zurück zur Übersicht | Datum 14.08.2017 | Kategorie: Rund um den Ort

Lastrup zimmert seine Showtreppe selbst

Buntes zum Mitmachen: Für die Kinder gab es kreative Angebote. Der Nachwuchs fand ansonsten reichlich Spielmöglichkeiten.
Damen in Lang: Historische Modenschau des Jugendtreffs.
Showtreppe und Showbühne fest in Lastruper Hand: Die Schulband Lesson gab eine Lektion in guter Unterhaltung.
Volles Vergnügen: Tausende Besucher feierten am Samstagabend die Rock- und Partynight.
Ein Hoch auf die Gemeinschaft: Gerold Hukelmann und Henrike Westerkamp präsentierten Lastrups neue Hymne. Fotos: Aloys Landwehr

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 14.08.2017

Lastrup (la). Lastrup hat nichts ausgelassen: Alles, was Bürger aus der Gemeinde und für die Gemeinde an Kunst und Kultur schaffen, war an diesem Wochenende im Dorfpark versammelt. „Kunst gibt Lebensfreude“, betonte Thomas Kossendey, der Präsident der Oldenburgischen Landschaft, in seiner Festrede. Und das Publikum lebte diese Freude in vollen Zügen aus.

Dazu passte die Premiere am Samstagabend: Gerold Hukelmann und Henrike Westerkamp präsentierten die neue Gemeinde-Hymne „Lastrup, du mein Lebenstraum, woanders wär man glücklich kaum“.

Als am Samstagnachmittag der Regen aufhörte, kamen die Besucher in Scharen, so dass am Abend bei der Rock- und Popnight mit der Schülerband „Lesson“ und der Rockgruppe „United Four“ an die 2000 Menschen am Ufer des Dorfparksees saßen oder standen, umgeben von Fackeln und bunt angestrahlten Bäumen, Pagodenzelten und Lampions auf dem Wasser. Ein Feuerwerk, das Gerd Osterkamp zündete, verzauberte die Zuschauer.

Zwischendurch präsentierten Gerold Hukelmann, der für Text und Komposition verantwortlich war, und Henrike Westerkamp das neue Lastruper Lied, von Bürgermeister Michael Kramer als Lastruper Hymne adoptiert. „Wir sind weltoffen und sozial engagiert, das macht dich aus“, heißt es im Text.

Neu waren der ökumenische Gottesdienst am Sonntagmorgen und das Kulturfrühstück, zu dem über 250 Gäste angemeldet waren. Kossendey warb nachdrücklich für Kultur und Ehrenamt im ländlichen Raum. Städter schauten häufig etwas überheblich auf den ländlichen Raum herab, wenn es um Kultur gehe. Kultur aber sei keine Frage von Stadt oder Land, sondern eine Frage der Enge des eigenen Horizonts. Kulturelle Arbeit sei durch den demographischen Wandel neuen Herausforderungen ausgesetzt. „Wir werden älter, wir werden weniger, wir werden bunter“, so Kossendey. Er riet dazu, auf diese Veränderungen einzugehen. „Denn der Mensch braucht Kultur. Aber die Kultur braucht auch Menschen“. Kultur mache das Leben lebenswert und schaffe Lebensfreude. Gerade im ländlichen Bereich sei das ehrenamtliche Engagement dabei unverzichtbar.

Dabei warnte er die Kommunen davor, Ehrenamtlichkeit als billigen Ausweg in Zeiten knapper Kassen zu sehen. Kossendey forderte dazu auf, ehrenamtliches Engagement für eine befristete Zeit an Themen und Projekten orientiert zu ermöglichen, Kinder und Jugendliche bei der Planung von Kulturangeboten einzubinden, das Potenzial der Senioren zu nutzen und verstärkt Angebote für Migranten zu schaffen. Er lobte den Mut der Kommune, das Meiners-Haus zu erhalten und so den Menschen ein Haus mit einer zentralen Funktion zu geben.

Die vielen Besucher sahen auf ihrem Rundgang eine üppige Werkschau heimischer Künstler und Künstlergruppen. Kleine Installationen brachten an vielen unerwarteten Stellen die Betrachter zum Nachdenken, manchmal zum Schmunzeln. Eine riesige Gemeinschaftsarbeit der Lastruper Künstler überragte alle Pagodenzelte. Aber auch in den Zelten fand sich für jeden Geschmack eine Vielzahl unterschiedlicher Werke aus Holz, Bilder, Steinbilder, Edelstahlkreationen oder Stelen und Gartenkunst. Die Kindergärten und Schulen beteiligten sich mit eigenen Aktionen.

Viele Organisationen vom HGV, dem DRK oder dem Theaterverein Suhle bis hin zur Bücherei oder dem Bildungswerk mit einem Gedächtnistraining waren mit Ständen vertreten. Die Lastruper Gastronomen, die Landfrauen aus Kneheim, der FC Lastrup und der SV Hemmelte servierten den Hungrigen.

Auch die Kleinen kamen nicht zu kurz. Der FC Lastrup und die Youngstars hatten einen riesigen Spielplatz geschaffen, auf dem die Kinder auf der Hüpfburg toben, ihre Schussgewalt messen oder einfach bolzen konnten.

Auf der Showbühne reihte sich Auftritt an Auftritt, moderiert von Markus Fröhle und Rudi Brinkmann. Nach der Eröffnung durch eine Theateraufführung der Grundschule Lastrup folgten Musik, Sketche und Tänze der Schulen, Musikvereine, Tanzgruppen aus Kneheim und Lastrup, der MusiTas aus Hemmelte, der Chöre, der Jagdhornbläser, der Musikschule Hukelmann und der Kreismusikschule. Zudem begeisterte der Jugendtreff Löningen mit einer historischen Modenschau.

Am Samstagabend heizte die Band der Musikschule Hukelmann, Lesson, das Publikum ein. Anschließend präsentierte die Coverband „United Four“ einen Querschnitt der 60er-, 70er- und 80er Jahre. Mit einer großen Abschlussparty mit der Oldie-Band All Sounds endete am Sonntagabend das Fest.

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