zurück zur Übersicht | Datum 10.06.2016 | Kategorie: Rund um den Ort

Brink: Ausschuss plädiert für Teilbebauung

Kiosk und Café statt altem Feuerwehrhaus? Die Weichen für eine solche Nutzung am Brink sind zumindest schon mal gestellt. Foto: Huge

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 10.06.2016

von Hermann Huge

Lastrup. Sind auf dem ehemaligen Feuerwehrgelände am Brink in Lastrup schon bald ein Kiosk, ein Imbiss, ein Café, eine Arztpraxis oder ein Nahversorger zu finden? Denkbar ist es, nachdem der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde am Mittwochabend bei nur einer Gegenstimme und einer Stimmenthaltung eine Teilbebauung sowie eine mischgebietstypische Nutzung der noch zu veräußernden Flächen empfohlen hat.

Die Ausschussmehrheit folgte damit einem Antrag der CDU-Fraktion, den Ratsherr Aloys Landwehr näher erläuterte. Danach ist geplant, den jetzt mit dem bisherigen Feuerwehrhaus bebauten Teil des Feuerwehrgeländes zu nutzen. Dort sollen zwei Grundstücke zur Größe von circa 680 bzw. 690 Quadratmetern ausgewiesen und dann von der Gemeinde veräußert werden. Zu diesem Zweck soll wiederum eine öffentliche Ausschreibung erfolgen. 

Die CDU und die Gemeinde hoffen beim Verkauf auf Kaufinteressenten, die auf den beiden Grundstücken eine „mischgebietstypische Nutzung“ realisieren, wie Bürgermeister Michael Kramer und auch Landwehr betonten. Den Zuschlag soll derjenige bekommen, der ein schlüssiges und den Vorstellungen der Gemeindeverantwortlichen entsprechendes Nutzungskonzept vorlegt. Sollte ein Interessent für seine Zwecke beide Grundstücke benötigen, sei auch eine Zusammenlegung der Flächen möglich. Ein Abriss des alten Feuerwehrhauses werde erst erfolgen, wenn über die Nutzung des Areals entschieden sei, bekräftigte Kramer.

Für den Fall, dass eine mischgebietstypische Nutzung nicht umgesetzt werden kann, plädiert die CDU für eine Wohnbebauung. Landwehr: „Sollte sich nach einer angemessenen Zeit kein Bauinteressent finden, werden diese zwei Bauplätze im Bereich der jetzigen vorhandenen Bebauung durch das alte Feuerwehrhaus für den privaten Wohnungsbau bereitgestellt.“

Zeit lassen will sich die CDU bei der Entscheidung, wie mit der restlichen Fläche des Feuerwehrgeländes verfahren werden soll. Hierüber soll spätestens nach vier Jahren erneut beraten werden. Bei dem restlichen, ca. 2.000 Quadratmeter großen Areal handelt es sich um eine mit zahlreichen alten Eichen bewachsene Grünfläche, die, so die Gemeinde, durch die geplante Bebauung der Feuerwehrhaus-Fläche und des dortigen Parkplatzes nicht angetastet wird.

Die einzige Gegenstimme zu dem CDU-Antrag kam am Mittwochabend aus den eigenen Reihen. Er könne den CDU-Antrag nicht mittragen, so Ausschussvorsitzender Andreas Ortmann. Zwar hielt auch er die geplante gewerbliche Bebauung bei entsprechendem Nutzungskonzept für sinnvoll, eine potenzielle weitere Bebauung mochte Ortmann aber nicht mittragen, zumal dann auch der vorhandene Baumbestand gefährdet sei.

 Zuvor hatte der CDU-Ratsherr noch von einer Sitzung der Dorfkreis-Arbeitsgruppen berichtet. Diese plädieren demnach in großer Mehrheit für den Erhalt der Grünflächen und gegen eine weitere Bebauung. 

Grünen-Ratsherr Fabian Wesselmann betonte, er könne sich eine „mischgebietstypische“ Nutzung im Bereich des jetzigen Gebäudes durchaus vorstellen, wenn es dafür ein realisierbares Konzept gebe. Falls es an letzterem fehle, dürfe es den von der CDU-Fraktion vorgeschlagenen Automatismus für eine Wohnbebauung der Fläche aber nicht geben. Wesselmann plädierte dafür, sich anderen Optionen einer Gestaltung der gesamten Fläche nicht zu verschließen.

Nicht mehr abgestimmt wurde über das von Horst Schleider vorgetragene Ansinnen der SPD, auf der Fläche des Feuerwehrhauses nicht zwei, sondern sogar drei Bauplätze zu ermöglichen.

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