zurück zur Übersicht | Datum 21.11.2015 | Kategorie: Rund um den Ort

Anordnung löst Freude aus

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 21.11.2015

Kreis Cloppenburg (hek/her/gy/mel). Städte, Gemeinden und der Landkreis Cloppenburg begrüßen die Anordnung des Amts für regionale Landentwicklung (ArL), dass der Netzbetreiber Tennet weiter mögliche Stromtrassen-Korridore daentlang der Autobahn 1 prüfen und dabei die Möglichkeit einer Erdverkabelung einbeziehen muss. Diese Forderungen hatten Kommunen und Kreis gerade gemeinsam erhoben (MT berichtete).

Cloppenburgs Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese ist von dieser Anordnung des Amtes nicht überrascht. Denn von dort sei immer das Signal gekommen, dass die Entscheidung beim ArL fällt, nicht bei Tennet. "Jetzt hat das ArL Tennet ins Brevier geschrieben, was wir schon immer gefordert haben", sagt Wiese.

Emsteks Bürgermeister Michael Fischer ist skeptischer. Er hält die Ost-Variante nicht für Erfolg versprechend. "Wenn es eine Trasse entlang der Autobahn gibt, dann nur als Erdkabel. Sonst bekommen wir in Bühren die selben Probleme wie in Beverbruch", sagt er.

Der Landkreis Cloppenburg begrüße die jetzige Entscheidung des ArL uneingeschränkt, teilt Behördensprecherin Sabine Uchtmann mit. "Wir erwarten, dass nun die Untersuchung der Trassenvarianten mit der erforderlichen Gründlichkeit erfolgt", so Uchtmann.

Lastrups Bürgermeister Michael Kramer glaubt, dass die Initiativen der Kommunen und des Landkreises Wirkung gezeigt haben. "Es war voreilig, einen möglichen Korridor einfach aufzugeben. Tennet ist bisher allen konkreten Fragen ausgewichen", so Kramer.

Bösels Bürgermeister Hermann Block freut sich über die Untersuchung weiterer Alternativstrecken. "Man ist zu sorglos gestartet und hat die Möglichkeit einer Teilerdverkabelung völlig außer Acht gelassen", so Block. Richtig wäre es für ihn gewesen, die Entscheidung darüber noch abzuwarten.

Andreas Güttler, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in Essen: "Es kommt Bewegung in die Sache, und das finden wir natürlich gut. Die Trasse an der A 1 entlang ist so schlecht nicht, und es ist auch nicht einzusehen, warum der Kreis Cloppenburg die ganze Last tragen sollte. Auch hier sind Flächen knapp."

In seiner Kritik am bisherigen Vorgehen der Planer bestätigt sieht sich auch Garrels Bürgermeister Andreas Bartels. Die Herausnahme der Trassenkorridore entlang der Autobahn sei möglicherweise ein Verfahrensfehler gewesen. "Der wird jetzt korrigiert", so Bartels.

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