zurück zur Übersicht | Datum 29.04.2017 | Kategorie: Rund um den Ort

Lastrup schlägt neue Wohnbau-Wege ein

So könnte es aussehen: Die Verwaltung präsentierte den Mitgliedern im Ausschuss für Wirtschaft, Planung, Verkehr und Umwelt diesen Planentwurf für das neue Lastruper Baugebiet zwischen Hammeler (unten) und Linderner Straße (rechts). © Planungsbüro Diekmann & Mosebach

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 29.04.2017

von Matthias Ellmann

Lastrup. Die Gemeinde Lastrup schlägt bei der Gestaltung von Wohnbaugebieten neue Wege ein. Sozial, familiär, grün und nachbarschaftsfreundlich lauten die Vorgaben für das neue, 15 Hektar große Baugebiet, das zwischen der Hammeler und der Linderner Straße entstehen soll. Nach dem Planentwurf können hier zukünftig 133 Grundstücke entstehen. Die Grundstücksflächen sollen zwischen 700 und 750 Quadratmeter groß sein.

Bürgermeister Michael Kramer stellte das Konzept im Ausschuss für Wirtschaft, Planung, Verkehr und Umwelt vor. Demnach soll das Baugebiet nicht als ein einziger großer Wurf, sondern bedarfsgerecht entwickelt werden. „Wir haben in den letzten Jahren im Schnitt 25 bis 30 Bauplätze pro Jahr veräußert. Mit dem neuen Baugebiet können wir also die Nachfrage über einen längeren Zeitraum decken und es in Abschnitten erschließen. Schließlich muss die Infrastruktur auch mitwachsen“, erklärte Kramer.

Vorgesehen sind in dem neuen Gebiet unter anderem 7500 Quadratmeter, die ausschließlich dem sozialen Wohnungsbau zur Verfügung stehen. 40 bis 50 Wohnungen, so Kramer, könnten hier auf fünf verschiedenen Grundstücksflächen entstehen, damit, sagte der Bürgermeister, „es eine Durchmischung gibt“. Dem nachbarschaftlichen Miteinander dienen auch zwei größere Grünflächen. Sie sollen von den Anwohnern für Treffen, Feste und vieles mehr genutzt werden können. Eventuell könnten auf diesen Flächen auch Spielgeräte installiert werden. Mehrere Grüngürtel durchziehen das Gebiet, und in einigen Bereichen sind die späteren Hauseigentümer gehalten, einen Teil ihrer Grundstücke zu bepflanzen. Wie überhaupt einige Auflagen dafür sorgen sollen, dass die Gestaltung nicht aus dem Ruder läuft. So ist in einigen Bereichen eine Traufhöhe von fünf Metern, in anderen von maximal 6,50 Meter erlaubt.

Kramer begründete die gewählte Höhenbeschränkung damit, dass man „riesen Klötze“, wie sie in anderen Baugebieten errichtet worden seien, hier verhindern wolle. „Die finde ich nicht passend. Es soll ein schönes, familiäres Wohngebiet werden“, betonte Kramer. Außerdem werde ja jeder Bauherr zuvor informiert, was möglich sei und was nicht.

Einen neuen Weg schlagen die Lastruper auch bei der Entwässerung des Oberflächenwassers ein. Es soll nicht, wie sonst üblich, unterirdisch durch Rohre abgeführt werden, sondern durch kleine, offene Gräben, die das Gebiet durchziehen. Da diese Mulden gleichzeitig auch der Regenrückhaltung dienen, könnten die geplanten Regenrückhaltebecken kleiner ausfallen, erläuterte Bauamtsleiter Berthold Sauerland. Überdies sind einige Wege vorgesehen, die ausschließlich von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden können.

Die Mitglieder im Fachausschuss zeigten sich überzeugt von dem Konzept und sprachen sich einstimmig für die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 83 „Lastrup - Heiddresch“ aus. Die Gemeinde will jetzt die Planungen vorantreiben, so dass eventuell schon im Frühjahr 2018 ein erster Abschnitt des neuen Baugebiets erschlossen werden könnte.

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