zurück zur Übersicht | Datum 20.10.2016 | Kategorie: Rund um den Ort

Lastrup will mehr Platz für Gewerbeansiedlung

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 20.10.2016

Von Matthias Ellmann

Hemmelte. In der Gemeinde Lastrup werden bald weitere Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. So soll auf dem Gelände des ehemaligen D&S-Schlachthofes in Hemmelte eine Gewerbe- und Mischgebietsfläche ausgewiesen werden, und das bereits bestehende Gewerbegebiet Hohes Feld in Lastrup-Timmerlage wird um knapp zwei Hektar erweitert. Das beschloss der Lastruper Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung im Hans-Lübke-Haus in Hemmelte.

Die Fläche des früheren Schlachthofes hatte die Gemeinde im Jahr 2013 gekauft, um dort ein Gewerbegebiet zu errichten. Ein Problem bereitet allerdings eine in dem Bereich verlaufende Sauergasleitung, zu der ein Abstand von 250 Metern zu halten ist. „Dann hätten wir mehr als die Hälfte des Geländes verloren“, sagte Bürgermeister Michael Kramer. Nun werden auf dem Gebiet unterschiedliche Bereiche für Produktionsanlagen und für Lagerflächen ausgewiesen. Die Lagerflächen dürfen in die 250-Meter-Bereiche hereinragen, da dort nicht ständig Menschen arbeiten.

Die Erweiterung des Gewerbegebiets Hohes Feld in Timmerlage hatte im Vorfeld einigen Ärger hervorgerufen. 13 Einwen dungen gingen gegen diese zusätzliche Gewerbefläche im Rathaus ein. „Vom Wortlaut her fast identisch“, sagte Kramer und ging auf einige der Kritikpunkte ein. So wurde bemängelt, dass durch die Erweiterung um 1,76 Hektar landwirtschaftliche Flächen verloren gingen. „Es ist uns klar, das die Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftszweig in der Gemeinde ist“, meinte Kramer.

Man müsse aber auch das Gewerbe voranbringen und daher bei den Gewerbeflächen vorausschauend planen. „Das geht nicht von heute auf morgen“, meinte Kramer. Eine höhere Lärmbelastung erwartet der Bürgermeister ebenso wenig wie ein stärkeres Verkehrsaufkommen im Dorf. „Das sehe ich nicht. Wir werden keinen Durchgangsverkehr durch Timmerlage haben“, bekräftigte Kramer.

Ziel der Planungen ist es, einem lokalen Betrieb Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen und somit die lokale Wirtschaftsstruktur nachhaltig zu stärken. Dies soll zur Schaffung von wichtigen Arbeitsstätten beitragen, heißt es in der Beschlussvorlage.

Grünen-Ratsherr Fabian Wesselmann störte sich allerdings daran, dass in der Bau- und Planungsausschusssitzung die zahlreich erschienenen Anwohner aus Timmerlage nicht zu Wort kommen durften. Einen entsprechenden Antrag Wesselmanns hatte der Ausschuss seinerzeit abgelehnt. „Das hat mich sehr gestört“, meinte der Grünen-Politiker.

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