zurück zur Übersicht | Datum 04.09.2015 | Kategorie: Rund um den Ort

Kunstrasenbolzplatz wird kein Gefängnis

Neuer Bolzplatz bei der Oberschule: Während die Arbeiten in vollem Gange sind, zeigen Franz-Josef Lüers vom Schulamt der Gemeinde, Bauleiter Bernhard Mescher, Planer Markus Banemann und Lastrups Bürgermeister Michael Kramer (von links) anhand eines Planes, wie die Anlage zukünftig aussehen soll. Foto: Huge

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 04.09.2015

Von Hermann Huge

Lastrup. Die Gemeinde Lastrup lässt zurzeit auf der Fläche der ehemaligen Turnhalle, zwischen der Kirche und der Oberschule, drei Kunstrasenspielfelder erstellen. Bereits in circa zwei Wochen sollen dort neben den Schülern auch alle anderen Kinder und Jugendlichen aus der Gemeinde nach Herzenslust bolzen können.

Die Anlegung der Kunstrasenbolzplätze sei eine weitere Maßnahme im Rahmen der Umgestaltung des Schulhofes an der Oberschule, berichtete Lastrups Bürgermeister Michael Kramer gestern anlässlich eines Pressetermins vor Ort. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich demnach auf circa 145.000 Euro. Die Kommune muss jedoch nur die Hälfte der Summe aus der eigenen Kasse finanzieren, der Rest kommt aus der Kreisschulbaukasse des Landkreises Cloppenburg.

Gebolzt wurde auf der Fläche seit dem Abriss der dort befindlichen Turnhalle im Jahre 2011. Der seitens der Gemeinde angelegte Rasen habe jedoch der großen Belastung nicht standgehalten, so Kramer. Auch eine nachträglich verlegte Drainage brachte keine Abhilfe. Die Folge: Auf der Fläche sammelte sich der Regen und statt Rasen hatten die Kinder und Jugendlichen größtenteils nur noch einen Matschacker. An einen durchgehenden Spielbetrieb sei insbesondere bei ungünstigen Wetterverhältnissen so nicht mehr zu denken gewesen, blickte der Bürgermeister zurück. Auf Beschluss der politischen Gremien der Gemeinde wurde deshalb in den Sommerferien damit begonnen, das Areal als Kunstrasenplatz auszubauen, der unabhängig von der Witterung eine ganzjährige Bespielbarkeit zulässt. 

Die Kunstrasenfläche wird in drei verschiedene Spielfelder aufgeteilt, damit mehrere Gruppen gleichzeitig die neue Anlage benutzen können. Die Spielfelder bestehen aus zwei Feldern mit der Größe von circa 27 mal 15 Metern und einem kleineren Feld von 17 mal 13 Metern. Die Einfassung der einzelnen Spielfelder erfolgt durch 1,25 Meter hohe Banden.

Probleme mit dem Regen sollen der Vergangenheit angehören. Nicht nur der Schotteruntergrund ist regendurchlässig, sondern auch die zwei Zentimeter dicke Gummischicht, die auf den Schotter gelegt wird und den Untergrund für den Kunstrasen bildet. Drainrohre sorgen dann dafür, dass das Regenwasser ordnungsgemäß abgeführt wird. Und damit die Spielfelder auch bei Dunkelheit genutzt werden können, hat die Gemeinde vorgesorgt. Kramer: „Die Kabel für eine später geplante kleine Flutlichtanlage haben wir gleich mitverlegen lassen.“

„Bewusst verzichtet“ hat die Kommune nach Auskunft ihres Bürgermeisters auf eine Abschottung des neuen Kunstrasen­areals. Sie soll für alle zugänglich bleiben. „Einen Käfig oder ein Gefängnis brauchen wir hier nicht“, so Michael Kramer, der zugleich die Hoffnung hegt, dass die Nutzer der Bolzfläche „pfleglich“ mit ihr umgehen. 

Potenziellen Vandalen wurde das Handwerk dennoch mit zusätzlichen Maßnahmen erschwert. So sind die sechs Tore jeweils voll verzinkt und im Boden fest verankert. Auf Netze wurde gänzlich verzichtet.

Überlegt wird derzeit, die neue Anlage mit einem Turnier einzuweihen. Als Teams könnte sich Kramer dabei neben der Politik und Verwaltung auch die Lehrer vorstellen – und natürlich die Schüler. 

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