zurück zur Übersicht | Datum 13.12.2017 | Kategorie: Rund um den Ort

Bürgermeister sehen blühende Landschaften

Demnächst soll es hier blühen: Die Straße Hagenmoor im Lastruper Orsteil Norwegen kommt für das Projekt in Frage. Foto: Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 13.12.2017

von Matthias Ellmann

Lastrup. Die vier Kommunen im Alten Amt Löningen wollen „ein Mehr für die Landschaft und ein Mehr für die Natur“, erläutert Lastrups Bürgermeister Michael Kramer. Dafür haben sich Essen, Lindern, Löningen und Lastrup zu einem Pilotprojekt zusammengeschlossen. Das Ziel: Die Wegesränder an kleineren Straßen und Wegen in den Kommunen sollen in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer, dem Kreislandvolkverband und dem Landkreis zu Blühstreifen werden.

„Die Wege werden ja jetzt oft durch zwei Meter hohe Maisfelder gesäumt. Das ist schon sehr öde“, sagt Kramer. Zudem ist die Fläche, die ursprünglich für die Straßen und Wege vorgesehen war, im Laufe der Jahre an vielen Stellen immer schmaler geworden. Die Landwirte haben die Flächen genutzt.

Am Mühlendamm beispielsweise sei der Straßenraum einst 18, 19 Meter breit gewesen. Jetzt sei die Straße wesentlich schmaler. „Es bleibt also Fläche übrig, die zur Zeit landwirtschaftlich genutzt wird. Wir werden die Straßen aber jetzt nicht vermessen und das gemeindeeigene Land zurückfordern. Wir wollen keine Konfrontation mit den Landwirten, sondern gemeinsam eine Lösung finden“, betont Kramer. Ihm und den anderen Bürgermeistern im Südkreis schwebt eine freiwillige Kooperation vor. Am Beispiel Mühlendamm könne das so aussehen, dass der Straßenraum inklusive Berme sechs Meter breit sein soll. Dann folgt ein zwei bis drei Meter breiter Blühstreifen, die restliche Fläche schließlich könne weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden.

Erste Gespräche mit Ortslandvolkverbänden sind bereits geführt, das Projekt dort vorgestellt worden. Demnach soll die Umsetzung für die Landwirte kostenlos sein. Die Gemeinden kümmern sich um die Abwicklung, besorgen das Saatgut und übernehmen, wo gewünscht, auch die Einsaat. „Auch ein Flächentausch ist möglich, sozusagen ein Mini-Flurbereinigungsverfahren“, erläutert Kramer.

Die Gemeinde Lastrup wird in einem ersten Schritt Gemeindeflächen in der Größenordnung von 2,5 Hektar in Blühstreifen umwandeln. „Das ist ein Einstieg. Wir wollen nicht die Welt verändern, sondern langsam anfangen und das Projekt nach und nach ausbauen auf das gesamte Gemeindegebiet und auf den gesamten Südkreis. Die Landwirte wird das kein Geld kosten“, sagt Kramer und hofft, dass einige Landwirte mitziehen. Die sollten sich möglichst rasch im Bauamt der Gemeinde melden, denn die Aussaat muss im Frühjahr erfolgen. Die Flächen sollten allerdings nicht an Hauptverkehrswegen liegen, da sich in den Blühstreifen allerlei Niederwild und Insekten ansiedeln sollen. Die Kommunen erhoffen sich aus der Kooperation positive Effekte für beiden Seiten. Die Landwirte kommen in den Genuss einer speziellen Förderung, für die Kommunen fällt weniger Pflegeaufwand an. „Und das Landschaftsbild gewinnt erheblich“, freut sich Kramer auf die blühenden Südkreis-Landschaften.

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