zurück zur Übersicht | Datum 23.09.2015 | Kategorie: Rund um den Ort

Tanken und Rasten wie an der Autobahn

So soll es ab Frühjahr 2017 aussehen: Das Foto zeigt eine der Tankstellen, die das Unternehmen August Jaeger Nachf. bereits in Nordrhein-Westfalen betreibt. Die Anlage an der B 213 in Lastrup soll ähnlich gestaltet werden. Foto: Jaeger
Die ersten Pläne: Bürgermeister Michael Kramer und Hendrik Pilatzki begutachten die Skizzen für die Tank- und Rastanlage an der B 213.

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 23.09.2015

von Matthias Ellmann

Lastrup (mel). Während in Stapelfeld schon seit Jahren Moos die Fragmente des geplanten Rasthofs „Cloppenburger Land“ überwuchert, werden jetzt einige Kilometer weiter westlich Nägel mit Köpfen gemacht. Dort soll direkt an der B 213 zwischen den Lastruper Bauerschaften Matrum und Timmerlage bis Frühjahr 2017 eine Tank- und Rastanlage an der Bundesstraße entstehen. Bauherr ist die Firma August Jaeger Nachf. aus Engels­kirchen bei Köln. Das mittelständische Unternehmen betreibt bereits acht große Tankstellen in Nordrhein-Westfalen, ist aber auch im Lebensmittel-Großhandel tätig.

Lastrups Bürgermeister Michael Kramer und Jaeger-Geschäftsführer Hendrik Pilatzki stellten gestern Abend im Rathaus die Planungen vor, nachdem zuvor alle notwendigen Verträge und Urkunden unterzeichnet worden waren. Demnach wird zunächst auf der nördlichen Seite der B 213 eine Station errichtet werden, weil hier der Trassenverlauf der Bundesstraße auch nach einem vierspurigen Ausbau schon sicher ist.Diese Rastanlage kann nur in Richtung Löningen angefahren werden. „Auf der südlichen Seite bauen wir, wenn mit dem Ausbau der B 213 begonnen wird“, sagte Pilatzki.

Geplant ist eine, so der Geschäftsführer, „hochvolumige freie Tankstelle unter dem Namen Jaeger mit einem Durchsatz von bis zu einer Million Liter Kraftstoff im Monat“. Angeboten werden an den sieben bis acht Zapfsäulen alle Benzin- und Dieselsorten. Auch Gas wird erhältlich sein. Lkw-Fahrer, die es sehr eilig haben, können an einer Schnellzapfsäule 135 Liter Diesel pro Minute in ihre Tanks füllen. Der Rastanlage angeschlossen ist ein Parkplatz, der 55 Lastwagen und zahlreichen Personenwagen Platz bietet.

Bei den Rast- und Tankanlagen wird jeweils auch ein Fast-Food- Restaurant angesiedelt. „Das Speiseangebot ergänzen wir in unseren Tankshops durch ein breites gastronomisches Spektrum“, verspricht Pilatzki. Denn das rheinische Unternehmen wird Tankstelle und Shop selber betreiben. Die Mitarbeiter - auf jeder Seite sind etwa 35 Arbeitsplätze geplant - sollen direkt bei Jaeger angestellt werden. Für den Fast-Food-Bereich kommen weitere knapp 40 Arbeitsplätze pro Seite hinzu. Die Investitionssumme ohne das Fast-Food-Restaurant liegt pro Seite bei etwa drei Millionen Euro. Baubeginn soll nach Möglichkeit im Herbst 2016 sein. „Dann benötigen wir sechs Monate bis zur Fertigstellung“, so Pilatzki. Die sehr interessanten Verkehrsprognosen für die B 213 hätten sein Unternehmen bewogen, eine solche Tank- und Rastanlage in der Gemeinde Lastrup zu bauen und zu betreiben. „Ich habe hier offene Türen eingerannt“. Beim Bau sollen nach Möglichkeit regionale Handwerker zum Zuge kommen.

Bürgermeister Kramer betonte, es handele sich um ein wichtiges, großes Projekt für die Gemeinde, von der er sich auch eine verstärkte Gewerbeansiedlung erhoffe. Nach Fertigstellung sei die Anlage die einzige Tankstelle an der B 213 zwischen Emstek und Eltern, die direkt angefahren werden könne. „Wie an der Autobahn“. Er habe das Projekt auch in Berlin vorgestellt; es werde dort sehr befürwortet, sagte Kramer, der nun davon ausgeht, dass heute Abend im Bau- und Planungsausschuss der Startschuss für das Vorhaben gegeben wird. Das hofft auch Hendrik Pilatzki: „Wir planen schon kräftig und wollen so schnell wie möglich anfangen“.

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