zurück zur Übersicht | Datum 07.12.2015 | Kategorie: Rund um den Ort

Brink: Bebauung und Park weiter in der Diskussion

Sorgt weiter für Diskussionen: Die Zukunft des Geländes rund um das alte Feuerwehrhaus am Brink. Foto: Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 07.12.2015

von Matthias Ellmann

Lastrup. Die Zukunft des alten Feuerwehrgeländes am Brink in Lastrup bleibt weiter umstritten. Es habe sowohl positive als auch negative Reaktionen auf die Pläne der Gemeindeverwaltung gegeben, den Brink oder einen Teilbereich zu bebauen, sagte Bürgermeister Michael Kramer auf der Ratssitzung. Weitgehend unstrittig sei aber, das alte, stark sanierungsbedürftige Feuerwehrhaus dort abzureißen.

Der Bau- und Planungsaussschuss und auch der Verwaltungsausschuss hatten empfohlen, zu prüfen, in welcher Form eine Bebauung auf dem Gelände möglich sei. Pläne, dort eine Grünfläche anzulegen, sollten hingegen nicht weiter verfolgt werden. Das hatte Unmut hervorgerufen, vor allem, weil Bürger um den alten Baumbestand in dem Bereich fürchteten.

Kramer betonte, die Bäume sollten auf jeden Fall erhalten bleiben. Einen zweiten Park neben dem Dorfpark benötige Lastrup aber nicht. Daher prüfe jetzt ein Planungsbüro, ob dort „ein, zwei oder drei Grundstücke“ oder eine Bebauung überhaupt möglich sei. „Es ist nicht vorgesehen, dort Kahlschlag zu betreiben“, beteuerte Kramer. „Wir werden eine einvernehmliche Lösung finden, mit der auch die Bewohner am Brink zufrieden sind“, so der Bürgermeister. Er müsse aber auch die wirtschaftliche Seite im Blick haben. Ein Park bedinge einen höheren Pflegeaufwand und Erlöse aus den Grundstücksverkäufen fielen weg.

Auch CDU-Fraktionssprecher Thomas Westendorf plädierte für eine „maßvolle Bebauung, bei der die Bäume stehen bleiben sollen“. Man wolle dort nichts platt machen. Warum aber nicht auch Pläne für eine Nutzung des Geländes als öffentliche Grünfläche weiterverfolgt, sondern nur Möglichkeiten einer Bebauung ausgelotet werden sollten, leuchtete einigen Ratsmitgliedern nicht ein. Für ihn habe der Brink eindeutig erhaltenswerten Charakter, meinte etwa Andreas Ortmann (CDU). Fabian Wesselmamnn (Grüne) plädierte ebenso für den Erhalt des „historischen Ortsbildes am Brink“. Obwohl es ihm schwer falle, so Wesselmann, könne man aber auch über eine Teilbebauung des Geländes nachdenken. Ehrenbürgermeister Josef Lübke bezeichnete den Brink als sensiblen Bereich. Über seine weitere Nutzung sollte gut nachgedacht werden.

Christoph Rohe dauerte das alles offenbar zu lange: „Wir haben noch wichtigere Dinge auf der Tagesordnung als ein paar krumme Bäume auf dem Brink“, entfuhr es dem CDU-Ratsherrn, der für diese Bemerkung lautstarke Unmutsbekundungen aus den Reihen der zahlreich erschienenen Brink-Bewohner erntete.

Auf Antrag von Fabian Wesselmann sollen nun entgegen der Empfehlung aus dem Bau- und Planungs- sowie dem Verwaltungsausschuss die Konzepte für eine Bebauung auf dem Gelände des alten Feuerwehrgerätehauses sowie eine Nutzung des Geländes als öffentliche Grünfläche parallel weiterverfolgt werden, unter Beteiligung der Bürger ausgearbeitet und nach erneuter Beteiligung der Bürger den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt werden. Dem Erhalt des historischen Ortsbildes mit seiner Baumkulisse soll in den Konzepten höchste Priorität eingeräumt werden. Gegen diesen Beschluss stimmten Christoph Rohe und Georg Rüter (beide CDU).

Ohne einen Baum zu fällen, wird es am Brink aber so oder so nicht gehen. Einige der Buchen dort zeigen einen starken Pilzbefall und müssen, so Bürgermeister Kramer, „umgehend entfernt werden“. Es gebe erheblich Bedenken wegen der Standfestigkeit.

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