zurück zur Übersicht | Datum 01.09.2016 | Kategorie: Rund um den Ort

Mit Kataster Vorreiterrolle in Solarenergie

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 01.09.2016

von Kerstin Alex

Barßel. Ein Dreivierteljahr haben Experten an dem Projekt getüftelt, Berechnungen angestellt und insgesamt knapp 290000 Dächer im gesamten Landkreis Cloppenburg vermessen. Gestern nun gab Landrat Johann Wimberg im Beisein aller Beteiligten als Schirmherr in Barßel offiziell den Startschuss für das Solardachkataster, mit dem der Landkreis – wie er betonte – ebenso wie bei der E-Mobilität eine Vorreiterrolle übernehme. Schließlich sei Cloppenburg der einzige Landkreis im Nordwesten, der dieses Kataster bisher realisiert habe, an dem sich alle 13 Städte und Gemeinden im Landkreis Cloppenburg beteiligen. „Wir sind ein sehr regenerativer Landkreis“, stellte er nicht ohne Stolz fest und dankte allen Sponsoren, die dieses Projekt ermöglicht hatten – neben der EWE, der Landessparkasse zu Oldenburg und der Kreishandwerkerschaft Cloppenburg auch die Münsterländische Tageszeitung.

Ziel des Solarkatasters sei es, den Klimaschutz und die Energiewende zu unterstützen, erneuerbare Energie auszubauen und die lokale Wirtschaft zu fördern, informierten Wiebke Böckmann von der Stadt Cloppenburg und Stefan Sandker vom Landkreis Cloppenburg, als sie das Solardachkataster gestern im Barßeler Rathaus vorstellten.
Per Mausklick auf das eigene Dach, könnten Hauseigentümer auf der Seite des Solardachkatasters in einem ersten Check ihr individuelles Solarpotential abklären. Über einen Ertragsrechner könnten sie den Gewinn der Anlage nach 20 Jahren, Amortisationszeiten, die Deckung des Eigenbdarfs oder die CO2-Einsparung ermitteln, sich über die Nutzung eines Stromspeichers und Finanzierungsmöglichkeiten informieren sowie Kontakt zu speziell geschulten und kompetenten Handwerksbetrieben in der Region aufnehmen, die die Handwerkskammer auf der Seite hinterlegt habe und die dann die Feinplanung und Umsetzung für die Eigentümer übernehmen könnten.

Michael Kramer, Geschäftsführer des Kreisverbandes Cloppenburg im Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund,
lobte das Kastaster als hervorragend gelungenes Instrument für den Bürger. Ebenso wie die EMobilität sei es im Landkreis Cloppenburg ein weiteres Puzzlestück in der Energiewende. Er zeigte sich überzeugt, dass es eine starke Nachfrage auslösen werde. Frank Wölbern, Leitung der Geschäftsregion bei der EWE sprach gestern von einem einzigartigen Projekt. Energiedienstleistung habe sich längst über Gas und Öl hinaus entwickelt. Die Engeriewende sei eingeleitet und alternative Energien interessanter denn je – auch für sein Unternehmen. Wölbern: Das Solardachkataster ist ein Projekt, das sich für alle lohnt.“

Fakten:

  • Für die Besitzer von ein- und Zeifamilienhäusern gibt es ein begrenztes Kontingent von 50 kostengünstigen Solarberatungen.
  • Der Check dauert rund eine Stunde, in der unabhängige Energieberater prüfen, ob das Haus für die Installation einer Solaranlage geeignet ist. Dabei wird auch der individuelle Strom- und Wärmeverbrauch mit einbezogen.
  • Termine können mit Wiebke Böckmann bei der Stadt Cloppenburg, Telefon 04471/185328, oder mit Stefan Sandker beim Landkreis Cloppenburg, Telefon 04471/15592 vereinbart werden.
  • Weitere Informationen unter www.solardachkataster-clp.de.

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