zurück zur Übersicht | Datum 06.04.2016 | Kategorie: Rund um den Ort

Riesige Freude über Zusage aus Hannover

Eine der ersten Maßnahmen: Das Meiners-Haus soll als "Lebendige Mitte" zu einem Ortszentrum werden. Foto: Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 06.04.2016

von Matthias Ellmann

Lastrup. Die Umgestaltung der Vlämischen Straße steht ebenso ganz oben auf der Liste wie der Umbau des alten Meiners-Hauses, das zu einem Ortszentrum werden soll. Zweidrittel der Kosten werden jetzt gefördert, erläutert Lastrups Bürgermeister Michael Kramer im MT- Interview.

Herr Kramer, das Land Niedersachsen hat die Gemeinde Lastrup in das Städtebauförderprogramm aufgenommen. Zunächst stehen dafür 500.000 Euro zur Verfügung. Wie groß ist die Freude im Rathaus?

Die Freude darüber ist riesig. Im Mai 2015 hatten wir uns sehr kurzfristig entschlossen, einen Antrag auf Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Aktive Ortsteile/Ortsteilzentren“ zu stellen. Dieses erfolgt bewusst neben dem bewilligten Dorferneuerungsprogramm. Durch die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm ergeben sich jetzt ganz andere Möglichkeiten der Förderung für die Gemeinde Lastrup.

Das Geld wird zweckgebunden ausgezahlt. Welche Projekte hat die Gemeinde zunächst ins Auge gefasst?

Zunächst geht es um die Kernprojekte, die eigentlich im Rahmen der Dorferneuerung geplant waren. Hierbei handelt es sich um die Neugestaltung der Vlämischen Straße beginnend mit einem Kreisverkehr an der Hauptkreuzung Vlämische Straße/Linderner Straße bis hin zum „Minikreisel“ im Bereich der Ortseinfahrt Lastrup beim Autohaus Essing. Eine weitere sehr wichtige Maßnahme wird der Umbau des „Meiners-Hauses“ zu einem Haus der „Lebendigen Mitte“ sein. Ursprünglich waren diese Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung vorgesehen.

Wie lauten denn die Fördermodalitäten?

Die Fördermodalitäten sehen eine Drittelfinanzierung vor. Entsprechend bringen jeweils Bund, Land und Gemeinde 1/3 der Kosten als Eigenanteil mit ein. Der große Vorteil bei der Städtebauförderung ist, dass wir nicht mehr im Wettbewerb zu anderen Projekten stehen, wie es leider bei der Dorferneuerung ist. Bei der Dorferneuerung müssen Projekte der Kommunen angemeldet werden und sie durchlaufen dann ein Ranking, ein umfangreiches Bewertungsverfahren. So ist leider nicht sichergestellt, dass Projekte, die im Dorfentwicklungsplan für die Gemeinde als wichtig benannt wurden, tatsächlich auch gefördert werden. Da nützt mir dann auch der beste Dorferneuerungsplan nichts, wenn keine Fördermittel fließen.

Werden auch private Projekte unterstützt?

Private Maßnahmen werden auch unterstützt, sofern sie im festgelegten Sanierungsgebiet liegen. Vorerst muss jedoch noch eine Sanierungssatzung mit den Regelungen verabschiedet werden. Diese bildet dann den Rahmen für private Maßnahmen.

Liegen schon konkrete Anfragen von Privatpersonen vor?

Es gibt schon 2, 3 konkrete Anfragen, die baulich sanieren wollen. Hierbei muss es sich auch um ortsbildprägende Gebäude handeln.

Wann kann mit ersten Maßnahmen gerechnet werden?

Nach der offiziellen Mitteilung der Aufnahme in das Städtebauförderprogramm ist nun leider erst einmal warten angesagt. Der formelle Aufnahmebescheid des Landes muss erst vorliegen. Bis dahin werden wir die Zeit nutzen, die erforderlichen Beschlüsse zum Sanierungsgebiet und der Sanierungssatzung zu fassen. Ich hoffe, dass wir zum Herbst die ersten Projekte anmelden und spätestens im Frühjahr 2017 umsetzen können. Wichtig ist aber, das Warten hat sich gelohnt. Bei der Dorferneuerung stünden uns 33 Prozent plus zehn Prozent Zuschlag als Leaderregion zu, bei der Städtebauförderung bekommen wir 67 Prozent der Kosten gefördert. Damit können wir alle sehr zufrieden sein.

Info: Interessenten, die im Rahmen der Dorferneuerung Gebäude baulich sanieren wollen, sollten sich im bei Bürgermeister Michael Kramer oder Bauamtsleiter Berthold Sauerland melden.

Veranstaltungen

Veranstaltungskalender

Dezember 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
27282930010203
04050607080910
11121314151617
18192021222324
25262728293031