zurück zur Übersicht | Datum 03.06.2017 | Kategorie: Rund um den Ort

Elsten und Molbergen leisten Löschhilfe

Das Ende naht: Der LF 16 der Lastruper Wehr wird im kommenden Jahr ausgemustert. Das sieht der 120 Seiten starke Feuerwehrbedarfsplan vor, den Bürgermeister Michael Kramer jetzt in der Ratssitzung vorstellte. Foto: Matthias Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 03.06.2017

von Matthias Ellmann

Lastrup. Einstimmig hat der Lastruper Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den von der Verwaltung und der Feuerwehr gemeinsam erarbeiteten Feuerwehrbedarfsplan befürwortet. Ebenfalls einstimmig brachten die Ratsmitglieder die Aufstellung des Bebauungsplans Matrum/Timmerlage auf den Weg, der für die Realisierung des dort an der B 213 geplanten Tankstellenprojekts erforderlich ist.

Der 120 Seiten umfassende Feuerwehrbedarfsplan, den die Ratsvorsitzende Sandra Obermeyer als „sehr umfassendes Werk“ bezeichnete, beinhaltet nicht nur die technische Ausrüstung der Wehr und deren eventuell erforderliche Erneuerung. Ebenfalls thematisiert werden beispielsweise auch die Ausrückzeiten und deren Optimierung. Der erste Einsatzwagen, erläuterte Bürgermeister Michael Kramer, muss demnach innerhalb von 13 Minuten nach der Erstalarmierung vor Ort sein können. Diese Vorgabe gelte für 90 Prozent des Gemeindegebiets. „In einer Flächenkommune wie der Gemeinde Lastrup und zudem mit nur einem Feuerwehrstandort ist das nicht ganz einfach“, sagte Kramer.

Die Feuerwehrkollegen hätten daher verschiedene Tests gefahren. „Mit der Stoppuhr in der Hand und unter Einsatzbedingungen, sowohl tagsüber als auch nachts“, so Kramer. Dabei habe sich herausgestellt, dass beispielsweise das Gewerbegebiet Pflochmoor in Hemmelte oder auch Teile Kneheims nicht innerhalb dieser Zeitspanne erreichbar seien. Zwar habe die Differenz jeweils weniger als eine Minute betragen, dennoch komme man den gesetzlichen Vorgaben nicht nach.

Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe habe die Verwaltung daher mit den Wehren in Elsten und Molbergen gesprochen. Im Notfall werden diese jetzt die neuralgischen Gebiete auf Lastruper Seite erstversorgen. „Das ist bei der Leitstelle in Oldenburg so hinterlegt. Für mich ist nicht entscheidend, wer zuerst kommt, sondern dass jemand kommt, und das möglichst schnell“, sagte Kramer. Ebenfalls im Bedarfsplan erläutert ist die Erneuerung der Fahrzeugflotte. Durchschnittlich 17 Jahre, so Kramer, sollte ein Feuerwehrfahrzeug im Einsatz sein. „Von der Kilometerleistung her könnten die Fahrzeuge natürlich noch länger im Dienst bleiben. Aber die technische Ausrüstung entspricht dann, obwohl natürlich stets nachgebessert wird, in der Gesamtheit nicht mehr dem neuesten Stand“. Zudem sei das Durchschnittsalter der Lastruper Feuerwehrfahrzeuge insgesamt schon recht hoch. Man müsse aufpassen, dass die Schere nicht zu weit auseinanderklaffe. Daher werde noch in diesem Jahr ein neuer Mannschaftstransportwagen angeschafft. Im kommenden Jahr soll der dann 20 Jahre alte LF 16 ausgemustert werden. Man habe sich bei den Notwendigkeiten mit der Wehr abgestimmt. Diese hätte, lobte Kramer, keine überzogenen Forderungen gestellt.

Die Ratsvorsitzende Sandra Obermeyer nutzte die Anwesenheit von Gemeindebrandmeister Walter Schumacher in der Ratssitzung für einen Dank an die Feuerwehr: „Ihr seid 24 Stunden am Tag in Bereitschaft, sieben Tage die Woche. Das kann man gar nicht hoch genug anrechnen“, sagte Obermeyer.

Gegen das an der B 213 im Bereich Matrum/Timmerlage geplante Tankstellenprojekt habe es einige, zumeist weitgehend ähnliche, Einwendungen von Anliegern gegeben, sagte Kramer. So werde unter anderem der Flächenverbrauch kritisiert. „Das Projekt wird drei Hektar in Anspruch nehmen. Damit ist kein landwirtschaftlicher Betrieb in seiner Existenz bedroht". Auch eine Minderung der Wohnqualität und eine Wertminderung der Gebäude seien durch das Tankstellenprojekt ebenso wenig zu erwarten wie eine erhöhte Lärmbelästigung. Das hätten die Gutachten ergeben. „Wie es aber nach dem vierspurigen Ausbau aussieht, kann ich nicht sagen. Aber hier geht es ja einzig und allein um die Tankstelle“, betonte der Bürgermeister.

Wie berichtet, sollen auf beiden Seiten der B 213 zwei großzügige Tank- und Rastanlagen entstehen. Die Eröffnung ist für das erste Quartal 2018 geplant.

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