zurück zur Übersicht | Datum 09.02.2016 | Kategorie: Rund um den Ort

Sozialarbeit langfristig gesichert - Gemeinde Lastrup und Caritas-Sozialwerk unterzeichnen Vertrag

Festgezurrt: Lastrups Bürgermeister Michael Kramer (rechts) und der Vorstand des Caritas-Sozialwerks, Franz-Josef Osterkamp, unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung. Foto: Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 09.02.2016

von Matthias Ellmann

Lastrup. Die Gemeinde Lastrup und das Caritas-Sozialwerk haben einen längerfristigen Kooperationsvertrag unterzeichnet. „Das ist in dieser Konstellation bisher einmal im Landkreis Cloppenburg“, betonte der Bereichsleiter des Caritas-Sozialwerks (CSW), Klaus Karnbrock.

Die Vereinbarung hat eine fünfjährige Laufzeit und sieht vor, dass das CSW eine vollzeitbeschäftigte sozialpädagogische Fachkraft sowie eine Aushilfskraft für den Jugendtreff einstellt, die dann für die Gemeinde Lastrup zuständig sind. Die Kosten, die die Gemeinde bereits jetzt zur Hälfte trägt, werde sie komplett übernehmen, falls sich der Landkreis aus der Finanzierung zurückziehe, erklärte Bürgermeister Michael Kramer. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Gemeinderat bereits im vergangenen Jahr einstimmig gefasst. Durch diese Kooperationsvereinbarung werde auf beiden Seiten Sicherheit und Kontinuität geschaffen. Das sei gerade in der Jugendarbeit sehr wichtig, sagte Karnbrock. Jugendliche bräuchten einen festen Wegbegleiter vor Ort.

Demnach wird der Sozialpädagoge Daniel Obuch, der bisher schon den Jugendtreff leitet, diese Aufgabe auch weiterhin wahrnehmen. Der im März 2009 gegründete Lastruper Jugendtreff sei zu einer gefragten und wichtigen Anlaufstelle geworden und leiste wertvolle Arbeit, meinte Kramer. Das werde ihm auch immer wieder von den Lehrkräften der Oberschule bestätigt. „Es läuft ja auch hier nicht immer alles rund mit den Jugendlichen, aber wer weiß, welche Problemfälle wir hätten, wenn wir den Jugendtreff und die von Daniel Obuch geleistete Sozialarbeit nicht hätten“, so Kramer. Mit der Beschäftigung des Sozialpädagogen über das Caritas-Sozialwerk nutze die Gemeinde auch das große Netzwerk des CSW, der in zwölf der 13 Landkreiskommunen Partner der Gemeinden in der Sozialarbeit sei. Obuch leistet eine Hälfte seiner Arbeitszeit für die Sozialarbeit im Jugendtreff ab, die andere Hälfte für die Sozialarbeit an den Schulen. Es komme immer wieder vor, dass auch ehemalige Schüler in den Jugendtreff kämen. Auch für sie sei er Ansprechpartner, sagte der Sozialpädagoge. So betreue er derzeit beispielsweise ein schwangeres Mädchen und ein Mädchen, dass aus dem Elternhaus ausgezogen sei, berichtete Obuch aus seiner Arbeit.

Die Gemeinde und das CSW kooperieren bereits seit mehreren Jahren auf dem Gebiet der Jugendsozialarbeit. „Erfolgreich“, wie beide Seiten betonten. Diese gute Zusammenarbeit solle nun mit der Vereinbarung, so Kramer, mittelfristig auf sichere Beine gestellt werden.

Planungssicherheit hat jetzt aber nicht nur die Gemeinde Lastrup, sondern auch Sozialpädagoge Daniel Obuch, der bisher stets mit auf ein Jahr befristeten Verträgen arbeiten musste. „Schön, dass die Gemeinde die Notwendigkeit einer längerfristigen Arbeit erkannt hat und diese großzügig fördert. Hut ab!“, meinte der Vorstand des Caritas-Sozialwerks, Franz-Josef Osterkamp und fügte hinzu: „Ich hoffe, dass dieses Model Schule macht“.

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