zurück zur Übersicht | Datum 13.08.2015 | Kategorie: Rund um den Ort

Umweltfreundlicher Badespaß in Lastrup

Eine rasante Rutschpartie ins Wasser kühlte auch die kleinen Badegäste im Kinderplanschbecken ab.
Hier rieselt es: Im Geomatrix-Filter wird das Wasser gereinigt. Fotos: Lara Gerdes

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 13.08.2015

Von Lara Gerdes und Fabian Daudert

Lastrup. „Das Naturerlebnisbad bietet an diesen heißen Tagen eine super Abkühlung“, verspricht Schwimmmeister Daniel Pohl. Allein im Juli folgten rund 6.000 Besucher diesem Versprechen und schwammen, planschten oder entspannten in dem Bad an der Pegasusstraße in Lastrup. Dort können die Badegäste auf einer Wasserfläche von über 1.600 Quadratmetern im Schwimmbecken mit integriertem Nichtschwimmerbereich und Flachwasserzonen mit Sandstrand schwimmen und planschen oder sie springen von dem ein und drei Meter hohen Sprungturm in Holzoptik in das Becken hinein.

Den kleinen Badegästen steht ein gesondertes Kinderplanschbecken mit Kleinkinderrutsche und Bachlauf zur Verfügung. Besonderer Beliebtheit erfreue sich bei ihnen allerdings der Matsch- und Wasserspielplatz, weiß Schwimmmeister Pohl. Wer aber vom Toben im Wasser eine Auszeit braucht, dem stehen eine weitläufige Liegewiese mit Strandkörben und Sonnenschirmen zur Entspannung zur Verfügung.

Ein weiterer Faktor, der die Besucher anspreche, sei sicherlich auch die Umweltfreundlichkeit des Bades, das bei sommerlichen Temperaturen täglich bis zu 1.000 Gäste verzeichnet. Im Jahr 2009 wurde das bis dahin konventionelle Freibad in einer Vielzahl von aufwändigen Umbaumaßnahmen zu einem „Naturerlebnisbad“ umgestaltet. So verzichtet das Freibad, das im Juni 2010 mit einem offiziellen Festakt wiedereröffnet wurde, vollständig auf den Einsatz von Chemie. Die Reinigung des Brunnenwassers, das vor Ort gewonnen wird und die Schwimmbecken füllt, erfolgt durch den so genannten Geomatrix- Bodenfilter, der sich auf einer rund 900 Quadratmeter großen Fläche mit über 5.000 Pflanzen erstreckt. Nachdem das Wasser diese Geomatrix durchlaufen hat, wird es zurück in die Schwimmbecken geführt, sodass ein permanenter Wasserkreislauf entsteht. „Die Reinigung funktioniert wie bei der natürlichen Filterung des Grundwassers durch verschiedene Gesteinsschichten – bloß schneller“, erklärt der Schwimmmeister das Prinzip der Geomatrix vereinfacht.

Auch die Beheizung des Schwimmbeckens funktioniert ausschließlich durch natürliche Ressourcen. In dem Bodenfilter wird das Wasser allein durch die Sonneneinstrahlung erhitzt, sodass es eine ständige Durchschnittstemperatur von etwa 21 Grad besitzt. An heißen Tagen könne die Temperatur des Wassers bis zu zwei Grad ansteigen, doch meistens kühle es über Nacht wieder ein bis zwei Grad ab. „Sollte es mal vorkommen, dass wir über den Höchstwert von 25 Grad kommen, müssen wir neues, kaltes Brunnenwasser nachfüllen, da sonst der Biofilter Schaden nehmen kann“, erläutert Pohl.

Durch den Verzicht von Chemikalien und Gas für die Beheizung spare das Freibad enorm an Kosten, dafür sei der Reinigungsaufwand allerdings massiv erhöht. Durch die warmen Temperaturen und die fehlende Chemie ist das Algenvorkommen verstärkt. Daher muss das komplette Bad jeden Morgen vollständig gereinigt werden. Eine Arbeit, die sich auszahlt. „Alle zwei Wochen kommt das Gesundheitsamt vorbei und nimmt Proben – bisher hatten wir noch nie ein Problem mit Bakterien oder sonstigen Wasserverunreinigungen“, berichtet Daniel Pohl und hofft weiter auf eine erfolgreiche Badesaison. Denn, so Pohl: „„Das Prinzip hat sich seit Jahren bewährt. Das ist ein tolles Zeichen für uns.“

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