zurück zur Übersicht | Datum 25.11.2015 | Kategorie: Rund um den Ort

Feuerwehrgelände soll Wohngebiet werden

Seit über 50 Jahren ein vertrautes Bild: das Feuerwehrhaus am Brink. Geht es nach dem Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde, soll hier ein kleines Wohngebiet entstehen. Foto: Ellmann
So könnte es einmal am Brink aussehen: Die Verwaltung stellte auf der Fachausschusssitzung diese Variante zur Nutzung des Bereiches des alten Feuerwehrhauses vor. Bürgermeister Kramer betonte ausdrücklich, es handele sich um ein grobes Konzept. © Gemeinde Lastrup

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 25.11.2015

von Matthias Ellmann

Lastrup. Das Gelände des früheren Feuerwehrhauses in Lastrup soll zu einem Wohngebiet werden. Der Bau- und Planungsausschuss beauftragte die Gemeinde, Möglichkeiten einer Bebauung auszuloten und dabei den größtmöglichen Erhalt des alten Baumbestandes am Brink zu beachten.

Nach dem Umzug der Feuerwehr in das neue Domizil an der Schnelter Straße blieb das alte Gebäude weitgehend ungenutzt. Seit kurzem findet dort einmal in der Woche ein internationaler Nähnachmittag statt. Zudem werden in der Halle Kleidung und Möbel für die Flüchtlingshilfe gelagert.

Nun lagen der Gemeinde Lastrup Anträge des Handels- und Gewerbevereins gemeinsam mit der Reservistenkameradschaft sowie des Karnevalsvereins vor, die das Gebäude mieten und als Lagerraum- beziehungsweise Besprechungsraum nutzen wollten. Zudem gibt es einen weiteren Antrag, der den Kauf des Grundstücks und eine gewerbliche Nutzung vorsieht.

Nun brachte die Verwaltung auf der Bau- und Planungsausschuss-Sitzung eine weitere Variante ins Spiel, in der nach einem ersten Konzept sieben Bauplätze auf dem Gelände entstehen könnten. Damit war zumindest im Fachausschuss eine Vermietung des früheren Feuerwehrhauses vom Tisch. „Das alte Gebäude zu erhalten macht keinen Sinn, ebenso wenig wie eine gewerbliche Nutzung“, meinte Fabian Wesselmann (Grüne).

Die Feuerwehr genoss dort zwar Bestandschutz, bei einer Nachnutzung wären aber umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Unter anderem entspricht das Haus bei weitem nicht modernen energetischen Anforderungen; zudem ist die Dämmwolle in den Decken asbesthaltig. „Das rieselte da ja damals schon“, umschrieb Bürgermeister Michael Kramer drastisch den problematischen Zustand der Gebäudesubstanz. Die notwendigen hohen Investitionen hatten auch dazu geführt, dass die Feuerwehr den Standort am Brink aufgegeben hatte und Anfang des Jahres in einen Neubau gezogen war.

Während sich Aloys Landwehr (CDU) eine Bebauung dort gut vorstellen konnte, unter anderem, weil das alte Gebäude, so Landwehr, kein Schmuckstück sei, brachte Andreas Ortmann (CDU) eine weitere Variante ins Spiel, die das Grundstück als einen öffentlichen Ort, als Park, vorsieht. „Ich weiß, das ist unwirtschaftlich. Ich fände es aber dennoch sehr schön, wenn dort ein solcher Platz entstehen könnte“, meinte Ortmann.

Diese Auffassung vertraten unter anderem Aloys Landwehr und Clemens Haker (CDU) ganz und gar nicht. „Wir brauchen keinen zusätzlichen Park“ machten die Christdemokraten klar, plädierten aber auch dafür, bei den weiteren Planungen für das Gelände den Erhalt der Bäume zu beachten. „Dann wird das da ein kleines, schickes Wohngebiet“, meinte Landwehr. Der Antrag Fabian Wesselmanns, parallel ebenfalls die Park-Variante zu untersuchen, fand keine Mehrheit.

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