zurück zur Übersicht | Datum 08.06.2017 | Kategorie: Rund um den Ort

Radweg entschärft die kurvenreiche K 166

Endlich geht es los: Bürgermeister Michael Kramer (links) und Bauamtsleiter Berthold Sauerland präsentieren in Hemmelte den Radwegplan. Zwei Meter breit wird der Weg nach Kneheim, für den die ersten Arbeiten jetzt begonnen haben. Foto: Matthias Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 08.06.2017

von Matthias Ellmann

Hemmelte/Kneheim. Ein lang gehegter Wunsch geht für die Einwohner von Hemmelte und Kneheim endlich in Erfüllung: Spätestens ab September dieses Jahres soll ein Radweg die beiden Lastruper Gemeindeteile entlang der Kreisstraße 166 miteinander verbinden. Die Bagger sind schon angerollt, die ersten Arbeiten angelaufen.

„Der neue Radweg stellt eine deutliche Verbesserung der Sicherheit dar. Wir haben ja auch viele Schüler, die aus Kneheim mit dem Rad zur Grundschule in Hemmelte pendeln“, freut sich Bürgermeister Michael Kramer über den Baubeginn, den die Hemmelter und Kneheimer jahrzehntelang herbeigesehnt hatten.

Denn die Kreisstraße ist 5,50 Meter schmal und kurvenreich, die Benutzung durch Radfahrer und Fußgänger mitunter lebensgefährlich, da viele Streckenabschnitte schlecht einsehbar sind und zudem viele Autofahrer hier recht flott unterwegs sind. Vor allem, seit die Straßendecke 2012 erneuert wurde, hätten die gefahrenen Geschwindigkeiten noch einmal zugenommen, sagt Bauamtsleiter Berthold Sauerland. Auch viele landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge seien auf der Straße unterwegs Entscheidend dafür, dass dieser Radweg nun endlich realisiert wird, war zum einen die Bereitschaft der Grundstückseigentümer, das für den Bau benötigte Land zur Verfügung zu stellen. „Die Grundstücksverhandlungen waren schwierig. Schlussendlich haben die Eigentümer aber sehr viel Einsicht in die Notwendigkeit dieses Projekts gezeigt“, meint Kramer. Maßgeblich war zum anderen aber auch eine Förderung aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG). Im Januar war der Radweg in das Jahresbauprogramm des Landes aufgenommen worden. „Dieser Topf war jahrzehntelang leer. Ohne diese Förderung hätten wir den Radweg wohl nicht bauen können“, sagt Kramer. Die Gesamtkosten betragen für die 2,4 Kilometer lange Radwegstrecke rund 730000 Euro. Von den zuwendungsfähigen Kosten übernimmt das Land 60 Prozent. Da dieser Radweg an einer Kreisstraße gebaut wird, ist auch der Landkreis mit 146000 Euro im Boot. Für die Gemeinde Lastrup bleibt somit ein Eigenanteil von ebenfalls 146000 Euro.

Nach Fertigstellung geht der Radweg in den Besitz des Landkreises über, der dann auch für den Unterhalt zuständig ist „Der Neubau sorgt für eine erhebliche Verbesserung für die schwächeren Verkehrsteilnehmer“, betont Michael Kramer und hebt einen weiteren positiven Aspekt hervor. Durch die neue Radverkehrssituation in diesem dörflichen Gebiet werde ein Fokus auf die Stärkung des Rad- und Fußverkehrs gelegt. Der Neubau, sagt Kramer, erhöhe die Akzeptanz, das Auto auch einmal stehen zu lassen und das Fahrrad zu nutzen. „Aufgrund der Gefährlichkeit dieses Streckenabschnittes wurde bisher häufig auf das Verkehrsmittel Fahrrad verzichtet“. Ab September soll sich die Situation nun anders darstellen.

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