zurück zur Übersicht | Datum 29.07.2015 | Kategorie: Rund um den Ort

Lastrup hofft auf fünf Millionen Euro Förderung

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 29.07.2015

Lastrup (la). Für die Dorfentwicklung hat die Gemeinde Las­trup unter Beteiligung vieler Bürger einen Maßnahmenkatalog erstellt, ein Verkehrs-, ein Klimaschutz- und ein Einzelhandelskonzept entwickelt und eine Veränderungssperre erlassen. Diese und weitere Maßnahmen sind ebenso Voraussetzungen für die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm, dessen Förderbedingungen nun bekannt sind. Auf einer öffentlichen Veranstaltung stellten Mitarbeiter des Planungsbüros IPW aus Wallenhorst nun Voraussetzungen und Möglichkeiten vor.

„Als die EU im Jahre 2014 neue Fördertöpfe für Dorfentwicklung oder Städtebauförderung auflegte, waren Abgrenzungen, Bedingungen und Höhe der Förderung nicht klar“, sagte Bürgermeister Michael Kramer. Nun aber sei alles geregelt: Wenn eine Kommune in das Städtebauförderprogramm aufgenommen werde, könne sie jedes Jahr mit einer festgesetzten Förderungshöhe rechnen. Jede Maßnahme werde dann mit Zweidrittel der Bausumme gefördert. Kramer bezifferte die durch das Städtebauförderungsprogramm infrage kommenden Investitionsvolumen mit etwa sieben Millionen Euro in der siebenjährigen Förderperiode.

Bei der Dorferneuerung hingegen müsse nun jede Maßnahme einzeln beantragt werden. Innerhalb der Region erstelle ein Steuerungsausschuss ein Ranking der eingereichten Maßnahmen, so dass nie sicher ist, ob oder welche Maßnahmen im jeweiligen Jahr in Höhe von 50 Prozent gefördert werden, erläuterte Kramer die Unterschiede der Fördertöpfe.

Lastrup habe eine reelle Chance auf Aufnahme in dieses Städtebauförderungskonzept, da der Ort bisher durch die B213 zerschnitten gewesen sei und nun nach Bau der Umgehungsstraße wieder zusammenwachsen solle.

Die Stadtplaner Johannes Eversmann und Ulrich Nicolay vom auch für die Dorfentwicklung zuständigen Planungsbüro erläuterten die Voraussetzungen und Bedingungen für die Kommune, die bisher bereits im Rahmen der Dorfentwicklung viele Vorarbeiten für die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm erledigt habe. So sei ein Maßnahmenkatalog erstellt worden, der auf das Städtebauförderprogramm zugeschnitten werden könne, ein Verkehrs-, ein Klimaschutz- und ein Einzelhandelskonzept seien erstellt, ein kommunales Förderprogramm für private Baumaßnahmen beschlossen, eine Veränderungssperre für die Dorfmitte erlassen worden und Lastrup sei in das Modellvorhaben „Barrierefreie Gemeinde“ aufgenommen worden. Auch die Öffentlichkeitsbeteiligung sei gewährleistet gewesen.

„Wir versuchen, für unsere Gemeinde die optimale Förderung zu erzielen. Allerdings gibt es keine Doppelförderung durch Dorfentwicklung und Städtebauförderung. Aber die Mittel der Dorferneuerung reichen für die Zielplanung in Lastrup nicht aus“, bilanzierte der Bürgermeister.

  • Info: Ansprechpartner für alle privaten Maßnahmen, die für 2016 bis zum 15. Februar eingereicht werden müssten, sind Bauamtsleiter Berthold Sauerland und Bürgermeister Michael Kramer. Alle Gespräche werden vertraulich behandelt.

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