zurück zur Übersicht | Datum 12.11.2016 | Kategorie: Rund um den Ort

Erfolg gibt dem Krippenexperiment recht

Tobestunde: Erzieherin Tanja Hegger-Trinenjans nimmt das Treiben in der Kinderkrippe des heilpädagogischen Kindergartens in Lastrup gelassen. Foto: Landwehr

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 12.11.2016

Lastrup (la). Die Resonanz auf das Vorhaben war zunächst zwiespältig: Der Plan der Gemeinde Lastrup, eine dritte Kinderkrippe einzurichten und dafür den heilpädagogischen Kindergarten als Standort zu wählen, stieß nicht überall auf ungeteilte Zustimmung. Ein dritter Krippenstandort in Lastrup, das bedeute für die Eltern möglicherweise längere Fahrwege, um die Kinder in die Betreuung zu bringen, lautete nur eines der unterschiedlichsten Bedenken, die die Eltern in den Beratungen vorbrachten.

Jetzt ist die Kinderkrippe im heilpädagogischen Kindergarten seit 100 Tagen in Betrieb, und es gibt „ausschließlich positive Rückmeldungen“, ist Bürgermeister Michael Kramer froh über die damalige Entscheidung des Rates, die eben nicht ganz ohne Diskussionen vonstatten gegangen war.

„Es ist ein schönes Arbeiten in der Krippe. Das Schönste an der Arbeit in der Krippe ist die Freiheit, die wir den Kindern gewähren können. Denn die Kinder sind neugierig, sie wollen sich ausprobieren. Ihre Eigeninitiative ist so groß. Sie wollen wissen, wie die Welt funktioniert“, schwärmt Beate Kaminski, Leiterin des heilpädagogischen Kindergartens.

Zudem hebt sie eine Stärke ihrer Einrichtung hervor. „Wir können den Eltern und Kindern durch unsere Ausbildung eine besonders breit gefächerte und hohe Fachkompetenz bieten. Das kommt sicher den Kindern zugute, die eine mehr oder weniger erkennbare Entwicklungsverzögerung aufweisen. Wir holen die Kinder da ab, wo sie stehen und fördern sie durch unsere Fachlichkeit. Das Lebensalter spielt dabei keine so große Rolle“, so Kaminski.

Bürgermeister Michael Kramer betont die enge Verbindung der Gemeinde Lastrup mit dem Caritas-Verein Altenoythe, der sowohl Träger des heilpädagogischen Kindergartens als auch weiterer Einrichtungen in der Gemeinde ist. Diese Einrichtungen sollten noch stärker miteinander verzahnt werden. So werde die Kinderkrippe, die zunächst für ein Jahr eingerichtet worden war, weitergeführt und im nächsten Jahr um eine Integrationsgruppe mit 14 Regelkindern und vier Kindern mit erhöhtem Förderbedarf erweitert. „Wir haben hier die Möglichkeit, durch geringe bauliche Maßnahmen eine perfekte Lösung zu schaffen. Die Vorbereitungen sind so weit gediehen, dass demnächst beim regulären Anmeldetermin dafür bereits Kinder angemeldet werden können“, wartet Bürgermeister Kramer mit einer Neuigkeit auf, die gerade rechtzeitig kommt. Denn im Kindergartenjahr 2014 stieg die Zahl der Geburten von bisher rund 60 Geburten auf 80 an und auch im Kindergartenjahr 2015 wurden über 70 Kinder geboren, so dass der Platz in den Krippen und Kindergärten knapp ist.

Dass die Eltern mit der Krippe zufrieden sind, bestätigt auch Elisabeth Vaske-Biermann. Töchterchen Emma befindet sich in der Eingewöhnungsphase für die Krippe. Täglich kommt die dreifache Mutter, die demnächst ihr viertes Kind erwartet, eine Stunde mit Emma in die Krippe. „Dabei kann ich das ganz flexibel gestalten. Je nachdem, ob Emma noch etwas Schlaf braucht, komme ich eher oder früher. Außerdem kümmern sich immer mindestens drei, manchmal vier Erzieher um die zwölf Kinder“, ist Elisabeth Vaske-Biermann vollauf zufrieden.

„Wir haben auch nicht mehr Betreuungsstunden zur Verfügung als die anderen Krippen“, relativiert Beate Kaminski das Lob der jungen Mutter. „Aber wir haben immer junge Leute beschäftigt, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr oder ihren Bundesfreiwilligendienst bei uns leisten. Diese jungen Leute unterstützen uns auch in der Krippe. Und ihre Stunden gehen nicht in die berechneten Betreuungszeiten ein.“

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