zurück zur Übersicht | Datum 15.09.2016 | Kategorie: Rund um den Ort

Lastruper betreten europäische Bühne

Preisverleihung in Tihany: von links Juryvorsitzender Charles Konnen (Luxemburg), Staatssekretär Miklós Zsolt Kis (Ministerium für Agrar- und Landentwicklung, Ungarn), Theres Friewald-Hofbauer (Geschäftsführerin der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, Österreich), Bürgermeister Michael Kramer, Bauamtsleiter Berthold Sauerland, Rolf Hahn und Vize-Präsident Ryszard Wilczyński (Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, Polen). © redphoto.hu

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 15.09.2016

Lastrup/Tihany (hu/mt). Die Kunde vom erfolgreichen Abschneiden erhielten die Lastruper bereits im Juli. Ab sofort dürfen sie sich als einzige Gemeinde aus Niedersachsen mit neun anderen Kommunen aus Deutschland, der Schweiz, Polen, Belgien, Italien und der Slowakei auch offiziell mit dem „Europäischen Dorferneuerungspreis für besondere Leistungen in mehreren Bereichen der Dorfentwicklung“ schmücken.

Rund 1000 Dorferneuerungsakteure aus ganz Europa wohnten der stimmungsvollen Preisverleihung in der circa 1400 Einwohner zählenden ungarischen Plattensee-Gemeinde Tihany bei. Die Gastgeber boten dabei ein „mitreißendes wie auch berührendes, kulturelles Programm“, so die für die Preisvergabe verantwortliche Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung. Zum Angebot zählten Dorfführungen, Besichtigungen, ein Open Space mit den Wettbewerbsjuroren und eine Ausstellung der Wettbewerbsprojekte mit Verkostungen regionaler Produkte. Zudem erhielten sowohl die Gastgeber als auch die 24 Wettbewerbsteilnehmer aus elf Staaten während der dreitägigen Festivitäten die Möglichkeit, sich auf vielfältige Weise zu präsentieren und zu begegnen. 

Insbesondere Letzteres empfand die Lastruper Delegation mit Bürgermeister Michael Kramer, Bauamtsleiter Berthold Sauerland und Rolf Hahn, Projektgruppensprecher der Projektgruppe „Soziale Belange“ in der Dorferneuerung Lastrup, als sehr wohltuend. Fleißig tauschten sie sich mit den anderen Teilnehmern über deren Erfahrungen in der Dorferneuerung aus. „Von den anderen lernen“, so Rolf Hahn, lautete am Plattensee die Devise. 

Und gute Ideen gab es von den anderen einige, zum Beispiel im Bereich Seniorenarbeit, denn fast alle der in Ungarn ausgezeichneten Kommunen haben in ihren Bereichen bereits große Teile der Dorferneuerung umgesetzt, wie Kramer und Sauerland anmerkten. Die Lastruper dagegen hatten in Sachen Umsetzung noch nichts vorzuweisen, kamen „quasi von der Planungsphase direkt in den Wettbewerb“.

Umso höher hatte Bürgermeister Kramer bereits im Juli die Preisvergabe an Lastrup eingestuft. „Wir spielen jetzt in der europäischen Championsleague. Mit diesem Prestigeerfolg lässt sich europaweit sehr gut werben“, so Kramer damals. Und wer möchte, kann sich den Erfolg auf europäischer Ebene schon in diesen Tagen auch bildlich vor Augen halten, denn die Auszeichnung soll im Rathausinneren, „direkt am Treppenaufgang“, angebracht werden, versprach Kramer.

Was die Juroren zu Lastrup zu sagen hatten, machten sie schon im Anschluss an ihre Bereisung deutlich. „Lastrup hat nach einer höchst negativen Entwicklung, bedingt vor allem durch die einschneidende, geradezu lebensfeindliche Trennung durch eine stark befahrene Durchzugsstraße (alte B213) samt beginnender Verödung des ehemaligen Ortskerns, einen markanten Neubeginn verwirklichen können. Grundpfeiler dafür war ein herausragendes Bürgerbeteiligungsmodell mit den Schwerpunkten Motivation und Inklusion“, so die Jury in ihrer abschließenden Bewertung. 

 

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