zurück zur Übersicht | Datum 20.12.2017 | Kategorie: Rund um den Ort

Sprachförderung auf breiten Schultern

Langfristige Kooperation vereinbart: Conrad Meyer, Marlies Thoben-Jans (beide Bürger für Bürger), Kindergartenleiterin Ingrid Bührmann- Meinel, Rudi Brinkmann (vorn, Bürger für Bürger), Pastor Günter Mleziva und Bürgermeister Michael Kramer (von links). Foto: Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 20.12.2017

von Matthias Ellmann

Lastrup. In Lastrup soll ein Projekt zur ständigen Einrichtung werden. Die Gemeinde Lastrup, die katholische Pfarrgemeinde St. Petrus Lastrup und der soziale Verein „Bürger für Bürger Lastrup“ vereinbarten jetzt eine langfristigeZusammenarbeit im Bereich der Sprachförderung für Kindergartenkinder. Kosten soll das Unterfangen pro Jahr 6.000 Euro. Diese Summe teilen die Beteiligten zu gleichen Teilen unter sich auf.

„Das hat der Kirchenausschuss so beschlossen, und das muss nicht jedes Jahr neu diskutiert werden“, betont Pfarrer Günter Mleziva die Langfristigkeit des kirchlichen Engagements, ebenso Bürgermeister Michael Kramer und Conrad Meyer von „Bürger für Bürger“.

Der Verein habe gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit wieder viele Spenden bekommen, bedankt sich der Vorsitzende bei allen Firmen und Privatpersonen, die „Bürger für Bürger" unterstützen.

Zugute kommen soll die Förderung den Kindern im Herz-Jesu-Kindergarten Hemmelte, im Hand-in-Hand-Kindergarten Kneheim und im Bunte-Welt-Kindergarten Lastrup. „Eine solche Zusammenarbeit von drei Gruppen im Bereich der Sprachförderung ist mir sonst nicht bekannt“, macht Kramer auf die Besonderheit der Finanzierungs-Konstruktion aufmerksam. In den genannten Kindergärten reicht die Anzahl der für die Förderung in Frage kommenden Kinder nicht aus, um den Sprachunterricht über das Sprachförderprogramm des Bundes zu finanzieren. „Das berechtigt dann eben nicht zur Teilnahme an diesem Programm. Daher haben wir eben unser eigenes Projekt aufgelegt. Schön, dass so etwas in Lastrup schnell und unkompliziert möglichist", erläutert Kramer. Bereits seit einem Jahr kann daher eine ausgebildete Erzieherin jeweils zweimal die Woche in den Kindergärten Unterricht erteilen.

„Die Kinder lieben das", verweist die Hemmelter Kindergartenleiterin Ingrid Bührmann-Meinel auf erste positive Erfahrung mit dem Projekt, von dem derzeit in Hemmelte drei und in Kneheim ein Kind profitieren. „Es bringt“, erklärt Bührmann-Meinel, „unheimlich viel für die Integration der Kinder in die Kindergartengruppe. Außerdem tragen die Kinder die Sprache auch nach Hause“. Sie sei immer wieder fasziniert, wenn die Kinder schon nach einigen Wochen in ihren Gruppen kommunizieren könnten. Zudem falle der Übergang vom Kindergarten in die Schule natürlich wesentlich leichter.

In ihrem Kindergarten werden derzeit drei Kinder mit Flucht- oder Migrationshintergrund in der Sprachförderung unterrichtet. Es waren auch schon einmal fünf, die Zahlen variieren stets ein wenig.In Kneheim bekommt ein Kind Unterricht, im neuen Jahr werden es zwei sein.

„Die Sprachförderung hier steht auf breiten Schultern“, freut sich Bührmann-Meinel über das Engagement des sozialen Vereins, der Kirche und der Gemeinde. Die Kooperationspartner werden ihre Zusammenarbeit für die Sprachförderung fortführen, erklärte Bürgermeister Michael Kramer stellvertretend für alle Beteiligten, „solange ein Bedarf da ist. Und wenn der Bedarf größer ist als jetzt, werden wir auch eine Lösung finden“.

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