zurück zur Übersicht | Datum 04.12.2015 | Kategorie: Rund um den Ort

Altes Feuerwehrhaus erhitzt die Gemüter

Fruchtbare Gespräche: Angeregt diskutiert wurde auf dem Bürgerabend auch über Wohnen und Infrastruktur in der Gemeinde. Foto: la

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 04.12.2015

Lastrup (la). Der Plan der Gemeinde Lastrup, das alte Feuerwehrgerätehaus abzureißen und das Gelände an der Brinkstraße neu zu beplanen, beherrschte den Bürgerabend, zu dem der CDU- Gemeindeverband in das Landhaus Lastrup eingeladen hatte. Mit 35 Besuchern war die Veranstaltung im Vergleich zu den vorangegangenen Bürgerabenden in den Kirchspielen und Bauerschaften allerdings eher schwach besucht.

An den Thementischen „Wohnen und Infrastruktur“, „Wirtschaftsstandort Lastrup“ und „Füreinander – Miteinander“ konnten die Besucher unter der Leitung eines Tischmoderators miteinander ins Gespräch kommen, diskutieren und die Ideen zu Papier bringen. Ein kleiner Animationsfilm führte in das Thema ein. Wie zuvor schon auf den Bürgerabenden in den Las­truper Bauerschaften standen die Ansiedlung einer Drogerie und eines Getränkemarktes ganz oben auf der Wunschliste. Aber auch die Errichtung einer Mehrzweckhalle für Veranstaltungen wurde in der Arbeitsgruppe „Wohnen und Infrastruktur“ angeregt. Die Alterstruktur in den älteren Siedlungen wurde ebenso thematisiert wie die Verbesserung des ÖPNV und der digitalen Infrastruktur.

Die Diskussion aber beherrschten die Pläne der Kommune für den Bereich um das alte Feuerwehrgerätehaus an der Brinkstraße/ Schnelter Straße. Von Vorschlägen, das Gebäude stehenzulassen und nichts zu verändern bis zur Schaffung eines Parks, wurden alle Varianten diskutiert. Bürgermeister Michael Kramer machte deutlich, dass der Beschluss über den Abriss am Freitag auf der Tagesordnung des Rates stehe, dass aber ein Konzept für die Bebauung, wie es in den veröffentlichen Planentwürfen dargestellt wurde, noch diskutiert werden müsse. Zunächst müssten alle Eichen überprüft und eingemessen werden. Erst dann könne ein Plan erstellt werden, um dann vielleicht ein bis vier Grundstücke zu beplanen. „Denn auf drei der dargestellten privaten Grundstücke gibt es bereits Wohnbebauung. Aber wir werden alle Nutzungsideen für das kommunale Gelände diskutieren und irgendwann entscheiden“, so Kramer.

Zum Thema „Wirtschaftsstandort“ wurde eine Stärkung der Gastronomie und die Ansiedlung kleinerer und mittlerer Betriebe gefordert. Lastrup dürfe nicht von ein oder zwei großen Betrieben abhängig sein. Zudem müsse das neue Gewerbegebiet belebt werden. Auch die Kirmes und der Weihnachtsmarkt seien zu erhalten. Dagegen sei der vierspurige Ausbau der Bundesstraße 213/E233 nicht nötig, war der Tenor auf der Versammlung. Lastrup müsse mehr Rücksicht auf Behinderte nehmen durch Barrierefreiheit oder Leitlinien für Blinde, forderten die Besucher zum Themenfeld „Füreinander – Miteinander“. Der Sport müsse breiter aufgestellt werden durch mehr Sparten. Auch eine Jugendfeuerwehr, wie sie bei den Planungen für das neue Feuerwehrgerätehaus versprochen wurde, müsse endlich kommen. Die Kneipenkultur müsse erhalten und möglichst ausgebaut werden.

Für die Mobilität der Bürger wurde die Einrichtung eines Rufbusses oder eines Bürgerbusses vorgeschlagen. Zudem sei der Lieferservice für Lebensmittel zu verbessern. Auch ein Ehrenamtsbüro könne die vielen Aktivitäten stärker und besser koordinieren. Außerdem müssten die Flüchtlinge in die Vereine integriert werden.

„Hier finden die Ratsmitglieder, auch die, die im nächsten Jahr neu kandidieren, viele Möglichkeiten für ihr Programm. Es sind viele Ideen eingegangen. Nicht alles kann die Kommune leisten. Manchmal reicht es, wenn sie Hilfestellung gibt durch Information oder einen kleinen Anschub durch Materialien, Förderbeiträge oder Räumlichkeiten“, fasste Johanna Hollah das Ergebnis zusammen.

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