zurück zur Übersicht | Datum 24.03.2017 | Kategorie: Rund um den Ort

Karneval: Kramer will hart durchgreifen

Ein bisschen Spaß muss sein: Die Karnevalisten sollen auch weiterhin in Lastrup feiern können. Große Gewaltbereitschaft und hoher Alkoholkonsum sollen aber eingedämmt werden. Foto: Matthias Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 24.03.2017

von Matthias Ellmann

Lastrup. Die Ereignisse rund um den diesjährigen Lastruper Karnevalsumzug sollen sich nicht wiederholen. „Das Maß ist voll. Wir müssen und werden reagieren“, betont Lastrups Bürgermeister Michael Kramer. DRK und Polizei hatten nach dem Umzug über hohe Einsatzzahlen, eine große Gewaltbereitschaft und übermäßigen Alkoholkonsum unter den zumeist jugendlichen Umzugsbesuchern und -teilnehmern geklagt.

Damit soll jetzt Schluss sein. „Diese Vorfälle kann man auch nicht mit den großen Teilnehmerzahlen relativieren. Einige Jugendliche waren sturzbetrunken, andere nur auf Krawall aus. Ich möchte nicht, dass sich Lastrup noch einmal so präsentiert. Das ist nicht gut für den Karnevalsverein und auch nicht für den Ort“, sagt Kramer.

In der obligatorischen Karnevalsnachbesprechung unter anderem mit dem Veranstalter, der Polizei, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Festwirt und dem Landkreis sei ein ganzes Maßnahmepaket vorbereitet worden. Details müssten zwar noch geklärt werden, die Eckpunkte aber stünden bereits fest, sagt Kramer. Unter anderem sollen die Einlasskontrollen verstärkt und betrunkene Jugendliche von der Teilnahme am Umzug konsequent ausgeschlossen werden. Die Busunternehmen, die auswärtige Gäste nach Lastrup bringen, sollen stark alkoholisierte Personen schon bei der Abfahrt ausschließen. Die Lautstärke auf den Umzugswagen wird beschränkt, ebenso die Größe der Zugfahrzeuge. „Das ist hier keine Landmaschinenschau“, kritisiert Kramer die teils übergroßen Traktoren im Zug. 

„Lauter, größer, betrunkener: Das kann nicht das Motto des Lastruper Karnevals sein“, kündigt Kramer eine konsequente Umsetzung der Maßnahmen an, die man, betont der Bürgermeister, „gemeinsam mit allen am Karneval Beteiligten“ auf den Weg bringen möchte. Denn sonst, so Kramer weiter, sei der Karneval in Lastrup nicht mehr tragbar.

Nach seinem Wunsch solle sich die Veranstaltung wieder zu einem Familienkarneval wandeln, weg von dröhnenden Disco-Umzugswagen („Wir veranstalten hier doch keine Love-Parade“) wieder hin zu mehr Musikgruppen im Zug, zum Beispiel. Die hatten zuletzt bis auf eine Formation nicht mehr teilgenommen, weil ihre Musik von den Lautsprecherboxen übertönt oder weil Musikinstrumente von Umzugsteilnehmern demoliert wurden. All das soll ab dem nächsten Jahr der Vergangenheit angehören, hofft Kramer. „Jeder soll hier weiterhin feiern und seinen Spaß haben. Es darf aber nicht eskalieren. Das werden wir nicht noch einmal hinnehmen, weder im Umzug noch auf dem Festplatz. Das haben alle Teilnehmer an der Nachbesprechung ebenso gesehen“, meint Kramer.

Anfang Mai werde ein Detailplan der ins Auge gefassten Maßnahmen erstellt. Der werde in der Presse kommuniziert, allen Teilnehmern bekannt gegeben, aber auch an den Schulen im Einzugsgebiet des Lastruper Karnevals, also auch im Emsland und im Osnabrücker Raum, verteilt. „Und wer sich dann nicht an die Vorgaben hält, der hat hier nichts zu suchen“, kündigt Michael Kramer ein hartes Durchgreifen an.

Veranstaltungen

Veranstaltungskalender

Dezember 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
27282930010203
04050607080910
11121314151617
18192021222324
25262728293031