zurück zur Übersicht | Datum 15.02.2018 | Kategorie: Rund um den Ort

Kramer hofft auf Okay für Bahnhofstraße

Handlungsbedarf: Die Bahnhofstraße in Hemmelte ist zu eng für den Schwerlastverkehr, und ein Schild warnt vor Radwegschäden. Im nächsten Jahr könnte sich die Situation verbessern. Foto: Matthias Ellmann

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 15.02.2018

von Matthias Ellmann

Hemmelte. Der Ausbau der Bahnhofstraße im Lastruper Ortsteil Hemmelte rückt in greifbare Nähe. „Die Arbeiten könnten im nächsten Jahr beginnen“, meint Lastrups Bürgermeister Michael Kramer nach einem Infoabend, auf dem Mitarbeiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aus Lingen die Planungen im voll besetzten Hemmelter Hans-Lübke-Haus vorstellten.

Demnach soll die Bahnhofstraße, eine Landesstraße, von der Darreler Straße bis zur Straße Landwehr mit einer Breite von jetzt etwa 5,40 bis 5,50 Metern auf sechs Meter verbreitert werden. Auch der mittlerweile völlig desolate und kaum noch befahrbare Radweg soll auf einer Breite von 2,50 Meter neu angelegt werden.

Darüber hinaus soll die Fahrbahndecke von der Kreuzung an der Bundesstraße 68 bis zur Darreler Straße und von der Straße Landwehr bis zur Gemeindegrenze saniert werden. Kostenpunkt für die Gesamtmaßnahme: eine Million Euro, die komplett das Land Niedersachsen trägt. „Es gibt keine Kostenbeteiligung der Anlieger“, versichert Kramer. Die Anwohner müssen sich allerdings bereit erklären, für den Ausbau auf Grundstücksfläche in einer Breite von 25 Zentimetern zu verzichten.

Die Gemeinde Lastrup hatte bereits im Jahr 2015 darauf gedrängt, die Bahnhofstraße zu verbreitern. Aufgrund des hohen Anteils an Lastwagen und landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen komme es hier immer wieder zu gefährlichen Situationen im Begegnungsverkehr, hatte die Gemeinde bei der Straßenbauverwaltung in Lingen argumentiert und gefordert, die Straße auf sechs Meter auszubauen und gleichzeitig auch den maroden Radweg zu sanieren. Immerhin sei dieser Radweg eine viel frequentierte Strecke und diene auch als Schulweg zur Hemmelter Grundschule.

Auf der Straße, so die Gemeinde weiter, seien die Seitenräume extrem ausgefahren. „Zwei Lastwagen kommen im Begegnungsverkehr kaum aneinander vorbei“, erklärte Bürgermeister Kramer seinerzeit und sprach von „unzumutbaren Zuständen“, da aufgrund des desolaten Zustands des Radwegs dort die Benutzungspflicht für Radfahrer aufgehoben wurde. Auch Radfahrer könnten jetzt auf der ohnehin zu engen Straße fahren. Das schmale, 1750 Meter lange Teilstück müsse daher ausgebaut werden, um im Ort Hemmelte sichere Verkehrsverhältnisse für alle Verkehrsteilnehmer zu erreichen. Messungen der Gemeinde im Juni 2015 hatten eine Verkehrsdichte von 3000 Pkw und 400 Lastwagen ergeben, die an Werktagen über die Bahnhofstraße rollen.

Nun bahnt sich, betont Kramer, „die perfekte Lösung“ an. „Wir sollten diese Chance nutzen. Wenn alle Anlieger zustimmen, ist ein beschleunigtes Verfahren möglich und der Ausbau könnte 2019 starten. Ob die bisher in dem Bereich geltende Geschwindigkeitsbegrenzung von maximal 70 km/h nach dem Ausbau aufgehoben werde, sei nicht sicher, sondern werde mit den zuständigen Stellen beraten werden. Dem Landesamt in Lingen versicherte der Bürgermeister, die für die Gesamtmaßnahme erforderliche Million sei „gut angelegtes Geld“.

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