zurück zur Übersicht | Datum 29.07.2017 | Kategorie: Rund um den Ort

Auf Stoppelmarkt Schulterschluss suchen

Auf zum Stoppelmarkt: Die Vechtaer Drehorgeldelegation lud den Landkreis Cloppenburg zu einem der größten Volksfeste in Norddeutschland ein. Foto: Aloys Landwehr

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 29.07.2017

Lastrup (la). „Nachbarschaft ist nicht nur die räumliche Nähe, sie ist auch das verbindende Miteinander von Menschen“, machte der Vorsitzende des Marktausschusses der Stadt Vechta, Hubert Wolking, deutlich. Zusammen mit den Vechtaer Marktausschussmitgliedern sowie den Kultfiguren des Stoppelmarkts, Jan und Libett, war Wolking nach Lastrup gekommen, um im Beisein der politischen Prominenz des Landkreises, der Lastruper Vertreter der Kirchen und der politischen Vertretung der Südkreisgemeinde für den vom 10. bis 15. August auf der Westerheide stattfindenden Stoppelmarkt zu werben.

„Wenn der Marktausschuss der Stadt Vechta in guter Nachbarschaft den Kreis Cloppenburg zum Stoppelmarkt einladen will, überlegen wir nicht lange, sondern fragen nur noch, in welcher Gemeinde wir diese Einladungsveranstaltung organisieren. Denn diese Gemeinde wird stellvertretend für alle 13 Kommunen des Landkreises besucht“, informierte Landrat Johann Wimberg, der jeden Besuch der Stoppelmarktsdelegation als Ereignis bezeichnete. Er bewertete den Stoppelmarkt als das Volksfest Südoldenburgs. „Hier suchen wir immer den Schulterschluss mit dem Kreis Vechta“, erinnerte Wimberg.

„Wenn der Landrat mit seinen politischen und allgemeinen Vertretern hier erscheint, möchte ich für Waffengleichheit sorgen. Auch ich habe meine drei Vertreter und den allgemeinen Vertreter mitgebracht. Zudem unterstützen mich die Vertreter der Kirchen. Ich freue mich, dass diese Auftaktveranstaltung in Lastrup stattfindet“, so Bürgermeister Michael Kramer, der den ganzen Landkreis motivieren möchte, den Stoppelmarkt zu besuchen. „Denn beim Feiern geht vieles einfacher“, glaubt Kramer. Vechtas Marktausschussvorsitzender Hubert Wolking definierte Nachbarschaft unter anderem als das verbindende Miteinander von Menschen. Dabei zeigten einige Politiker zurzeit Nachbarschaftsprobleme und nannte als Beispiel den Brexit, Ungarns Präsident Orban oder die Veränderungen in Polen. „Wir aber lassen uns nicht einmal durch den Bau einer 380 KV–Leitung durch unsere Landkreise irritieren,“ so Wolking. Auch verbinde Vechta und Lastrup einiges. So würden in Vechta verkaufte Pferde mit Anhängern aus Lastrup transportiert. Und der ehemals in Vechta tätige Lehrer Engelbert Wulff, der in der Kreisstadt das erste Krankenhaus im Oldenburger Land eingerichtet habe, sei als Pfarrer in Lastrup segensreich tätig gewesen. Wolking appellierte an alle, das Motto weiterzusagen: Es ist wieder Stoppelmarkt. Dieses Fest sei immerhin eines der größten Volksfeste Norddeutschlands. Gesellschaftlicher Höhepunkt sei der Empfang am Stoppelmarktsmontag. In diesem Jahr werde Bundesinnenminister Thomas de Maiziere seine Sicht auf die Politik und die Region humorvoll erläutern.

Nach dem Besuch im Rathaus zog der Tross mit der Drehorgel und mit Jan und Libett durch den Dorfpark zum Altenheim. Anschließend lud der Landkreis zu einer kleinen Feier.

Fakten:

  • Den Stoppelmarkt in Vechta gibt es seit 1298, also seit 719 Jahren.
  • Er beginnt am Donnerstag, dem 10. August, um 16.30 Uhr mit dem historischen Festumzug vom Vechtaer Rathaus zum Stoppelmarktsgelände und endet am Dienstag, 15. August, um 22 Uhr mit dem Feuerwerk.
  • Das Marktgelände ist 160 000 Quadratmeter groß. Es gibt 21 große Festzelte, 20 Großfahrgeschäfte, 1800 Schausteller und 500 Marktstände. Die aneinandergereihte Marktfront wäre 6,3 Kilometer lang.
  • Den Besuchern stehen rund 25 000 Parkplätze zur Verfügung.

 

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