall sei, um im Ort Hemmelte sichere Verkehrsverhältnisse für alle Verkehrsteilnehmer zu erreichen. Immerhin sei der Radweg auch eine viel frequentierte Strecke als Schulweg zur Hemmelter Grundschule.

Die Strecke weise einen hohen Anteil an Lastwagen und landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen auf, unter anderem auch für die Warenanlieferung des Landhandels Diekgerdes. CDU-Ratsherr Alfons Brinker, selber Anlieger der Bahnhofstraße, berichtete, er müsse mit seinem Traktor immer wieder Fahrzeuge aus dem Graben ziehen, die von der Fahrbahn abgekommen seien. Die Straße werde zunehmend als Durchgangsstrecke vom Emsland Richtung Autobahn und Vechta genutzt, sagte Brinker.

Bürgermeister Kramer legte zudem die Zahlen einer Verkehrszählung vor, die die Gemeinde mit ihrem eigenen Messgerät im Juni durchgeführt hatte. Demnach befahren 3.000 Pkw und 400 Lastwagen an Werktagen die Straße. „Das ist eine ganz andere Hausnummer, als das, was die Prognosen des Straßenbauamts sagen“. Diese waren nämlich nur von 2.390 Pkw und 81 Lastwagen pro Tag ausgegangen. Die Gemeinde werde jetzt noch eine zweite Messung durchführen.

Grünen-Ratsherr Fabian Wesselmann verwies darauf, dass nach einem Ausbau statt der jetzt geltenden Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/ h dann dort wieder 100 km/h gelten würden. „Tempo 70 wäre dann nicht zu halten“, meinte Wesselmann. Man solle zunächst einmal versuchen, Tempo 70 dort dauerhaft einzurichten und sich dann die Ausbausituation anzuschauen. „Tempo 100 wäre kontraproduktiv“, meinte zwar auch Sandra Obermeyer (CDU), sprach sich dann aber doch, wie der Großteil des Rates, dafür aus, auf einen schnellen Ausbau der Landesstraße 837 zu drängen. Einzig Fabian Wesselmann votierte gegen dieses Vorgehen.

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