zurück zur Übersicht | Datum 10.08.2016 | Kategorie: Rund um den Ort

Unterstützung für attraktiven Ortskern

Jetzt ist es amtlich: Franz-Josef Sickelmann (Mitte) überreicht den Bescheid über die Neuaufnahme in das Städtebauförderprogramm an Bürgermeister Michael Kramer (Dritter von rechts). Freude darüber herrscht auch bei (von links) Josef Lübke (Arbeitskreis Dorferneuerung), Josef Pahls (allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters), Thomas Westendorf (CDU-Fraktionssprecher), Horst Schleider (SPD-Fraktionssprecher) und dem CDU-Landtagsabgeordneten Clemens gr. Macke. Foto: Matthias Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 10.08.2016

von Matthias Ellmann

Lastrup. Jetzt ist es amtlich: Der Antrag der Gemeinde Lastrup auf Neuaufnahme in das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ war erfolgreich. Die Gemeinde wird im Haushaltsjahr 2016 mit 500.000 Euro gefördert. Der Landesbeauftragte vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, Franz-Josef Sickelmann, überreichte gestern den Aufnahmebescheid an Bürgermeister Michael Kramer. Für einen Zeitraum von voraussichtlich acht Jahren bedeutet das eine mögliche finanzielle Unterstützung von Bund und Land in Höhe von 4,2 Millionen Euro für Dorferneuerungsmaßnahmen im Lastruper Ortskern.

„Die Mühe hat sich gelohnt“, verwies Kramer auf das aufwendige Antragsverfahren. Es sei sehr schön, den Bescheid jetzt offiziell in den Händen zu halten. Sickelmann betonte, er sei gerne nach Lastrup gekommen. Der Ort habe sich die Zuschüsse verdient, habe er doch jahrzehntelang unter dem Durchgangsverkehr auf der B 213 und einer dadurch bedingten Zweiteilung des Ortskerns gelitten. Jetzt bestehe die Möglichkeit, etwas Integrierendes für den Ort zu schaffen. Die Gemeinde habe große Projekte mit einem Gesamtvolumen von 6,2 Millionen Euro geplant. Bund und Land würden sich über das Förderprogramm zu je einem Drittel beteiligen. Er sei sich sicher, dass Lastrup die Vorhaben stemmen könne. Das sei ja nicht immer der Fall. „Es ist nicht überall so wie hier. Es gibt so manche sterbende Gemeinde, da weiß man nicht, ob eine Förderung überhaupt noch angebracht oder ob die Co-Finanzierung der Vorhaben gesichert ist“. In Lastrup sei das anders. Hier herrsche großes Engagement, und er freue sich, die Gemeinde Lastrup bei der Umsetzung des Konzepts für einen attraktiven und zukunftsfähigen Ortskern zu unterstützen. Er kenne Lastrup noch aus den 70er Jahren, sagte Sickelmann. Heute könne er feststellen, dass die Gemeinde sich sehr positiv entwickelt habe. Durch die geplanten Projekte und die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm werde Lastrup seine Attraktivität nochmals steigern.

Bürgermeister Kramer dankte den Mitarbeitern im Amt für regionale Landesentwicklung. Er habe dort stets ein offenes Ohr und hilfsbereite Ansprechpartner gefunden. Das Bestreben aller Beteiligten sei es, Lastrup voranzubringen, nicht nur baulich, sondern auch gesellschaftlich. Erste Maßnahmen, die nun angegangen würden, seien der Umbau der Vlämischen Straße in eine „Flaniermeile“ und die Umgestaltung des Meiners-Hauses in einen Treffpunkt für Vereine und Gruppen aus der Gemeinde.

Weitere Projekte sind unter anderem die Gestaltung der Kirch-, St. Elisabeth- und Schulstraße, die Anlage eines Parkplatzes mit Wegeverbindung an der Kirchstraße, die Umgestaltung der Kreuzung Kirchstraße/Hamstruper Straße sowie eine Verkehrsberuhigung der Straße „Am Apfelgarten“ und der Rückbau der Straße „Pfarrer-Götting-Platz“. Auch die Modernisierung und energetische Sanierung ortsbildprägender Gebäude ist vorgesehen.

Als angenommener Realisierungszeitraum sind die Jahre 2016 bis 2023 veranschlagt. Bei einem jährlichen finanziellen Aufwand von 860.000 Euro betrüge der Gemeindeanteil pro Jahr 285.000 Euro.

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